Gleichstellung, Vielfalt und Familie

Was verstehen Studierende und Beschäftigte der TUK unter einer Universität, in der Vielfalt willkommen ist? Welche Erfahrungen machen Personen an der TUK bezogen auf die Diversität an der TUK?

Geplant ist eine Broschüre, in der möglichst unterschiedliche Personen dargestellt werden, die sich in der Universität begegnen. Senden Sie uns Ihre Gedanken zum Thema per Mail zu - gern mit einem Foto (mit Campus-Hintergrund), um die Broschüre lebendig zu gestalten. Sollten Sie Unterstützung für die Aufnahme von Fotografien benötigen, hilft Ihnen gern die Foto-AG der TUK weiter (Ansprechperson Lars Kilian). In der Broschüre werden die Fotos mit einzelnen Aussagen/Zitaten aufgegriffen. Bilder und Zitate werden laufend gesammelt und auf der Internetseite veröffentlicht. Die Broschüre erscheint zum Wintersemester 2019/20.

Um dem Datenschutzgesetz gerecht zu werden, müssen alle, die in der Broschüre dargestellt werden, eine Einverständniserklärung abgeben, dass die von Ihnen freigegebenen Daten – ein Foto und ein Zitat – veröffentlicht werden dürfen. Das entsprechende Formularblatt finden Sie hier. Sie können davon ausgehen, dass wir mit den Fotos und Ihren Aussagen verantwortungsvoll umgehen.

Wer sich daran beteiligen möchte, wer mit einem Foto und einem kurzen Zitat in der Broschüre erscheinen möchte, kann sich gern an das Redaktionsteam wenden.

Ansprechpersonen:

Cornelia Rövekamp, Stabsstelle Gleichstellung, Vielfalt und Familie
Lars Kilian, Foto-AG
Eckart Stief, Studierenden- und Hochschulpfarrer in Kaiserslautern
Stefan Seckinger, Hochschulpfarrer / Leiter der KHG
Sandra Wolff, NSC, Mitglied im Personalrat und Senat der TUK

Beiträge: Was heißt Diversität an der TUK?

Vielfalt verlangt Akzeptanz

 

Johannes

„Eine Universität, in der Vielfalt willkommen ist, nimmt Unterschiede zwischen Menschen als Bereicherung wahr und unterstützt dabei, die Perspektive nicht ausschließlich auf Unterschiedlichkeiten, sondern auch auf Gemeinsamkeiten zu richten.“


Dr. Michèle Spohr, Wissenschaftliche Mitarbeiterin im „Distance and Independent Studies Center“ (DISC), Abteilung Entwicklung und Transfer, der TUK

Diversität - Leben ist vielschichtig – Vielfalt ist eine positive Ressource, die zugleich Reichtum und Risiko birgt. Unterschiedliche Wertevorstellungen, Lebensformen und Glaubenshaltungen rufen Neugier hervor, setzen aber auch Ängste frei gegenüber der Fremdheit der anderen. Christlicher Glaube respektiert die Fremdheit der anderen in Aufklärung und Dialog, im Eintreten für die Gemeinschaft und für die Stärkung einer demokratischen Kultur.

Es bedarf hierbei einer Haltung der Offenheit, einer Haltung, die von wechselseitigem Gewahrsein und Wertschätzung geprägt ist.

Für eine gelebte Diversität an der TU Kaiserslautern bedeutet dies, die vielfältigen Fähigkeiten und Eigenschaften von Mitarbeitern und Studierenden in achtsam-bedachtsame Angebote des Personalmanagements zu integrieren, um im Bewusstsein der Unterschiedlichkeit Chancen-gleichheit zu gewähren und letztendlich auch wirtschaftliche Vorteile aufzuzeigen und unternehmerischen Ziele der Universität zu erreichen.

 

Dr. Isa-Dorothe Eckstein
Ehemalige wissenschaftliche Mitarbeiterin im Fachgebiet Pädagogik und im DISC der TU Kaiserslautern


Wie das Wort Diversity (Vielfalt) schon sagt, es gibt sie nur im Plural. In der Familien-Service-Stelle der TUK profitiere ich von dieser Vielfalt der Menschen, die mit sehr unterschiedlichen Anliegen zu mir kommen. Das macht meinen Job spannend und dafür bin ich dankbar.

Dipl.-Sozialwiss. Leslie Schleese, Familien-Service-Stelle der TUK, Stabsstelle Gleichstellung, Vielfalt und Familie

Vielfalt heißt, dass Menschen zwar verschieden sind, sich aber dennoch in Gemeinschaften zusammenfinden können.
Denn egal wie verschieden Menschen sind: Es kann immer etwas geben, was sie verbindet. Das zeigen sehr gut die vielen Gruppen an der TU Kaiserslautern.
 
Stud. rer. soc. Robin Dabars, Studentin im Fachgebiet Integrative Sozialwissenschaften der TUK
 

Diversität bedeutet für mich, dass wir einander respektieren und wertschätzen, dass sich alle auf dem Campus wohl fühlen. Es geht nicht nur um unsere Unterschiedlichkeiten, sondern auch darum, unsere Gemeinsamkeiten zu entdecken, neue Kulturen und Traditionen kennenzulernen. Wir können das machen, wenn wir die Barrieren zwischeneinander überwinden. Die Vielfalt macht unsere TUK aus, so dass man hier auf dem Campus Studierende aus der ganzen Welt treffen kann. Ich konnte persönlich viele Freundschaften aus unterschiedlichen Nationalitäten aufbauen und ich bin sehr froh darüber. Ich kann mir das Leben ohne Diversität nicht vorstellen, weil es dann keinen Sinn machen würde und langweilig wäre. Unsere Diversität macht uns stark.

Ibrahim Ahmed, Student im Bachelorstudiengang Bauingenieurwesen, Palästina

Ich finde es toll, dass viele Studierende, die aus verschiedenen Ländern kommen, an der TUK zusammen studieren und arbeiten und freue ich mich sehr über diese Diversität.

Das gibt mir die Möglichkeit, verschiedene Traditionen und Gedanken zu entdecken und zu respektieren und das müssen wir alle eigentlich, wenn es um die Existenz unserer Gemeinschaft geht, die nur mit Respekt und Toleranz funktioniert. Diversität ist das Geheimnis unserer Freude in dieser Welt.

Sofia, Bachelorstudentin im Fachbereich Maschinenbau, Marokko

Seit 2005 bin ich nun schon in der Abteilung 4.4/ISGS tätig und habe im Laufe der Jahre sehr viele unterschiedliche Situationen erlebt. Manche davon waren sehr schön und andere weniger und trotz oder gerade wegen aller Anstrengungen, freue ich mich jeden Tag an meinem Arbeitsplatz Diversität, wie sie an der TUK vorhanden ist, zu erleben.
Ohne sie hätte ich beispielsweise auch persönlich niemals diese vielfältigen Möglichkeiten, so viele unterschiedliche Menschen, Charaktere und Kulturen kennen und lieben gelernt.
Man gratuliert sich beispielsweise zu den unterschiedlichsten Fest- und Feiertagen (z.B. Nowruz, die persische Neujahrfeier) oder feiert diese gleich mit der Familie gemeinsam. Auch sind Freundschaften entstanden, die ohne diese Vielfalt niemals möglich gewesen wären, z.B. die Einladung im letzten Jahr zu einer „echt“ indischen Hochzeit in Jaipur, die für meinen Mann und mich etwas ganz Besonderes war und uns lange in der Erinnerung bleiben wird.

Diversität ist also, wenn man sich darauf einlässt, eine große Bereicherung für uns alle. Man lernt über den eigenen Tellerrand zu schauen, aber auch Verständnis für die anderen aufzubringen, und das in einer Welt, die gefühlt, immer unpersönlicher, digitaler, schneller und rauer wird.

Heike Döring, Mitarbeiterin im Bereich „Betreuung, Anfragen, Bewerbung: Internationale Master- & Ph.D.-Programme“ in der Abteilung Internationale Angelegenheiten (ISGS) der TUK

In my point of view, diversity is the situation of having or composing different variety where the variety can be dimensioned by different terms such as age, race, religious belief, culture, ethnicity, gender, physical ability, educational background, geographical location, income, marital status, parental status, and work experiences and so on.

Every single person can have unique variations in each term. Among them, some (age, religious belief etc.) can be changed with respect to time (age, religious belief etc.), but some (race, gender etc.) may not. Diversity includes, therefore, how to relate or mix these qualities in each dimension and conditions that are different from our own in other individuals and groups.

Surendra Nepal M. Sc., ehemaliger Student im Studiengang Mathematics International der TUK, Nepal, Mitarbeitender im Deutsch-Nepalesischen Freundeskreis „Namaste“

Ein entfernter Bekannter von mir, ein Mann mittleren Alters, verbringt seinen Urlaub am liebsten in Deutschland. Ein Land, in dem seine Muttersprache nicht gesprochen wird, besuchte er noch nie.
Ich reise auch gerne in meinem Heimatland und erkunde seine Vielfalt. Das war nicht immer so.
Früher durften Urlaubsziele nicht in Deutschland liegen, mindestens eine Grenze musste überschritten werden und die Vielfalt anderer Länder, ihrer Menschen und deren Sprache und Kultur kennenzulernen, war das Ziel. Aber stets, früher wie heute, versuche ich, die Vielfalt meiner Umwelt zu sehen und nach Möglichkeit mich durch sie inspirieren und motivieren zu lassen.

Der Vielfalt des Lebens begegnen und diese annehmen zu können, bedeutet Grenzen überschreiten zu wollen – die eigenen zuallererst.

TUK-Vizepräsident Dr. rer. nat. Stefan Löhrke, zuständig für Lehre und Studium, ehemals Geschäftsführer des Fachbereichs Biologie der TU Kaiserslautern

Was verstehe ich unter Diversität an der TUK?
Um es in einem musikalischen Bild auszudrücken:
Die Diversität an der TUK empfinde ich wie einen bunten Klangteppich.
Verschiedene Töne und Klänge in allen Höhenlagen mit unterschiedlichen Rhythmen und Lautstärken, jeder einzelne davon ist ein wichtiger Bestandteil des musikalischen Gesamtwerkes, das erst im Ganzen vollendet wird und sich erschließt.

Das Schöne und Hoffnungsvolle ist daran, es wird jeden Tag wieder neu von uns allen komponiert!

Marieluise Demuth, Hobbysängerin im ESG-Zentrum probenden Gospelchor „Gospel Wave“


Diversität ist aus unserem (Arbeits)leben nicht mehr wegzudenken. Jeden Tag treffen wir auf Menschen unterschiedlicher Hierarchieebenen, Nationalitäten und Kulturkreise.
Diese spannenden Begegnungen bereichern unseren Alltag und fordern uns, da wir täglich etwas Neues hinzulernen.
Dabei bleiben auch manchmal Missverständnisse nicht aus, weil die sprachliche Verständigung nicht einfach ist und unterschiedliche Kulturstandards und Verhaltensregeln in Kontrast zueinander stehen. Wir sehen diese Erfahrungen jedoch nicht negativ, denn daraus können wir lernen und daran arbeiten.
Für uns bedeutet Vielfalt an der TUK, offen zu sein, die Einzigartigkeit eines jeden Menschen zu sehen, zu respektieren, zu tolerieren und miteinander im Austausch zu bleiben.

Team des SNW, Sekretariate Netzwerk TUK
Ursula Aydt, Marieluise Demuth, Kirsten Höffler, Ute Schwarztrauber


Diversity ist

  • Verantwortung gegenüber Menschen aller Kulturen
  • Herkünfte und Lebensweisen
  • Inspiration
  • Innovation
  • Bereicherung
  • Aufgabe und Herausforderung
  • Impuls für neue Wege

und erfordert interkulturellen Dialog, Verständnis, Feingefühl und die Erkenntnis, dass wir alle nur Gast auf dieser Erde sind.

Univ.-Prof. Dr. habil. Gabi Troeger-Weiß, Fachbereich Raum- und Umweltplanung, Lehrstuhl Regionalentwicklung und Raumordnung, und Gleichstellungsbeauftragte des Senats der TUK

Dialog ist etwas, was aus meiner Sicht unumgänglich ist. Wenn man zusammenleben will, und das ist eine Voraussetzung dafür, muss Ehrlichkeit gelten, d.h. ich verbinde mit dem Dialog zwischen uns und der ESG vor allem Ehrlichkeit. Kritik kann ausgesprochen werden. Aber man ist nicht aufeinander böse, wenn der andere etwas sagt, was einem nicht gefällt. Sondern ganz im Gegenteil, mich hat es immer gefreut, wenn man ehrlich zueinander war und Probleme angesprochen hat. Und deshalb glaube ich, dass unsere Zusammenarbeit sehr gut funktioniert hat und weiterhin gut laufen wird.

Hakan Bulut, Vorsitzender des Akademischen Bildungszentrums (ABZ) Kaiserslautern, Partner im interkulturellen und interreligiösen Dialog des ESG-Zentrums und kommunaler Initiativen

Mit meiner 30-jährigen Berufserfahrung als Sachbearbeiterin/Sekretärin der ESG könnte ich über Diversity ein „dickes Buch“ schreiben. Nicht nur, dass man vielen unterschiedlichen Nationalitäten begegnet. Alle sind sie einzigartig und verschieden. Darunter Extrovertierte, die aktiv, munter, sorglos, kontaktfreudig und Introvertierte, die zurückhaltend, passiv, ernst und ruhig sind.

ESG ist ein Ort, wo viele Menschen verschiedener Nationalitäten, Kulturen und Religionen in Frieden miteinander leben. Mit gegenseitigem Respekt und ein wenig Toleranz ist Verschiedenheit kein Problem. Und es ist schön, so viele unterschiedliche junge Menschen ein Stück auf ihrem Weg zu begleiten.

Ute Wiedemann-Jacob, seit 3 Jahrzehnten Sekretärin und Sachbearbeiterin im ESG-Zentrum, Beantragung für den Ökumenischen Notfonds (ÖNF), Erstkontakt für Studierende

 

 

Für mich ist Diversity eine Grundhaltung, mit der wir anderen Menschen gegenübertreten und dabei dem Neuen, Anderssein und Fremden an diesen mit Offenheit, Neugier und einem Verstehen-Wollen begegnen. Diese Haltung ermöglicht es uns, das Neue nicht einfach vorrangig im Vergleich zum Alten zu sehen, um es letztlich als falsch, unpassend und absurd „abzuurteilen“.

Wenn Zeitgeistströmungen wie Populismus und Nationalismus nicht nur rational-intellektuelles Denken, sondern auch die ethischen Grundwerte von Demokratie, Frieden und Humanität zunehmend zu bedrohen scheinen, dann stellt das Diversity-Konzept eine wichtige Gegenposition und ein Hoffnungsschimmer dazu dar.

Auf besondere Weise aufregend und erfrischend erlebe ich Diversity während der Begegnungen im ESG-Zentrum. In entspannter und unaufdringlicher Atmosphäre besteht dort die Chance, anderen Menschen gelassen zuzuhören und mich dabei nicht nur in die Werte und Deutungen anderer Kulturen hineinzuspüren. Zusätzlich eröffnet der Subtext ihrer Gesprächsbeiträge oft genug auch den Zugang in die ganz eigene intuitive und selbstbestimmte Spiritualität der Gesprächspartner und lässt mich erahnen, auf welche Weise sie ihrem Leben einen Halt und einen Sinn stiften.

Akad. Direktor Dr. phil. Hans-Joachim Müller, Berufs- und Erwachsenenpädagoge der TUK, Freund des ESG-Zentrums und Hobby-Volleyballer

Als Mitarbeitende im Fachbereich Chemie der TUK, seit 1976 im Bereich der Organischen Chemie, begegnete uns menschliche Diversität bei Studierenden, Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und Professoren durch unterschiedliche Herkunft, Begabung und auch durch Verhaltensweisen in spannender Weise immer wieder neu.

Für uns als Naturwissenschaftler hat der Begriff noch eine andere Dimension: Chemische Diversität ist ein Maß für die Vielfalt von Molekülstrukturen und Synthese- und Analytikmethoden. Idealerweise erhält man durch eine diversitätsorientierte Synthese Ergebnisse über interessante neue Methoden, die im günstigsten Fall Strukturen für potenzielle Wirkstoffe darstellen.

Die chemische Diversität ist damit eng mit der biologischen verbunden, von der der Begriff ja ursprünglich stammt.

Dipl.-Chem. i.R. Annemarie Heydt, Leiterin der Analytikabteilung und FB-Frauenbeauftragte, und Akad. Direktor i.R. Dr. rer. nat. Henry Heydt, ehemalige Lehrende im Fachbereich Chemie (Mitarbeitende der Arbeitsgruppen Regitz und Hartung)

 

Diversity is one of the most intriguing paradoxe (we are all the same but also different and unique).

It is only possible when we are able to see each other as equal while accepting and respecting the differences between us.

At the TU Kaiserslautern diversity is a reality.
Here coexist all these people from different colors, nationalities, cultures and religions, it make one feel like the world has become smaller.

Gael Nangue, Bachelorstudent der Biowissenschaften, Kamerun

Ohne Diversität an der Hochschule gäbe es STUBE und meine Arbeit als Projektleitung gar nicht. Bei STUBE treffen Menschen unterschiedlicher Nationalitäten, Kulturen, Sprachen, Religionen und Studienrichtungen aufeinander, um gemeinsam über entwicklungspolitische Themen zu diskutieren und Handlungsmöglichkeiten für eine nachhaltige Entwicklung zu erarbeiten. Diese geballte Kraft an Diversität ermöglicht es uns, verschiedenste Perspektiven, Erfahrungen und Kompetenzen in unsere Arbeit miteinfließen zu lassen. Und ganz abgesehen davon ist Vielfalt alles andere als langweilig, sie macht Spaß und schenkt Freude.

Sophie Dauenhauer M.A., Leiterin des entwicklungspolitischen Studienbegleitprogramms (STUBE) Rheinland-Pfalz/Saarland für Studierende aus Afrika, Asien, Lateinamerika und Osteuropa, Bildungsveranstaltungen und Kampagnenarbeit u.a. in Zusammenarbeit mit ESG und KHG

Luis: Wie mein Leben auf dem Campus ist? In Wahrheit kann ich sagen, dass mein Leben auf dem Campus komplett anders ist als im Vergleich zu meiner Universität in Venezuela. Die Studierenden der TUK haben viele Möglichkeiten, die für sie jederzeit zur Verfügung stehen. Sowohl die Studierenden als auch die Mitarbeitenden und Gäste können in der Mensa jeden Tag Mittagsessen einnehmen. Dabei spart man wirklich viel Zeit und jeder kann sich in seiner Forschung, bei der Arbeit oder beim Studium besser konzentrieren. Akademische- und psychologische Beratungen stehen immer zur Verfügung, falls jemand irgendwelches Problem im Studium oder zu Hause hat.

Cómo es mi vida en el campus de la universidad? En realidad puedo decir, que mi vida en el campus es completamernte diferente en comparación a mi universidad en Venezuela. Los estudiantes de la TU KL tiene muchas posibilidades que siempre están para ellos disponibles. Tanto los estudiantes como los trabajadores e invitados pueden comer su almuerzo todos los días en el comedor. Con ello se ahorra veraderamente mucho tiempo y puede cada quien concentrarse en su investigación, o en el trabajo o en el estudio. Consejos académicos y psicológicos están siempre a la disposición, en el caso que alguien tenga algún tipo de problema en el estudio o en casa.

Luis: Wie ich mit anderen zurechtkomme? Normalerweise habe ich ohne Probleme auf Deutsch Kontakt mit den Menschen. Manche gehen davon aus, dass ich als Ausländer nur ein bisschen Deutsch kann und sie fangen automatisch an, mit mir Englisch zu reden, aber sobald ich Deutsch weiter spreche (ohne die Sprache zu ändern), bleiben sie gern im Gespräch auf Deutsch. Das ist genau mein zweiter Monat als Student an der Uni und ich kann sagen, dass man am Anfang viele Information bekommt, weil man lernen muss, wie das Uni-System funktioniert. Nach ein paar Monaten erwarte ich, mich besser daran gewöhnen zu können.

Cómo me entiendo con las demás personas? Normalmente tengo contacto con las personas sin problema en alemán. Algunos suponen que yo como extranjero puedo hablar solo un poco de alemán y empiezan automaticamente a hablarme en inglés, pero a penas yo continúo hablando alemán ( sin cambio de idioma), permanecen ellos en conversación conmigo en alemán. Este es exactamente mi segundo mes como estudiante en la universidad y debo decir, que al principio se recibe mucha información, porque se debe aprender como el sistema de la universidad funciona. Después de un par de meses espero poder adaptarme mejor.

Luis Alfredo Sanchéz Marin, Maschinenbaustudent, Venezuela, und María Sol Gómez, Mathematikdoktorandin, Argentinien

Diversity ist Leben und Natur. Sie ist immer da und uns doch oft nicht bewusst. Diversity ist anstrengend und fordert uns heraus.

Katrin Kuhnert M.A., Studierenden Service Center (SSC), Betreuung internationaler Studierender und Wissenschaftler*innen

An der TUK und in dem ESG-Zentrum begegnen sich Menschen mit unterschiedlichen Hintergründen, kommen miteinander ins Gespräch und bereichern sich gegenseitig.
Ich finde die Vielfalt in der Mathematik und anderen Wissenschaften sehr beeindruckend mit den zahlreichen Forschungsgebieten und interessanten Anwendungen. Nicht zuletzt bedeutet Vielfalt auch die vielen (beruflichen) Möglichkeiten, die sich den Studenten und Absolventen heute bieten.  

Dr. rer. nat. Benedict Baur, ehemals Mathematikstudent und Doktorand an der TUK und ehrenamtlich Mitarbeitender im studentischen Beirat des ESG-Zentrums

„Diversity“ und TU Kaiserslautern? Zunächst die persönliche Wohlfühlperspektive: „Wir alle sind gleich, und auch sehr verschieden“ (aus dem brasilianischen Lied „Que Nem a Gente“ von Celso Viafora).

Diversity kann nur mit größtmöglichen Respekt voreinander gelebt, um als Bereicherung erfahren zu werden. Ob Putzmann oder Präsidentin, von sehr weit weg oder von um die Ecke, es gibt uns eben und wir müssen miteinander auskommen. Und das machen wir an der TUK – verglichen mit anderen Orten – schon mal ganz ordentlich.

Die etwas weitere Perspektive: Was ist mit der anhaltenden Vernichtung von Diversity – im Denken durch den neu erstarkten freilaufenden rechtsbraunen Wahnwitz, im Umgang mit anderen Kulturen und Gegenden, die Idee, dass unsere technologieabhängige Lebensweise die einzig richtige ist und die damit einhergehenden Öko- und Genozide durch Gier nach Rohstoffe mit all den dramatischen Folgen für uns alle?

„Universitas“ wirft für mich die Frage auf, wie verhält sich unsere Universität zum Ganzen? Was ist unser Output, was sind die Folgen unseres Tuns? Sind wir an dieser Stelle genau und vor allem ehrlich genug mit uns selbst? Universitäten haben den Anspruch, Zukunft zu gestalten. Welche Zukunft ist eigentlich gemeint? Ich hoffe, eine, in der es den Begriff „Diversity“ noch gibt…

Hubert Groß, Dipl.-Soz.päd., zuständig für das Krisenmanagement an der TUK, ehemals Geschäftsführer der Indigenenhilfsorganisation Associação UIRAPURU in Brasilien

„Diversity“ ist überall in unserem Leben. Sie ist nicht nur in unseren Sachen, in Essen und Farben, sondern auch in Meinungen. Ohne Diversität können wir nicht leben und das Leben kann sich nicht entwickeln.
In der TU Kaiserslautern gibt es viele Studentinnen und Studenten aus vielen Ländern mit verschiedenen kulturellen und religiösen Hintergründen.

Als AStA -Referent für Internationales organisiere ich mit Hilfe der Islamischen Hochschulvereinigung (IHV), der Evangelischen Studierendengemeinde (ESG-Zentrum), der Katholischen Hochschulgemeinde (KHG Kaiserslautern) und der Studentenmission in Deutschland (SMD) das „Café Abraham“, wo wir einen Teil der „Diversity-Studierenden“ auf dem Campus erreichen können.

Omar Alali, Student Bauingenieurwesen an der TUK, AStA-Referent Internationales und Hausbewohner im ESG-Zentrum, Syrien

 

 

Das Diverse ist das Andere, das Vielfältige und uns Fremde. Deshalb beginnt der Umgang mit Diversity bereits in unseren Alltagsbeziehungen, indem wir lernen und üben, das Gegenüber von seiner Lebenswelt und seinen Erfahrungen her zu verstehen und es nicht durch unsere Brillen zu sehen, einzuordnen und zu beurteilen.

Prof. Dr. Dr. h.c. Rolf Arnold, Professor für Pädagogik (insbesondere Berufs- und Erwachsenenpädagogik) und Wissenschaftlicher Direktor des Distance and Independent Studies Center (DISC) der TUK

 

Ich heiße Frank Eric Mbouga und bin in Kamerun geboren. Ich studiere Informatik in Kaiserslautern. Hierher nach Deutschland fürs Studium zu kommen, ist eine Erfahrung, die man einfach nur ausprobieren sollte! Die Kultur in Deutschland ist besonders schön und unterscheidet sich von dem, was jeder Ausländer sich höchstwahrscheinlich denkt.

Die Technische Universität Kaiserslautern ist nach meinem Besuch in allen großen Städten, vielleicht außer München, die beste Universität, die ich jemandem empfehlen kann. By the way, ich fordere alle interkulturellen Studenten dieser TU auf, möglichst viele Leute in ihren Heimatländern zu ermutigen, sich für ein Studium an der TUK zu entscheiden. Wir sprechen von: ,,Making the Technical University of Kaiserslautern great!“

Frank Mbouga, Informatikstudent, Kamerun

The journey, i have started in Germany three years ago, is the combination of different experiences and learning about different religions, culture, and languages.

It has been a good experience for me.

Diversity plays a vital role in our daily lives and being an international student and participating in different cultural and religious activities. I have learned lots of things about tolerance, respect individuality, and TUK has played a positive role in my daily life.

Eman Eman, Studentin im Masterstudiengang Informatik, Specialization: Intelligent Systems, Pakistan

Die Welt ist eins, und sie ist rund. Gibt es etwas Rundes, was Grenzen kennt?

Die Grenzen bestehen nur in den Köpfen, und es geht in der Welt nur miteinander.

Ein „Gegeneinander“ führt ins Chaos, ein "Miteinander" ins Leben.

Ulf Bijewitz, Hausmeister im ESG-Zentrum, Busfahrer bei Freizeiten und Computerfreak

 

 

 

Die Vielfalt auf der Welt ist nicht zu übersehen. Seit jeher haben die Menschen erkannt, dass es verschiedene Völker, Religionen und Menschen gibt, deren Existenz aber alle voneinander abhängig ist. Ein harmonisches Zusammenleben dieser großen Vielfalt ist meiner Meinung nach unentbehrlich für eine gerechte, friedliche Welt.

Pacifique Muhoza, Student

Einheit und Zusammenhalt sind Schlüssel für ein erfolgreiches Leben. Diversität spielt für mich eine entscheidende Rolle für diese Einheit. Als ruandischer Student fühle ich mich an der TU Kaiserslautern gut aufgehoben, weil hier Diversität gelebt wird.

Janvier Dusengimana, Student

Ich finde es gut, wenn Menschen aus unterschiedlichen Nationen zusammenarbeiten. Als ruandischer Student freue ich mich über Diversität an der TUK. Gemeinsam können wir Gedanken austauschen und kreative Ideen für unsere gemeinsame Zukunft voranbringen. In der KHG habe ich viele internationale Studenten kennengelernt, mit denen ich mich auch im christlichen Glauben verbunden fühle.

Emmanuel Bazambanza, Student

Die Welt ist bunt. Alle Menschen sollen sich aktiv in die globale Gesellschaft einbringen. Deshalb ist Diversität kein Problem, sondern eine Chance. Vor allem sollten wir darauf achten, unsere Umwelt zu schützen. In meinem Heimatland Ruanda gibt es ein Plastiktütenverbot. Könnte auch für Deutschland beispielgebend sein.

Moise Nbayambaja, Student

Diversität bedeutet für mich, dass wir alle Teil dieser Welt sind. Nur gemeinsam sind wir stark. Unsere Aufgabe ist es, Frieden in der Welt Wirklichkeit werden zu lassen.

Ich finde es wichtig, dass es an der Universität Gruppen gibt, in denen sich unterschiedliche Menschen treffen können um über Dinge zu sprechen, die nicht im Studium vorkommen. Ich selbst bin in der KHG, wo ich mich jederzeit mit Freunden austauschen kann. 

Claver Ijamuremye, Student

According to me Diversity is understanding and recognizing the individual differences irrespective of the religion, colour, race, age, pysical abilities, finacial status, etc.

It can be practiced by giving people choice and believing in their capabilities to perform activities in a team.

Padmapriya Lakshmansamy, Studentin Computer Science, Fachbereich Informatik, Indien

 

 

I myself come from a small country, Nepal, which is rich in diversity since Nepal has more than 100 ethnics groups with their own languages, cultures, fashions.

When I joined TUK in 1989 as a master student in Industrial mathematics, I again found 

the diversity in my classmates. Together with German classmates we were 10 other students from 10 different countries. Together we cooked, sang, danced and discussed such that we did not have the homesickness. I find the diversity is a important aspect of my personal life.

Sudarshan Tiwari, Ph.D., AG Technomathematik, Mitbegründer und Geschäftsführer des „Namaste – Deutsch-Nepalesischen Freundeskreises e.V.“, Kaiserslautern

Diversity helps in knowing different cultures, different practices, different traditions and different beliefs. All these things will only make an individual more open minded and much tolerant to the fellow beings and make a person more adaptable in this dynamic world.

There are several organizations that have a diverse nature. Having associated with ESG center for quite some time i could feel it is a truly diverse organization consisting a great mix of people from different cultures, faiths etc., and promoting events of this nature.  

Arjun Rao Dwarapureddy, Student im Masterstudiengang Fahrzeugtechnik, AStA-Referent im Referat Internationales und Antirassismus der TUK, Indien

 

 

Wenn es um Diversität geht versteht man unterschiedliche Begriffe, zum Beispiel Alter, Geschlecht, Land, Kultur usw. Von meiner Seite verstehe ich Vielfalt an der TU Kaiserslautern als die Diversität von Ideen und Chancen.

Jeder Student, jeder Professor und sogar jeder Mensch kann was Neues mitbringen. Als Student aus Palästina finde ich ganz wichtig, Respekt zu anderen Kulturen und Ideen zu haben.

Wenn man die anderen Ideen respektiert und die unterschiedlichen Kulturen beachtet, haben wir eine großartige Gesellschaft und wir können zusammen neue Ideen entwickeln und Probleme lösen. Wenn es Vielfalt gibt, man weißt mehr über sich selbst und über die anderen. Diversität ist unsere Macht.

Ramadan Hajjeh, Student im Studiengang Wirtschaftsingenieurwesen mit Schwerpunkt Maschinenbau, Palästina

 

 

 

Wir Menschen brauchen Schubladen für unser Denken. Ganz automatisch ordnen wir Menschen und alltägliche Situationen in unsere Schubladen des bisher Erlebten ein. Das ist eine Grundnotwendigkeit unserer Existenz. 
Die Beschäftigung mit der Diversität erinnert uns daran, dass wir noch ein paar leere Schubladen bereit halten sollten für Neues, Anderes und Unbekanntes. 

Guido König, Hochschulseelsorger, Katholische Hochschulgemeinde Kaiserslautern

Diversity (Diversität), eine Welt der Vielfalt der biologischen Arten innerhalb eines Lebensraumes, in einer großen Artenmannigfaltigkeit, so beschreibt es die Biologie. Übertragen auf die TUK leben in diesem „ Lebensraum“ Menschen interaktiv zusammen, verschiedene Kulturen, Sprachen, Religionen treffen hier aufeinander. Diese Gemeinschaft funktioniert nur mit Respekt und Wertschätzung füreinander, denn alle möchten diesen „Lebensraum“ TUK optimal für sich nutzen, sei es zum Studium, als Arbeitsstelle oder in der Freizeitgestaltung.

Personalrat, Eric Benneward und Beatrix Weber

Diversität bedeutet für mich als Mutter eines kleinen Säuglings genau so weiter studieren zu können wie davor.

Nathalie Heiß, Wissenschaftliche Mitarbeiterin und Dozentin

Das DISC steht nicht nur für Diversität in Alter und Geschlecht bei unseren Mitarbeitenden, sondern auch für eine Fachbereichsvielfalt von der Studierende unterschiedlichster Nationalitäten profitieren.

Christ sein bedeutet für mich mehr als in die Kirche zu gehen. Das ist eine echte Beziehung zu dem Retter und Erlöser der Welt: Jesus. Meine Bekehrung war die beste Entscheidung, die ich in meinem Leben traf. Das war der Anfangspunkt in einem Abenteuer, das mir jeden Tag Freude gibt.

 

Stephanie Bayou Nya, Bauingenieurstudentin und Hausbewohnerin im ESG-Zentrum, Kamerun

 

Gelungene Diversität an der Technischen Universität Kaiserslautern heißt für mich, dass wir uns unabhängig von unserer Herkunft, unseres Geschlechts, unseres Glaubens, unserer politischer Überzeugungen und unseres Lebensentwurfs mit Neugier und Begeisterung den wissenschaftlichen Fragestellungen widmen und uns dafür einsetzen, dass wir dies auch in Zukunft frei von Einschränkungen tun dürfen.

Und wirklich gelungen ist die Diversität dann, wenn wir darüber hinaus ins Gespräch kommen, anderen Meinungen Gehör schenken und diese, auch wenn wir sie für uns selbst nicht akzeptieren, so doch tolerieren.

Prof. Dr. Georg von Freymann, Physiker, Arbeitsgruppe Optische Technologien und Photonik, Fachbereich Physik, ehrenamtliche Mitarbeit im Presbyterium der Kaiserslauterer Stiftskirchengemeinde und in der Bezirkssynode

 

In meiner wissenschaftlichen Arbeit erfahre ich, dass Materie untrennbar mit Schwingungen verbunden ist. In der Musik erlebe ich, dass Schwingungen eine Brücke zur Ewigkeit schlagen.

Wenn die Meister vergangener Jahrhunderte so lebendig zu uns reden, dann verliert die eigene Endlichkeit ihre Schwere.

Prof. Dr. rer. nat. Helmut Sitzmann, Chemiker (Anorganische Chemie), nebenamtlich Organist in der Friedenskirche im Uniwohngebiet, auch bei den Universitätsgottesdiensten

 

 

Diversity, Vielfalt ist doch eine wunderbare Eigenschaft unserer Welt.

Es ist ungeheuer bereichernd, Menschen aus anderen Kulturen zu treffen. Wieviel haben wir doch gelernt von den über 100 jungen Wissenschaftlern, die zwischen 1988 und 2000 aus allen Teilen der Welt zu uns kamen, um „Industrial Mathematics" zu studieren – und wieviel Freude haben uns die Begegnungen mit ihnen bereitet. „Vielfalt macht das Leben bunt, sie ist ein Geschenk" schreibt Pfarrer Stief in dieser Schrift und ich kann ihm nur zustimmen.

Obwohl: Gilt das wirklich für alle Arten von Diversity? Wie, wenn wir uns nicht in Geschlecht, Hautfarbe, Herkunft oder Glauben unterscheiden, sondern in unseren politischen Meinungen? Empfinden wir wirklich Menschen mit einer ganz anderen politischen Weltsicht als Geschenk? Gilt das auch für solche, die selbst z.B. Menschen einer anderen Kultur als minderwertig ansehen? Nein, nicht jede Diversity ist erfreulich, nicht jede Vielfalt ist ein Geschenk!

Sicher aber ist: Was immer diese „anderen" denken und sagen, sie verlieren damit nie ihre Menschenwürde. Sie müssen denken können, was sie wollen und sie müssen fast alles auch sagen können. Das gilt auch für Meinungen aus den Extremen von links und von rechts. Ich freue mich gar nicht über sie, empfinde sie als eine Last – aber sie behalten ihre Rechte.

Das gilt auch für alle Menschen einer Universität. Viele von ihnen sind ein Geschenk, aber sicher nicht alle. Und wir müssen uns alle Meinungen anhören – auch wenn wir sie für völlig falsch halten.

Nein, halt: Natürlich nicht in der Mathematik, denn da weiß man, Gott sei Dank, was wahr und falsch ist. Auch deshalb ist es ein wunderbares Fach – in der Vielfalt der Fächer dieser Universität.

Prof. em. Dr. Dr. h.c. mult. Helmut Neunzert, Professor für die mathematischen Grundlagen von Physik und Technik, Gründer des Fraunhofer Instituts für Techno- und Wirtschaftsmathematik ITWM

„Vielfalt ist die Würze des Lebens.“
(Ernst von Wildenbruch) 
Auch wir, die Studenteninitiative für Kinder Kaiserslautern e.V., bekennen uns zu Diversity und einem wertschätzenden und toleranten Miteinander. Im Rahmen unseres Engagements als studentischen Hochschulgruppe der TU Kaiserslautern für Kinder und Jugendliche haben wir tagtäglich mit Menschen unterschiedlichen Geschlechts, Nationalität und Ethnie, Religion und Weltanschauung, sexueller Orientierung, kurz gesagt vielen einzigartigen Individuen mit ihren jeweils spezifischen Biographien zu tun, die ihren ganz individuellen Blick auf die Welt haben. Genau darin besteht die „Würze“ der Vielfalt als Chance im miteinander und voneinander Lernen und unterstützen. Das gemeinsame Ziel unserer Ehrenamtlichen ist es, einen Beitrag zur Bildungsgerechtigkeit zu leisten, indem Kindern und Jugendlichen aus sozial benachteiligten Familien u. a. kostenlose Nachhilfe offeriert wird. Gelebte Toleranz und Offenheit sind hierfür essentiell und bereichernd zugleich. Die TUK ist bunt, so wie das Leben.

Studenteninitiative für Kinder Kaiserslautern e. V.

Imagine, there is only one season in the nature. How do you feel like?
Diversity added a new dimension to our way of living. It expands our thoughts, enables us to accept others. We learn to show respect to others opinion, culture, belief etc. That is how we become more human.

Shahnewaz Shuva, ehemaliger Masterstudent in Mathematik und Mitarbeiter im ESG-Rat, Bangladesch

Die TUK ist eine internationale Universität und begreift diese Internationalität als große Chance, um die Universität für die Zukunft zu stärken. An der TUK studieren Menschen aus 120 Ländern. Diese kulturelle Vielfalt ist unser Reichtum.

„Stärke liegt in Unterschieden, nicht in Ähnlichkeiten.“ (Stephen R. Covey)

Arthur Harutyunyan, Dipl.-Math. Oec.
Mitarbeiter der Abteilung Internationale Angelegenheiten (ISGS

Für mich ist „divers“ das Gegenteil von „langweilig“!

Birgit Schlicher
Leiterin Hauptabteilung Z – Zentrale Dienste / TUK

From a very young age, it has been a big, yet almost unrealistic dream of me, to meet people from all over the world, discover different cultures, traditions, languages. I tried to make my dream a plan, and started to work on it to make it true. As the first step, I started to learn English. I have been known as a crazy girl” among my schoolmates for following those very rare foreigners from USA, Great Britain, Germany and France visiting my country. I was trying to use every single chance to be acquainted and communicate with them. It was a pleasure to talk to them, to hear their sweet original speeches. Financial situations was one of the challenges for me to continue working on my plan. After several trials of applying to Exchange programs, I finally got a chance. The first country I discovered was Italy, a year later, Germany. My dream has come true. It was one of the happiest moments of my life. Being an international student at an Italian and German Universities, I met people from different countries and found many international friends.

After having discussions with all of my international friends during the lunch breaks and come-together events, I have discovered how much diverse we were – different religions, different cultures, different visions, different etiquettes etc. Since I come from a Muslim, conservative” with respect to traditions-family, my aspects sometimes were facing conflicts with some owned by my friends. We had often debates on which those aspects were right and which were making less sense. There were different opinions from each of us. Some of us tried to make the others to understand and accept the way they see the things, because the other ways were contradicting the things we were taught and following all our lives. In fact, at the end of our discussions, everybody continued standing his/her own point. In spite these differences, we managed to live very close together, having fantastic tasty meals together among many other activities. We all became like a family. In practice, we never felt we were different.

I will never forget how my international friends were supporting me when I was having difficulties. They were so sincere and kind to me that I made my conclusion: no matter of what color, ethnicity, traditions, religion, country we have, we can live, support, have a lot of fun and be happy together! My definition of the word diversity would be: It is a challenge to get united, no matter who we are and it is good to have it with only one golden rule assigned to it, and the rule is: Respect each other and be kind to each other.”

Aziza Yormirzaeva, ehemalige Masterstudentin in Mathematik und Stipendiatin von Brot für die Welt/Evangelischer Entwicklungsdienst, Tadschikistan

Diversity is the magic about all of us, which we learned at the ESG-Center. We see the most suitable example of diversity is the ESG-Center, which represents all religions, cultural and linguistic diversities. The life would be boring without diversity. Strength lies in difference rather than similarities. Diversity makes our mind broad. This all facts make diversity beautiful.
Another example of diversity can be our country Nepal, which is a land of unique diversity. Nepal is being small country with varieties of physical features and cultural patterns. Even though we spend our most time at the place, which represents diversity, we still need to learn a lot about it.

Naveen Kumar Mahato
Doktorand in Mathematik mit Frau Biva und Sohn Nabyansh, Nepal

Diversity means understanding that each individual is unique, and recognizing our individual differences. This can be along race, ethnicity, gender, age, physical abilities, religious beliefs, political beliefs etc.

Roselyne June,
Masterstudentin Informatik/Computer Science, Kenia

Als Stellvertreter der VASK habe ich gelernt, dass man Vorurteile, die man zu anderen hat, vergessen muss, und andere selbst kennenlernen muss.

So können wir zusammenleben, Schwierigkeiten zusammen überwinden und eine bessere Welt aufbauen.

Varel Temate
Bachelorstudent Maschinenbau/Mechatronik, stellv. Vorsitzender der Vereinigung der Afrikanischen Studierenden in Kaiserslautern (VASK e.V.), AStA-Referent für Internationales, Kamerun

Für mich ist der Hinduismus ein praktisches Wissen, das mir den richtigen Weg zeigt, um meine tägliche Lebenssituation zu bewältigen. Er inspiriert mich dazu, weiterhin Geduld zu haben und weiterhin Karma zu tun.
Mein Karma muss immer für das Wohl der Lebewesen sein, unabhängig von ihrer Herkunft.
Wahrheit, Liebe, Respekt, Disziplin und Hilfe sind die wichtigen Dinge, die ich vom Hinduismus lerne.

Emil Gupta
Masterstudent Commercial Vehicle Technology, Nepal

Diversity is normal. It helps us finding talents, skills, experiences and creates innovation throughout the world.

Mohammad Abdus Samad
Masterstudent in Mathematik, Bangladesch

Wie viele Menschen nehmen das Rauschen des Meeres, den Sonnenuntergang, die Blütenpracht des Gartens zwar optisch wahr, betrachten die tägliche Fürsorge in der Familie und die Zuneigung eines Menschen als selbstverständlich, ohne diese täglichen Erfahrungen zu einem inneren Erleben und damit zu Glückmomenten werden zu lassen! Wichtig ist also das Bewusstmachen der kleineren und größeren Glücksmomente des Alltags.

Was wäre die Welt ohne Liebe!

Prof. em. Dr. Joachim Münch
Berufspädagoge und Erwachsenenbildner, Gründungsprofessor der Universität Kaiserslautern

Diversität äußert sich schon in der unterschiedlichen Definition dieses Begriffs. Für die einen ist es nur die Gleichberechtigung zwischen den Geschlechtern, für andere der Umgang mit unterschiedlichen Kulturen und für viele ist es einfach ein Synonym für Vielfalt. Unabhängig, was unter Diversität verstanden wird, es hat immer mit Menschen zu tun. Glücklicherweise sind alle Menschen verschieden und doch haben sie überall auf der Welt vergleichbare Grundbedürfnisse. Jeder Mensch will als Individuum wahrgenommen und respektiert werden. Jeder Mensch möchte Leistung zeigen und dafür anerkannt und wertgeschätzt werden. Menschen wollen anerkannt werden, so wie sie sind! Deshalb heißt für mich Diversität Menschen zu respektieren, jeden Menschen. Und sich auch in Demut gegenüber anderen zu üben. Denn es gibt kein ‚besser‘ oder ‚schlechter‘, es gibt nur Diversität – was für ein Potential!

Dr. Dieter Wagner
Vorsitzender des Kuratoriums der TUK, Chemiker, ehemals u.a. Präsident der BASF in Argentinien

Vielfalt macht das Leben bunt, sie ist ein Geschenk – das habe ich auf dem Campus und im ESG-Zentrum schnell gelernt. Es gibt nichts besseres, als dass Menschen unterschiedlicher Herkunft, unterschiedlichen Glaubens oder unterschiedlicher Weltanschauung miteinander ins Gespräch kommen, sich austauschen und akzeptieren lernen. Über Religions- und Konfessionsgrenzen hinweg.

Zum interreligiösen und interkulturellen Dialog, da bin ich mir ganz sicher, gibt es keine Alternative – er muss gewollt sein. Wir haben noch viel zu lernen.

Studierendenpfarrer Eckart Stief
Theologe und Politikwissenschaftler, Leiter des ESG-Zentrums an der TUK

Wir mussten und müssen mit Andersartigkeit im Denken und Handeln umgehen, um so die gegenseitigen Stärken kennenzulernen und zu nutzen.
Dies kann manchmal schwierig sein, meist ist es bereichernd. Diversität bietet uns die Möglichkeit, neue Perspektiven kennenzulernen, neue Argumente zu hören und zu durchdenken, neue Lösungen zu finden und vieles anderes mehr. Kurzum: Wir lernen voneinander und miteinander. Da Universitäten Orte des gemeinsamen Lernens sind, gehört die Diversität auf die Tagesordnung. Heterogenität sollte damit nicht mehr nur eine Herausforderung für gutes Lehren und gelingendes Lernen darstellen, sondern als Ressource verstanden und genutzt werden.
Gleiches ließe sich für die Forschung sagen. Wir greifen in unserer Arbeit auf Forschungsergebnisse anderer zurück, betrachten deren Nutzen für die eigene Arbeit, wählen aus, nutzen diese und stellen zugleich unsere Ergebnisse anderen zum kritischen Diskurs zur Verfügung. Ohne diese Verknüpfung gäbe es keinen (wissenschaftlichen) Fortschritt.
Das heißt: Für eine Universität MUSS Diversität innerhalb und außerhalb der Institution immer integraler Bestandteil sein, will sie in Lehre und Forschung erfolgreich sein und ihrem Auftrag gerecht werden.

Dr. Lars Kilian

 

 

Wie gehen wir miteinander um? Respektieren wir andere Sichtweisen, können wir uns in andere hineinversetzen? Diversität hat viele Facetten, viele Dimensionen, die ineinander greifen. Sichtbar sind an der Universität, auf dem Campus die unterschiedlichen Geschlechter, sichtbar sind international Studierende, sichtbar sind auch diejenigen, die mobilitätseingeschränkt sind. Weniger sichtbar sind unsere inneren Werte, Wünsche und Vorstellungen. Weniger sichtbar sind auch unsere Kommunikation und ein respektvolles Miteinander. Als Leiterin der Stabsstelle SFGF (Gleichstellungsbüro) wünsche ich mir eine Offenheit für andere Sichtweisen, in Diskussionen andere Vorstellungen auch einmal stehen lassen zu können, die gemeinsame Suche nach Lösungen im Alltag – insbesondere, wenn es um strittige Themen wie Gender und Gleichstellung geht.

Dr. Cornelia Rövekamp, Leiterin der Stabsstelle Gleichstellung, Vielfalt und Familie

Was ist für mich Diversität oder Vielfalt? An der Uni kommen Menschen unterschiedlichsten Alters, Geschlechts, Herkunft, mit unterschiedlichsten Weltanschauungen und Bildungshintergründen und/oder mit Behinderungen zusammen. Die Uni lebt von und mit dieser Vielfalt. Möglich wird dieses durch einen wertschätzenden und respektvollen Umgang miteinander und einer gelebten Toleranz.

Dr. Sandra Wolff, Nano Structuring Center

Ich habe einmal einen Diskussionsteilnehmer sagen hören, die Welt sollte man nicht ‚schwarz-weiß‘ sehen, worauf ein anderer entgegnete: ‚Nein, sie ist grau‘, in Graustufen eingeteilt. Darauf erwiderte eine andere Person: ‚Nein, sie ist bunt!‘
Diversity bedeutet für mich, dass es nie ‚zu bunt‘ zugehen kann. Ich erlebe in der Katholischen Hochschulgemeinde (KHG) diese Vielfalt unter anderem durch unsere Partnerschaften. Wir treffen uns regelmäßig mit Studierenden aus Metz und Ruanda. Erst im letzten Semester waren wir wieder in Afrika, denn eine Partnerschaft lebt davon, sich immer mehr kennenlernen und besser verstehen zu wollen.
Eine Universität, die sich divers-bunt aufstellt, zeigt für mich, was Lernen letztlich ausmacht: Sich auf Fremdes (und Fremde) einzulassen und dadurch den eigenen Horizont zu erweitern. Ich bin jedenfalls für jeden Farbfleck in dieser bunten Welt dankbar. Schwarz-Weiß-Seher nehmen diese Facetten und Farben leider nicht wahr. Nicht zuletzt schützt ‚diversity‘ für mich also vor einem ausgrenzenden Schwarz-Weiß-Denken. Es geht um Einheit in Vielfalt.

DDr. Stefan Seckinger, Katholische Hochschulgemeinde Kaiserslautern

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