Gleichstellung, Vielfalt und Familie

Schülerinnentag

Informationen für Workshopleitende und MitarbeiterInnen der TU


Sehr geehrte Damen und Herren,
wir freuen uns, dass Sie unsere Veranstaltung unterstützen, deren Ziel die Ermutigung von Schülerinnen zur Aufnahme eines Studiums der Natur- und Ingenieurwissenschaften ist, insbesondere an der TU Kaiserslautern.

Aufgrund des spezifischen Fächerangebotes der TU Kaiserslautern (primär Natur- und Ingenieurwissenschaften) liegt der Studentinnenanteil trotz enormer Zuwächse in den letzten Jahren insgesamt lediglich bei etwa 39% (Stand: 2017), in einer Reihe von Fächern sogar nur bei gut 10%.

Im Gegensatz zu den Jungen findet bei den Mädchen im Verlauf von Kindheit und Jugend seltener ein kontinuierlicher, unterstützender und ermutigender Kontakt zu naturwissenschaftlichen und technischen Bereichen statt. Es fehlen zuweilen praktische Erfahrungen und eine positive Grundhaltung der Technik und den (technisierten) Naturwissenschaften gegenüber. Beim Schülerinnentag soll durch die angebotenen Workshops und Vorlesungen eine Reflexion der eigenen Präferenzen in diesem Bereich ermöglicht werden.

Eingeladen sind Schülerinnen der Klassenstufen 10 bis 13 an etwa 490 Gymnasien und Gesamtschulen in Rheinland-Pfalz, im Saarland, in den Randbezirken Hessens und Baden-Württembergs sowie in Luxemburg.

Die Mädchen/jungen Frauen erhalten im Rahmen der Veranstaltung nicht nur konkrete Informationen über die vielfältigen Alternativen, sondern auch die Gelegenheit, sich ihrer eigenen Kompetenzen durch praktische Erfahrungen bewusst zu werden. Sie erhalten einen (ersten) Einblick in die Fachgebiete der TUK.

Im Zentrum eines Workshops sollte im Idealfall ein technisches Problem stehen, das die Schülerinnen (in Kleingruppen) lösen. Dazu sollte ihnen ausreichend Zeit gegeben werden, selbst etwas auszuprobieren (mindestens die Hälfte der Zeit). Die Inhalte der Workshops sollten anhand anwendungsbezogener Beispiele vermittelt werden, die einen klaren Hinweis auf ein mögliches späteres Berufsfeld geben.
Besonderen Anklang finden Workshops erfahrungsgemäß, wenn der Anwendungsbezug hergestellt wird über

  • eine Verbindung zur Alltagswelt junger Menschen (Freizeit, Sport, Spiel, Musik, Internet, Handy, Lebensmittel, Bildverarbeitungsprogrammen etc.)
  • das Aufzeigen des gesellschaftlichen Nutzens für das jeweilige Forschungsgebiet (z.B. über Anwendungsmöglichkeiten bestimmter Technologien in der Medizin, in Arbeitsprozessen, in der Unterhaltungselektronik etc.)
  • einen Bezug zu Umwelt und Sicherheit
  • den Umgang mit Medien, wie Special-Effects in Film und Fernsehen etc.

Von Vorteil ist auch, wenn im Workshop ein spielerischer Umgang mit dem PC praktiziert wird, wenn der Workshop ganzheitliche Einblicke vermittelt, z.B. Konzeption, Herstellung und Prüfung eines Werkstückes, möglichst viele Sinne angesprochen werden und die Teilnehmerinnen ein Erfolgserlebnis haben und eventuell auch eine „bleibende Erinnerung“ mit nach Hause nehmen können.

Ihr Angebot sollte eine Dauer von 75 Minuten aufweisen, um es in das Programm eingliedern zu können. Da wir in Ihren jeweiligen Fachbereichen keine Räume reservieren können, wäre es hilfreich, wenn Sie sich um die Reservierung eines passenden Raumes kümmern und uns die Raumnummer als Rückmeldung zukommen lassen.

Wir möchten Sie bitten, uns die minimale und maximale Teilnehmerinnenzahl mitzuteilen sowie zu welcher Uhrzeit Ihr Angebot stattfinden soll (9.45 Uhr, 11.30 Uhr, 14.15 Uhr). Bitte berücksichtigen Sie, dass Ihr Angebot für alle Klassenstufen verständlich sein sollte (10-13). In der Regel sollte jeder Workshop zu allen drei Terminen angeboten werden. Bitte teilen Sie uns mit, wenn dies nicht möglich ist.

 

 

Vorträge sind im Gegensatz zu Workshops theoretischer aufgebaut und ähneln der „klassischen“ Vorlesung. Auch hier sollte im Idealfall ein technisches Problem im Mittelpunkt stehen und der Inhalt sollte einen klaren Hinweis auf ein mögliches späteres Berufsfeld geben.

Die Gesamtdauer Ihres Vortragsangebots sollte wie die Workshops 75 Minuten betragen, um sich in die Veranstaltungsstruktur einzupassen und Leerlauf für die Schülerinnen zu verhindern. Da uns die reine Vortragsdauer und anschließende Diskussion mit 30-40 Minuten jedoch ausreichend scheint, schlagen wir für die restliche Zeit folgendes vor:

Nach Ihrem Vortrag könnten Sie eine Brücke zum Lehrgebiet, Studiengang, Fachbereich schlagen und hierzu Informationen anbieten. Dies käme den Interessen der Teilnehmerinnen entgegen, die rückmelden, im Rahmen des Vortrags/Workshops den Bezug zum Fach vermisst zu haben. Dabei hätten Sie auch die Möglichkeit, gegebenenfalls herrschende Vorurteile Ihrem Fach gegenüber zu korrigieren, das Spannende/Interessante am Fach aufzeigen und den Schülerinnen das gesamte Spektrum vorzustellen, dass ihnen mit einem Abschluss in Ihrem Fachbereich zur Verfügung stehen würde. Zudem könnten Sie allgemeine Fragen zur Universität, zum studentischen Leben, zum Unterschied Schule – Studium usw. beantworten. Die Evaluationen zeigen, dass sich Unkenntnis in diesen Bereichen und Befürchtungen ebenfalls als Hürden für die Aufnahme eines Studiums an der TU Kaiserslautern darstellen.

Falls Sie für Ihren Vortrag auf eine bestimmten Raum angewiesen sind (z. B. wegen der dortigen Ausstattung und der Durchführung von Experimenten) möchten wir Sie bitten, diese Räume zu reservieren und uns die Raumnummer als Rückmeldung zukommen zu lassen.

 

 

In den letzten Jahren hat sich gezeigt, dass die Schülerinnen das Fachschaftsangebot besonders intensiv nutzen. Dabei geht es ihnen nicht nur um das Fachliche. Gerade durch das Gespräch mit Studierenden erhoffen sich die Schülerinnen etwas über das Leben an der TU Kaiserslautern zu erfahren.

Fragen, die in diesem Zusammenhang auftauchen:

  • Wie ist es gerade in Kaiserslautern zu studieren?
  • Was hat die Stadt für Studierende zu bieten?
  • Wie ist die Wohnungssituation?
  • Kosten des Studiums und Finanzierungsmöglichkeiten
  • Wie sieht das Alltagsleben auf dem Campus aus?
  • Welche Freizeitangebote gibt es an der Uni (Unisport, Partys, Asta-Kino, etc.)?
  • Wie ist es als Frau mit so vielen Männern im Studium?
  • Fragen zum Studiticket
  • Wie sind Studierende organisiert (Fachschaft, Asta, Stupa, Verbindungen etc.)?
  • usw.

Natürlich werden auch fachliche Fragen kommen, z. B.

  • Was lerne ich im Studium?
  • Wie lange brauche ich um das Studium abzuschließen?
  • Welche Abschlüsse gibt es im Studiengang?
  • Soll ich einen Master machen, oder reicht Bachelor?
  • Welche Vorkenntnisse sind wichtig/welche Leistungskurse bereiten mich gut auf das Fach vor?
  • Welche Berufsaussichten gibt es und was verdiene ich später einmal?
  • Wie hoch ist die Abbruchquote?
  • Welche sind die schwierigsten Fächer und gibt es Tipps auch diese leichter zu meistern?
  • Welche Leistungen/Praktika sind vorher zu erbringen?
  • Wie finde ich einen Praktikumsplatz?
  • Welche Möglichkeiten eines Auslandssemesters gibt es?
  • Was ist der Unterschied z. B. zwischen einem Mathe- und einem Physikstudium oder einem Elektrotechnik- und einem Maschinenbaustudium?
  • Warum an einer Universität studieren anstatt an einer FH?
  • Welche Veranstaltungen gibt es im Studium?
  • Was ist der Nutzen eures Studiums für euch und eure Berufslaufbahn?

Wir möchten Sie bitten, uns die minimale und maximale Teilnehmerinnenzahl mitzuteilen sowie zu welcher Uhrzeit Ihr Angebot stattfinden soll (9.45 Uhr, 11.30 Uhr, 14.15 Uhr). Falls die Möglichkeit besteht, mehrere Termine anzubieten, würden wir dies sehr begrüßen.

Ihr Angebot sollte eine Dauer von 75 Minuten aufweisen, um es in das Programm eingliedern zu können. Da wir ihn Ihren jeweiligen Fachbereichen keine Räume reservieren können, wäre es schön, wenn Sie sich um die Reservierung eines passenden Raumes in Ihrem Fachbereich kümmern und uns die Raumnummer als Rückmeldung zukommen lassen.


Gute Anregungen für Workshop-Themen, z. T. auch für deren Konzeption und Durchführung liefern die folgenden Seiten:

www.schulphysik.de
www.schulweb.de

 

 

Kontakt

N.N.
Gebäude 57 , Raum 264

Tel.: +49 631 205-3575
E-Mail: schuelerinnentag(at)verw.uni-kl.de


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