Nachhaltigkeit an der TUK

Betrieb - Operations

 

 

GRI 200 Economic

GRI 204 (G4-EC9) Procurement Practices

 

An der Technischen Universität Kaiserslautern (TUK) werden jeden Arbeitstag (210 Tage im Jahr) normiert auf A4-Papier Standardpapiere in folgendem Umfang genutzt:

  • 76.500 (13,5 Mio pro Jahr) Blatt A4-Papier in 
  • 155 Packungen mit einem Gewicht von 
  • rund 375 kg (63,7 t pro Jahr) Papier

Zusätzlich kommen die folgenden Mengen an Hygienepapieren zum täglichen Einsatz:

  • 333 Rollen Toilettenpapier mit einem Gewicht von rund 33 kg (6,9 t pro Jahr)
  • 4.050 Zick-Zack Papierhandtücher mit einem Gewicht von rund 8 kg (1,7 t pro Jahr)

papierweN.de - Die Papierwende an der TUK

Die Umstellung von Standardpapieren auf 100% Recyclingpapier mit den hohen Standards des Gütezeichens Blauer Engel und den Empfehlungen des Umweltbundesamtes zum maximalen Weißegrad von ISO80 ein aufwendiges Projekt papierweN.de, das durch die Freiwilligen der Hochschulgruppe FUTURE Nachhaltigkeit zum Jahresende 2016 gestartet wurde. Unter Federführung desNachhaltigkeitsbüros und in intensiven Diskussion mit den beteiligten Akteuren der TUK und aufwendigen Testläufen wurden innerhalb von nur 18 Monaten die Rahmenbedingungen für den vollständigen Bezug von kompromisslos nachhaltigem Papier ab dem 1. März 2018  geschaffen. Natürlich werden die Restbestände an anderen Papiersorten in einem Übergangszeitraum aufgebraucht.

Die Zentralen Dienste der TUK haben schon einige Zeit zuvor die Umstellung von allen Hygienepapieren (Toilettenpapier und Zick-Zack Papierhandtüchern) auf 100% Recyclingpapier zertifiziert mit dem Blauen Engel vollzogen.

An der TUK kommen damit nun fast ausschließlich 100% Recyclingpapiere zertifiziert mit dem Blauen Engel (oder gleichwertige Nachweise) zum Einsatz:

  • Standardpapiere: A3, A4, Briefbögen
  • Visitenkarten
  • Briefumschläge
  • Hygienepapiere: Toilettenpapier, Zick-Zack Papierhandtücher

Nachhaltige Beschaffung

Das Nachhaltigkeitsbüro der TUK arbeitet im Projekt beschaffungsweN.de eng mit der Zentralen Beschaffungsstelle des Landes Rheinland-Pfalz zusammen. Die für alle Öffentlichen Auftraggeber (ÖA) landesweit verfügbaren Rahmenverträge wie hier zu Papieren zeigen wie ein gemeinsames Vorgehen und professionelle Verfahren mit klaren Nachhaltigkeitskriterien sowohl die planetaren Ressourcen schont und Verwaltungen einen organisatorischen Mehrwert gewinnen. Durch die vereinfachten und standardisierten Verfahren bei der Beschaffung und die zentral überwachten Vergabekriterien können sich Beschaffungsstellen und Verwaltungen besser auf andere Herausforderungen fokussieren.

__________

Datengrundlagen

  • RHRK: alle Drucke der Multifunktionsgeräte und zentraler Druckservice (genaue Zahlen liegen Stichtagsbezogen vor)
  • HA 5.6: Bedarfe der Abteilung Foto-Repro-Druck (bis 2017 überschlagen)
  • HA 2.3: Bedarfe an A4, A3, Visitenkarten und Standard-Druckbögen der Abteilung Foto-Repro-Druck sowie ggf. weiterer Bedarfstragender (ab 2018 genaue Zahlen liegen Stichtagsbezogen vor)
  • Nachhaltigkeitsbüro: eigene Recherche, Berechnung und Prüfung

 

Das Studierendenwerk Kaiserslautern kümmert sich um die Rahmengestaltung des Studiums als Dienstleistungsunternehmen, welches sich durch Eigeneinnahmen, Sozialbeiträge und Zuschüssen des Landes Rheinland-Pfalz finanziert. Hierzu gehört unter anderem die Hochschulgastronomie mit Mensa und Cafeterien, die sich um die Verpflegung der Studierenden und Mitarbeitenden kümmern.

Alle Speisen werden aus hochwertigen und, soweit möglich, regionalen Zutaten zubereitet. Seit 2013 wird ausschließlich fair gehandelter Kaffee aus ökologischem Anbau angeboten. Bei der Auswahl der Lebensmittel spielen Herkunft, Trans­portwege sowie Erzeugungs-und Produktionsmethoden eine wichtige Rolle. Beim Einkauf wird bewusst auf kennzeichnungspflichtige gentechnisch veränderte Produkte verzichtet und es kommen insbesondere Produkte mit Siegeln (Fairtrade- oder MSC-Siegel) zum Einsatz.

In der hauseigenen Bäckerei werden Bio-Backwaren hergestellt, diese sind von der ABCERT AG nach der EG-Öko-Verordnung zertifiziert. Im Jahr 2016 wurden hier 250.000 Bio-Brötchen für Mensen und Cafeterien in Kaiserslautern produziert.

Durch die Zusammenarbeit mit dem Garten der Universität wird mittlerweile ein Großteil der in Mensa und Cafeteria verwendeten Kräuter direkt aus dem Fachbereichsgarten Biologie bezogen werden.

Auch beim Fleisch wird auf regionalen Bezug geachtet: Hier greift das Studierendenwerk auch auf die umliegenden Bundesländer zurück, da ein reiner Bezug der benötigten Menge aus der Pfalz (noch) nicht möglich ist. Desweitern beteiligt sich das Studierendenwerk an der Initiative „Käfigfreie Mensa“, was bedeutet, dass weder Schalenei noch Flüssigei aus Käfighaltung verwendet wird. Hiervon ausgenommen sind jedoch noch Fertigprodukte aufgrund mangelnder Kontrollmöglichkeit.

Jedes Jahr fallen rund 50 Tonnen an Essensresten an, was bedeutet, dass pro ausgegebener Portion durchschnittlich nur 50 g übrigbleiben. Hierzu zählen aber auch Abfälle aus dem Produktionsprozess wie Knochen, die nicht genießbar sind. Diese werden getrennt gesammelt und der lokalen Biogasproduktion bei der ZAK zugeführt.

__________

Datengrundlagen

GRI 300 Environmental

GRI 302 (G4-EN3 - G4-EN7) Energy

 

Aktuell bezieht die TUK ihren Bedarf an elektrischer Energie von den Stadtwerken Kaiserslautern (SWK). Der allgemeine Energieträgermix der SWK verzeichnet über die vergangenen Jahre einen steten Rückgang der Anteile von Kernenergie, von Erdgas und Kohle sowie sonstigen fossilen Energieträgern. Im Vergleich zum Energieträgermix in Deutschland verursachen die SWK rund ein Viertel weniger Treibhausgasemissionen als auch radioaktiven Abfall. Der Anteil der erneuerbaren Energien hat zwischen 2012 und 2016 um 16 % zugenommen, was unter anderem auf die Energiewende und die damit verbundene Förderung durch das Erneuerbaren Energien Gesetz (EEG) zurückgeführt werden kann.

Die TUK stellt derzeit keine Bedingungen an den Energieträgermix bei der Beschaffung elektrischer Energie.

__________

Datengrundlagen

 

Die durchschnittliche jährliche Nutzung elektrischer Energie an der TUK beträgt insgesamt 28.712.500 kWh. Pro Kopf entspricht dies 2.385 kWh pro Jahr. Bezogen auf den Bedarf eines herkömmlichen Ein-Personen-Haushalts in Deutschland entspricht dies der schlechtesten Effizienzklasse G.

Die Anzahl der Mitglieder an der TUK (ohne Fernstudierende) hat von 2009 bis 2016 um 19 % zugenommen, die Nutzung elektrischer Energie nur um 2 %. Die relative Nutzung, das heißt pro Kopf, hat somit über die Jahre um 14 % abgenommen.

Die Energienutzung entfällt auf eine Grundstücksfläche von 36 ha mit 56 Gebäuden und einer Gesamtnutzungsfläche der Gebäude von 190.000 m² im Jahr 2009 bzw. 196.000 m² ab dem Jahr 2015.

Durch die Arbeit in Lehr- und Forschungswerkstätten, einer Vielzahl von Versuchen, die gleichzeitig durchgeführt werden, und durch den teilweisen Betrieb am Wochenende hat die TUK allgemein eine hohe energetische Grundlast. Der Energiebedarf wird aber auch durch das Nutzerverhalten stark beeinflusst. So kann beispielsweise die zukünftige Umrüstung auf Bewegungsmelder sowie eine Sensibilisierung der Nutzer den Energiebedarf senken. 

 

Die Nutzung elektrischer Energie für die Kälteerzeugung an der TUK verzeichnet im Jahr 2015 einen Anstieg von 14 % im Vergleich zum vorherigen Jahr 2014. In der Energiezentrale wird als Transportmedium Wasser auf eine Temperatur von 6 °C heruntergekühlt. Dieses wird wie auch die Wärme für die Heizung auf dem Campus verteilt. In den Gebäuden dient das kalte Wasser dann zur Klimatisierung von Räumen und zur Kühlung von Geräten, um eine Überhitzung zu vermeiden.

Am 15.01.2015 wurde eine neue zentrale Kälteanlage in Betrieb genommen. Die Kälteerzeuger wurden erneuert sowie die komplette Kälteverteilung und die zentrale Leittechnik für die Steuerung der Kälteanlagen. Durch ein gesetzliches Verbot des Kältemittels in den bisherigen Turbokältemaschinen, durch Bedarfssteigerung und aus Effizienzgründen erfolgte der Bau der Anlage ab Mitte Mai 2013. Die Kühlleistung der Anlage erhöhte sich dabei von ca. 3,6 MW auf 5,2 MW. Zum Vergleich entspricht dies einer Kühlleistung von rund 17.300 großen Kühlschränken mit je 300 W Anschlussleistung. Damit könnte jedes Mitglied der TUK rund 1,5 Kühlschränke dauerhaft nutzen. Durch die Erneuerung und Optimierung der Kälteversorgung ergeben sich viele Vorteile: Verbesserung der wirtschaftlichen Betriebsführung, Austausch veralteter Technologien, Behebung von Problemen im hydraulischen Netz und Beseitigung von Netzengpässen.

Der Anstieg des Jahresbedarfs an elektrischer Energie von 1.432 MWh auf 1.627 MWh pro Jahr resultiert auch aus dem erforderlichen zusätzlichen Kältebedarf im Regionalen Hochschulrechenzentrum (RHRK) sowie für die Umstellung dezentraler Klima-Splitgeräte auf die effizientere zentrale Kälteversorgung und dient als Reserve für künftige Kälteverbraucher. Würden zum Vergleich alle 17.300 Kühlschränke der höchsten Energieeffizienzklasse A+++ entsprechen wäre ihr Jahresbedarf an elektrischer Energie (jeweils 200 kWh pro Jahr) in Summe mit 3.500 MWh pro Jahr mehr als doppelt so groß wie der Jahresbedarf der zentralen Kälteanlage. Dies ist ein klares Zeichen für die hohe Energieeffizienz der Kältenutzung auf dem Campus.

 

Der Gasverbrauch an der TUK ist von 2014 bis 2015 um 6 % gesunken, jedoch von 2015 bis 2016 wieder um 6 % gestiegen und beträgt über den betrachteten Zeitraum im Durchschnitt ca. 3.781.000 Normkubikmeter. Ein Normkubikmeter gibt das Gasvolumen bei bestimmten Bedingungen (Druck von 1,01325 bar und Temperatur von 273,15 K) an. Die zentrale Versorgung des Campus mit Wärme läuft über ein Erdgas betriebenes Heizwerk mit 32.000 kW thermischer Leistung.

Für 2018 ist die Anschaffung von zwei kleinen Mittellastkesseln und die Sanierung des Kesselhauses mit Regelungstechnik, Sicherungseinrichtungen und Pumpenanlagen angestrebt. Ebenfalls sollen zwei Blockheizkraftwerke mit einer Leistung von jeweils 1,0 MW zur zentralen Versorgung mit elektrischer und thermischer Energie eingesetzt werden, so kann ein Wirkungsgrad von 80-90 % erreicht werden. 

 

Insgesamt beträgt die korrigierte Wärmenutzung (Heizenergie und Warmwasser) jährlich durchschnittlich 45,1 Mio. kWh an der TUK. Korrigiert bedeutet, dass die Wärmenutzung von Witterungseinflüssen über das Jahr hinweg korrigiert wurden. Dies erfolgte mit Hilfe des Klimafaktors für Energieverbrauchskennwerte nach der Energie Einsparverordnung (EnEV) über die Gradzahltage des Deutschen Wetterdienstes für den Standort Saarbrücken.

2009 bis 2016 beträgt die Wärmenutzung durchschnittlich 3.746 kWh pro Kopf. Die Wärmenutzung pro Kopf hat kontinuierlich von 2009 bis 2015 abgenommen und dann von 2015 bis 2016 um 2 % zugenommen. Da die Wärmenutzung in der Regel nahezu unabhängig von der Anzahl der Personen ist, kann dies auf die Zunahme der Mitglieder der TUK im Vergleichszeitraum zurückgeführt werden.

 

Die Raumfläche hat an der TUK von 190.000 m² im Jahr 2009 auf 192.000 m² im Jahr 2010, 193.000 m² im Jahr 2013, 194.000 m² im Jahr 2014 und 196.000 m² im Jahr 2015 zugenommen. Die korrigierte (siehe oben) Wärmenutzung pro Nutzfläche der Gebäude liegt an der TUK bei einem durchschnittlichen Wert von 233,6 kWh pro m². Dies entspricht im gerade noch der zweitschlechtesten Energieeffizienzklasse G der Energieeinsparverordnung (EnEV).

Der Wärmebedarf der einzelnen Gebäude auf dem Campus der TUK findet sich weiter unten.

 

 

 

Die TUK, gegründet am 13. Juli 1970, umfasst 56 Gebäude die in direkter Nachbarschaft liegen und ist somit eine Campusuniversität. Die Mensa und die Wohnheime sind im Eigentum des Studierendenwerks Kaiserslautern, das ein öffentliches Unternehmen ist. Die Verwaltungsgebäude im Bereich 47 und 49 wurden in Public-Private-Partnership Projekten (PPP) errichtet und befinden sich im Eigentum der Firma Skipiol Immobilien. Der Eigentümer der Liegenschaft ist der Landesbetrieb Liegenschafts- und Baubetreuung (LBB).

Als öffentlich-rechtliche Institution orientiert diese sich der LBB bei Baumaßnahmen an der TUK im Allgemeinen an den Regeln für wirtschaftliches Bauen, die in §7 der Landeshaushaltsordnung geregelt sind sowie an den Richtlinien für die Durchführung von Bauaufgaben des Landes. Wesentliche Kriterien der Nachhaltigkeit wie Wirtschaftlichkeit, Lebenszyklusbetrachtungen und Wettbewerb sind dadurch abgedeckt. Darüber hinaus orientiert sich der LBB am Leitfaden für nachhaltiges Bauen des Bundes und strebt generell eine Zertifizierung nach dem „Bewertungssystem Nachhaltiges Bauen“ (BNB) an. Die LBB-eigene Richtlinie "Energieeffizientes Bauen und Sanieren", die Teil der LBB-Energieeinsparstrategie ist, ist außerdem handlungsleitend. Die Richtlinie wird mit der Weiterentwicklung der Energieeinsparverordnung (EnEV) jeweils fortgeschrieben und ist in ihrer vorliegenden Fassung an die seit dem 01.01.2016 geltenden erhöhten Anforderungen an Neubauten der EnEV vom 18.11.2013 angepasst. Grundsätzlich lassen sich die Baumaßnahmen an der TUK in Neubauten, Instandhaltung und Berufungsumbauten gliedern.

Im Jahr 2016 wurde der Bau des Forschungszentrums LASE (Laboratory for Advanced Spin Engineering) gestartet. Saniert gemäß heutigen energetischen Anforderungen wurde im Jahr 2016 Gebäude 23. Die Sanierung betraf vor allem Brandschutzvorrichtungen und Fassaden (Fenster, Dächer, Wände). Für Gebäude 11 bis 14, 21, 22 und 24 ist eine ebensolche Sanierung geplant und wird in den nächsten Jahren baulich umgesetzt.

Der jährliche Heizwärmebedarf der Universität ist einerseits von witterungsbedingten Gegebenheiten wie dem jährlichen Temperaturverlauf abhängig, andererseits von der energetischen Situation der Gebäudehüllen. Diese wurde 2010 in einer aufwändigen bauphysikalischen Studie im Auftrag des LBB ermittelt und zeigt in graphischer Form erst die Einteilung in Cluster und darauf aufbauend ein Ranking des spezifischen Verbrauchs. Für Neubauten gibt es mittlerweile sehr hohe Anforderungen um den Energieverbrauch möglichst gering zu halten, da die bauliche Entwicklung der Universität bis 1997 jedoch größtenteils abgeschlossen war liegt der spezifische Heizwärmebedarf der Gebäude auf dem Campus weit oberhalb der aktuellen Standards, es besteht also Bedarf nach Sanierung um den jährlichen Heizwärmebedarf dauerhaft senken zu können. 

Nach gesetzlicher Vorlage fand ebenfalls die energetische Inspektion der Klima- und Lüftungsanlagen in den Gebäuden der TUK statt, hierdurch werden weitere Potenziale zur Umrüstung mit dem Zweck der energetischen Verbesserung aufgezeigt.

Seit 2010 gibt es eine Energiecontrolling Software, die die Versorgungssituation der einzelnen Gebäude darstellt und überwacht, hierdurch können Vorschläge zur Optimierung und zur Energieeinsparung gemacht werden. Ebenfalls können Probleme schneller erkannt und behoben werden.

GRI 303 (G4-EN8 - G4-EN10) Water

 

Die HA5.3 Versorgungsmanagement der TUK ist mit der Bereitstellung des Trinkwassers für die Einhaltung der Trinkwasserverordnung (TrinkwV) auf dem Campus zuständig. Sie stellt an allen Entnahmestellen auf dem Campus die Erfüllung der hohen Qualitätsanforderungen und die Einhaltung der Grenzwerte sicher.

Die durchschnittliche Trinkwassernutzung liegt in Rheinland-Pfalz bei 43 m³ pro Person im Jahr. An der TUK beträgt die relative Trinkwassernutzung durchschnittlich 8 m³ pro Kopf im Jahr. Insgesamt unterliegt die Trinkwassernutzung geringen jährlichen Schwankungen. Von 2015 bis 2016 hat die Trinkwassernutzung um 10 % abgenommen.

GRI 304 (G4-EN11 - G4-EN14) Biodiversity

Die gesamte Fläche des Campus beträgt 36 ha. Über 5,9 ha erstreckt sich die Bodenfläche aller Universitätsgebäude, welche von der Hauptabteilung 5 erhoben wurde. Die TU Kaiserslautern verfügt über insgesamt 1931 Parkplätze, welche nach 4 Abs. 1 Garagenverord-nung (GarVO) des Landes Rheinland-Pfalz, eine Breite von 2,3m und eine Länge von 5,0m aufweisen müssen. Zu jedem in Rheinland-Pfalz betriebenen Parkplatz gehört eine gesetzlich festgelegte Fahrgasse. Nach Einbeziehung der vorgeschriebenen Fahrgasse, beträgt die Parkfläche am Campus ca. 3,7 ha. Außerdem wurde im Rahmen von GreenMetric UI 2018 die Grünfläche auf dem Campus erhoben. Der Campus besteht zu ca. 23%, also 8,2 ha aus Grünfläche (Wald- und Rasenfläche). Die restlichen 18,2 ha Straßen, Zufahrten und Gehwege, errechnen sich aus der Differenz.

 

__________

Datengrundlagen

 

Der Fachbereichsgarten des Fachbereichs Biologie der TUK dient nicht ausschließlich der Forschung und Lehre, sondern nimmt auch zahlreiche andere Aufgaben wahr. Der Biodiversitäts-Hotspot des Fachbereichs Biologie beherbergt eine eindrucksvolle Sammlung von 3.000 Pflanzen aus verschiedenen einheimischen und tropischen Ökosystemen. Die Fläche des Botanischen Garten ist relativ klein (10 000 m²). Kernaufgaben des Gartens sind die Unterstützung von Forschung und Lehre durch gärtnerisches Knowhow und die Bereitstellung von Einrichtungen und Pflanzen für Wissenschaftler, Dozenten und Studierende.

Die Anlagen werden von 2,5 Gärtnern und dem Technischen Leiter betreut. Darüber hinaus erfüllt er eine wichtige Funktion als einer der größten Ausbildungsbetriebe der Westpfalz im Lehrberuf Zierpflanzenbau. Aktuell werden hier neun Auszubildende beschäftigt, die sich auch mit der gärtnerischen Gestaltung des Campus befassen und jährlich 30.000 – 40.000 Pflanzen für unterschiedliche Zwecke züchten. Nicht zuletzt dient er dem Naturgenuss sowie der naturkundlichen, botanischen, gärtnerischen und Umweltbildung der Besucher.

GRI 305 (G4-EN15 - G4-EN21) Emissions

 

Die TUK verursacht direkte Treibhausgas-Emissionen (Scope 1) durch den Eigenbetrieb der Heizzentrale. Insgesamt betrachtet haben die CO2-Emissionen von 2009 bis 2016 um 2 % zugenommen. Von 2014 bis 2015 stiegen sie um 8 % und 2015 bis 2016 um 6 % auf insgesamt 7.300 t im Jahr an. Durchschnittlich emittiert die TUK von 2009 bis 2016 ca. 0,61 t CO2-Emissionen pro Kopf im Jahr.

Das Ökosystem der Erde kann eine Treibhausgas-Emission, bzw. CO2-Emission von maximal 1 t pro Mensch im Jahr verkraften, um keine menschenverursachte Klimaveränderung zu verursachen.

 

 

 

An der TUK fallen indirekte CO2-Emissionen (Scope 2) durch die Nutzung elektrischer Energie an. Von 2012 bis 2016 haben diese insgesamt um 31 % abgenommen. Ein Anstieg ist im Jahr 2014 bis 2015 von 4 % zu verzeichnen und ein Absinken von 2015 bis 2016 um 25 % auf insgesamt 10.103 t pro Jahr. Im Durchschnitt liegen die CO2-Emissionen durch die Nutzung elektrischer Energie von 2012 bis 2016 bei 1,03 t pro Kopf pro Jahr.  

Das Ökosystem der Erde kann eine Treibhausgas-Emission, bzw. CO2-Emission von maximal 1 t pro Mensch im Jahr verkraften, um keine menschenverursachte Klimaveränderung zu verursachen.

 

Indirekte CO2-Emissionen (Scope 3) verursacht die TUK unter anderem durch Siedlungsabfälle. Die dadurch anfallenden CO2-Emissionen haben von 2012 bis 2013 um 20 % abgenommen. Ab 2013 bis 2016 ist ein stetiger Anstieg von insgesamt 17 % auf insgesamt 187.796 kg oder 188 t pro Jahr festzustellen. Die TUK verursacht von 2012 bis 2016 durchschnittlich ca. 11 kg CO2-Emissionen pro Kopf pro Jahr.

Das Ökosystem der Erde kann eine Treibhausgas-Emission, bzw. CO2-Emission von maximal 1 t pro Mensch im Jahr verkraften, um keine menschenverursachte Klimaveränderung zu verursachen.  

"Die Produktion einer Tonne Papier benötigt zum Beispiel für die Herstellung eines Frischfaserkopierpapiers genau so viel Energie wie die Herstellung einer Tonne Stahl. Damit ist die Papierindustrie der weltweit fünftgrößte industrielle Energieverbraucher. Hinzu kommen die Transporte von Rohstoffen und Fertigprodukten. (…)

Neben den nordischen, sind von der Zerstörung auch tropische Regionen betroffen, da bspw. Deutschland fast ein Viertel des Zellstoffs aus Brasilien und geringere Mengen aus Chile, Uruguay und Indonesien importiert. In diesen Ländern schwindet der Urwaldbestand weiterhin in dramatischem Ausmaß. Zu großen Teilen wird das Holz illegal eingeschlagen. Unsere hohe Zellstoffnachfrage trägt maßgeblich zur weltweiten Waldzerstörung bei. (…)

Um der wachsenden Holznachfrage bei schwindenden Primärwäldern nachzukommen, werden zunehmend Plantagen angelegt. Teils geschieht dies auf Brachflächen, teils werden Urwälder gerodet, um schnell wachsende Baumarten wie Eukalyptus anzupflanzen, die bei kurzer Umtriebszeit hohe Erträge versprechen." (UBA

Schonung der planetaren Ressourcen und Vermeidung von Umweltbelastungen

Vor diesem Hintergrund wird die Notwendigkeit eines sparsamen Umgangs mit Papier deutlich. Die Verwendung von Altpapier als Ausgangsbasis für neues Papier aus Recyclingmaterial trägt zur Schonung der planetaren Ressourcen bei. Umweltbelastungen und zusätzliches Abfallaufkommen können damit vermieden werden.

Durch die konsequente Umstellung auf 100% Recyclingpapier im Projekt papierweN.de ist die TUK als eine von nur zwanzig der rund 400 Hochschulen in Deutschland und einzige in Rheinland-Pfalz Vorreiterin und Vorbild für Nachhaltigkeit.

Auswirkungen der Papiernutzung auf Wälder

Bis zum Jahr 2017 wurden für die Produktion der Papiere für die TUK jedes Jahr 200 ha Baumbestand aus verschiedenen Wäldern der Erde entnommen. Diese Fläche ist rund fünf Mal so groß wie das Campusgelände der TUK oder in etwa so groß wie die Stadtteile Uni-Wohnstadt und Lämmchesberg zusammen. Seit dem Jahr 2018 verwendet die TUK ausschließlich 100% Recyclingpapier, zertifiziert mit dem Blauen Engel. Dadurch erhält die TUK seit 2018 jedes Jahr 172 ha Waldfläche und schützt den Bestand.

Auswirkungen der Papiernutzung auf die Treibhausgasemission und das Klima

Der energieintensive Herstellungsprozess von Papier ist für die hohen Treibhausgasemissionen verantwortlich. Im direkten Vergleich zwischen Frischfaserpapier und Recyclingpapier reduzieren sich bei der recycelten Variante die Emissionen je nach Herkunfts- und Verarbeitungsart direkt um rund ein Viertel. Unter Berücksichtigung einer alternativen, sinnvollen landwirtschaftlichen Nutzung der Holzanbaufläche vervielfachen sich die Vermeidungseffekte für Treibhausgase dramatisch. Für diesen Fall wird illegaler Einschlag in geschützte Wälder außer Acht gelassen.

Die Menge der verursachten Treibhausgasemissionen durch Frischfaserpapier lag bis 2017 bei rund 100 t pro Jahr. Seit 2018 vermeidet die TUK sogar nach Abzug des genutzten Recyclingpapiers jährlich zusätzlich die Emission von rund 100 t Treibhausgasen. In der Summe bedeutet dies für die TUK eine wirksame Einsparung von 200 t Treibhausgasemissionen jedes Jahr.

__________

Datengrundlagen

  • RHRK: alle Drucke der Multifunktionsgeräte und zentraler Druckservice (genaue Zahlen liegen Stichtagsbezogen vor)
  • HA 2.3: Bedarfe an A4, A3, Visitenkarten und Standard-Druckbögen der HA 5.6 sowie ggf. weiterer Bedarfstragender (ab 2018 genaue Zahlen liegen Stichtagsbezogen vor)
  • Umweltbundesamt (UBA): Studie des IFEU-Instituts 
    • 1 t Frischfaserpapier (ZS NORD/SÜD, PAP): 2,3 t Holz/a; 3 ha Wald/a; 1,2 t CO2e
    • 1 t Recyclingpapier (RCP): 0,9 t CO2e; alternative Nutzung Holz-Anbaufläche -2,8 t CO2e
  • Papieratlas: Hochschulwettbewerb
  • Nachhaltigkeitsbüro: eigene Recherche, Berechnung und Prüfung

 

Die Studierenden der TUK emittieren durch das tägliche Pendeln insgesamt ca. 3.123 t CO2-Emissionen (Scope 3) innerhalb eines Jahres (hier Werte für 2015/16). Diese Summe der CO2-Emissionen setzt sich zusammen aus 2.316 t durch PKWs, 13 t durch Motorräder und 794 t durch Bus und Bahn. Der CO2-Fußabdruck eines Studierenden in Abhängigkeit des Entfernungsmedians beträgt null, wenn er sich zu Fuß oder mit dem Fahrrad (klassisches Fahrrad ohne elektrischen Antrieb) fortbewegt. Danach folgt der Bus und die Bahn mit einem CO2-Fußabdruck von 0,17 t CO2 pro Studierenden, dann das Motorrad mit 0,24 t CO2 pro Studierenden und am höchsten ist der Wert beim PKW mit 0,86 t CO2 pro Studierenden.

Die Mitarbeitenden der TUK emittieren durch das tägliche Pendeln insgesamt ca. 1.450 t CO2-Emissionen (Scope 3) in einem Jahr (hier Werte für 2015/16). Diese Summe der CO2-Emissionen setzt sich zusammen aus 1.283 t durch PKWs, 1 t durch Motorräder sowie 166 t durch Bus und Bahn. Der CO2-Fußabdruck eines Mitarbeitenden in Abhängigkeit des Entfernungsmedians beträgt null, wenn er sich zu Fuß oder mit dem Fahrrad (klassisches Fahrrad ohne elektrischen Antrieb) fortbewegt. Danach folgt Motorrad mit 0,10 t CO2 pro Mitarbeitenden, dann der Bus und die Bahn mit einem CO2-Fußabdruck von 0,26 t CO2 pro Mitarbeitenden und am höchsten ist der Wert beim PKW mit 1,10 t CO2 pro Mitarbeitenden.

Im Vergleich zu den Studierenden verursachen die Mitarbeitenden eine mehr als doppelt so hohe Emission pro Kopf im Jahr. Die Werte des CO2-Fußabdrucks eines Mitarbeitenden und Studierenden unterscheiden sich einerseits, da Mitarbeitende in der Regel einen weiteren Weg zur TUK zurücklegen als Studierende. Andererseits ist der Anteil der autonutzenden Mitarbeitenden mehr als doppelt so hoch als der Anteil der autonutzenden Studierenden.  

Das Ökosystem der Erde kann eine Treibhausgas-Emission, bzw. CO2-Emission von maximal 1 t pro Mensch im Jahr verkraften, um keine menschenverursachte Klimaveränderung zu verursachen.

 

Weitere indirekte CO2-Emissionen (Scope 3) fallen durch Dienstreisen an. Durch die Nutzung der Stadtmobil Fahrzeuge verursacht die TUK im Jahr 2015 ca. 9 t CO2-Emissionen und im Jahr 2016 ca. 13 t. 

Das Ökosystem der Erde kann eine Treibhausgas-Emission, bzw. CO2-Emission von maximal 1 t pro Mensch im Jahr verkraften, um keine menschenverursachte Klimaveränderung zu verursachen.

(G4-EN30) Mobilität

Zwei von drei Studierenden der TUK wohnen in der Innenstadt von Kaiserslautern (69% oder 7.160 Personen). Der mittlere Anreiseweg (Median) liegt bei wenigen 3 km pro Strecke. Einer von drei Studierenden (28 % oder 2.963 Personen) wohnt in der Umgebung von Kaiserslautern und legt täglich einen mittleren Anreiseweg von 30 km pro Strecke zurück. Nur ein geringer Teil (3 % oder 331 Personen) wohnt in einem Ortsbezirk Kaiserslauterns. Von dort beträgt der mittlere Anreiseweg 7 km pro Strecke. 

Jeweils die Hälfte der Mitarbeitenden der TUK kommt aus der Umgebung (47 % oder 1.098 Personen) und aus der Innenstadt (46 % oder 1.072 Personen). Aus der Umgebung haben sie einen täglichen mittleren Anreiseweg von 30 km pro Strecke, aus der Innenstadt von nur 3 km. Ein geringer Teil von 7 % oder 172 Personen wohnt in den Ortsbezirken und pendelt im Mittel täglich 7 km pro Strecke.

Studierende reisen zu den ersten beiden Vorlesungsterminen des Tages um 8.15 Uhr und um 10.00 Uhr an. Am Abend reisen sie Großteils nach dem Ende der Vorlesungen um 17.00 Uhr und 18.45 Uhr wieder ab.

Die Reisezeiten der Mitarbeitenden sind jeweils rund eine Stunde früher. Dies ist eine direkte Auswirkung der Dienstvereinbarungen zur Arbeitszeit. Hier ist der früheste Beginn ab 7.00 Uhr und der späteste Beginn bis 9.00 Uhr festgesetzt. Das Dienstende ist frühestens mit dem Ende der Kernarbeitszeit ab 16.00 Uhr und spätestens bis 19.30 Uhr erlaubt. Ausnahmen gelten für wissenschaftliche Mitarbeitende.

An einem gewöhnlichen Wochentag liegen in der gemeinsamen Summe die Stoßzeiten der An- bzw. Abreise von Studierenden und Mitarbeitenden an die TUK, zwischen 8 Uhr und 10 Uhr sowie gegen 17 Uhr und später. Durch die ungünstige Überlagerung der festgesetzten Arbeitszeiten von Mitarbeitenden und der Vorlesungszeiten für Studierende entsteht zwei Mal am Tag kurzzeitig ein zwei- bis viermal höheres Reiseaufkommen auf dem Campus der TUK.  

 

"Modal Split wird in der Verkehrsstatistik die Verteilung des Transportaufkommens auf verschiedene Verkehrsmittel (Modi) genannt. Eine andere gebräuchliche Bezeichnung im Personenverkehr ist Verkehrsmittelwahl." [Wikipedia] Der Lehrstuhl für Mobilität (imove) der TUK hat für 2016 eine aussagekräftige Befragung von Mitarbeitenden und Studierenden zur Verkehrsmittelwahl durchgeführt. Insgesamt nahmen 1.203 Personen teil, davon 690 Studierende (4,9%) und 481 Mitarbeitende (21,8 %), 24 trafen keine Angaben. Ein Bereich bezog sich darauf, welches Verkehrsmittel Studierende und Mitarbeitende wählen, um zur TUK zu gelangen.

In den Jahren 2012 und 2016 nutzt fast die Hälfte (45% und 46 %) der Studierenden den öffentlichen Personenverkehr (ÖPV). Pendelte 2012 nur jeder fünfte Studierende mit dem eigenen Auto oder Motorrad zum Campus, steigerte sich der Anteil innerhalb von nur vier Jahren deutlich auf jeden vierten (25 %) Studierenden. Im gleichen Zeitraum halbierte sich der Anteil der Fahrradfahrenden von jedem sechsten (16 %) auf nur noch einer von vierzehn (7%) Personen. Jeder fünfte (Studierende 20 %, bzw. 21 %) kommt zu Fuß.

Jeder zehnte (11 %) Mitarbeitende pendelt täglich mit dem Fahrrad und damit etwas häufiger als Studierende. Nur jeder achte (13 %) Mitarbeitende kommt zu Fuß. Etwas mehr als jeder vierte (27 %) nutzt den Öffentlichen Verkehr. Genau die Hälfte der Mitarbeitenden fährt täglich mit dem Auto oder Motorrad auf den Campus.

In Kaiserslautern liegt die Nutzung des Autos bzw. des motorisierten Individualverkehrs (MIV) mit rund zwei von drei Fällen (65 %) im Vergleich zum restlichen Deutschland deutlich höher. Das Fahrrad wird in Kaiserslautern nur in einem von fünfzig Fällen genutzt, im restlichen Deutschland fahren die Menschen fast sieben Mal häufiger (13 %) mit dem Fahrrad. Der Öffentliche Verkehr wird in etwa gleichhäufig (10 % und 11 %) genutzt. Dieser Vergleich der Verkehrsmittelwahl lässt auf die unzureichenden Rahmenbedingungen für Fahrradfahrende zurück schließen. Im Vergleich mit anderen deutschen Großstädten ist der herausragend hohe Anteil an Autofahrenden und die geringe Nutzung von Fahrrad und Öffentlichem Verkehr festzustellen.

Relativ zu den Rahmenbedingungen in Kaiserslautern fahren Mitarbeitende der TUK fünf Mal mehr Fahrrad und zwei Mal häufiger mit Bus und Bahn, gehen aber nur halb so häufig zu Fuß zur Arbeit. Studierende fahren drei Mal häufiger mit dem Fahrrad auf den Campus und fast vier Mal häufiger mit dem Öffentlichen Verkehr. Im Vergleich zwischen Studierenden und Mitarbeitenden fällt auf, dass ein doppelt so großer Anteil von Mitarbeitenden das Auto oder Motorrad zum pendeln nutzt. 

 

Studierende, die in der Stadt wohnen, präferieren mit 40 % den Bus als Fortbewegungsmittel danach folgt mit 27 % die Wahl zu Fuß zu kommen und mit 15 % die Entscheidung für das Auto. Studierende aus Ortsbezirken Kaiserslauterns wählen mit 42 % bevorzugt das Auto und 36 % entscheiden sich für die Anreise mit dem Bus. 32 % der Studierenden aus der Umgebung wählen das Auto, 28 % den Bus und 24 % die Bahn. Insgesamt betrachtet wählen am meisten Studierende (37 %) den Bus, um an die TUK zu gelangen und 21 % kommen zu Fuß sowie per Auto.

Mitarbeitende, die in der Stadt Kaiserslautern wohnen, entscheiden sich um an die TUK zu gelangen zu 35 % für das Auto, zu 22 % für zu Fuß und zu 20 % für den Bus. 74 % der Mitarbeitenden aus Ortsbezirken wählen das Auto. Mitarbeitende aus der Umgebung wählen mit 51 % das Auto, 18 % die Bahn und 17 % den Bus. Insgesamt wird mit 45 % das Auto als Fortbewegungsmittel bevorzugt, danach folgt mit 18 % die Wahl für den Bus und 11 % wählen das Fahrrad.

Bei gleichen Voraussetzungen am jeweiligen Wohnort fällt auf, dass die Wahl des Verkehrsmittels bei Mitarbeitenden im Vergleich zu Studierenden immer doppelt so häufig auf Auto oder Motorrad fällt. Bei der Wahl des Öffentlichen Verkehrs ist das Verhältnis genau umgekehrt, Studierende fahren doppelt so häufig mit Bus und Bahn auf den Campus als Mitarbeitende.

 

Alle Studierenden der TUK erhalten mit ihrer Einschreibung automatisch ein Semesterticket für die Nutzung des Öffentlichen Verkehrs. Darin ist das gesamte Tarifgebiet des VRN und die Bahnstrecke nach Saarbrücken Hbf enthalten.

Für Beschäftigte der TUK besteht die Möglichkeit das Jobticket für öffentliche Verkehrsmittel im VRN zu erwerben. Hiermit können alle Busse und Bahnen im VRN-Gebiet sowie teilweise Bereiche anderer Verkehrsverbünde angefahren werden. Von 2009 bis 2017 ist eine etwa gleichbleibende Anzahl an Neuanmeldungen für das Jobticket zu verzeichnen. Die Zahl der tatsächlichen Nutzer im Jahr 2017 zeigt eine Differenz von 734 Personen im Vergleich zur Summe der Anmeldungen. Dies ist darauf zurückzuführen, dass keine Abmeldungen erfasst werden.  

 

Die Anreise an die TUK kann mit Linienbussen der SWK erfolgen. Im Jahr 2015 weist die Buskapazität für die Zeiten 8 Uhr, 10 Uhr und ab 17 Uhr erhebliche Mängel auf. Die gesamte Personenanzahl, die zu diesen Zeiten mit dem Bus zur TUK oder von der TUK fahren möchte ist deutlich höher als die Mitnahmekapazität der eingesetzten Busse. 

Als Folge wurde ab 2017 für die Buslinie 115 (Stadtmitte - Hauptbahnhof - Universität) die Häufigkeit der Fahrten von drei auf vier Fahrten pro Stunde erhöht (Taktverdichtung auf 15 Minuten). Ergänzend wurde während der Vorlesungszeit die neue Buslinie 116 (Hauptbahnhof - Dunkeltälchen - Universität) ebenfalls mit vier Fahrten in der Stunde eingeführt. Damit fährt während der Vorlesungszeit auf der sehr stark genutzten Verbindung Hauptbahnhof - Universität etwa alle 7 Minuten ein Bus. Die Reisezeit ist mit nur 8 Minuten auf beiden Linien gleich.

 

An der TUK gibt es zwei Elektrofahrzeuge, die Bediensteten der TUK für Dienstfahrten zur Verfügung gestellt werden. Die Elektrodienstfahrzeuge (Renault Kangoo und Nissan Leaf) wurden im Rahmen eines Forschungsprojektes Ende 2011 angeschafft.

Insgesamt können folgende Angaben zu der Leistung der Autos gemacht werden: Seit Ende 2011 bis Ende 2016, also im Zeitraum von rund 5 Jahren wurde mit dem Nissan in 555 Fahrten 26.513 km zurückgelegt und mit dem Renault in 660 Fahrten 17.090 km Strecke zurückgelegt. Das neue Buchungsportal ist seit Februar 2017 in Betrieb. Seit der Inbetriebnahme des Portals und der geschaffenen Zugänglichkeit für die Öffentlichkeit nehmen die Fahrten auch wieder zu. Mittlerweile sind es 81 registrierte Nutzer im System (Stand: April 2017).

 

Aus der Befragung von Studierenden und Beschäftigten ergibt sich aus der Verkehrsmittelwahl (Modal Split, siehe oben) eine Gesamtzahl von 3.259 Fahrzeugen die täglich auf den Campus fahren. Jedes dritte Auto gehört zur Gruppe der Mitarbeitenden und zwei von drei Fahrzeugen gehören zu Studierenden. Auf dem Campus der TUK gibt es rund 1.931 offizielle Parkplätze.

Fast die Hälfte (45 % bzw. 1.474) Autos auf dem Campus kommt aus der Innenstadt von Kaiserslautern und legt einen täglichen Hin- und Rückweg von nur jeweils 3 km im Mittel zurück. Drei von vier dieser Fahrzeuge gehören Studierenden, jedes vierte gehört Mitarbeitenden.

Etwa die andere Hälfte (47 % bzw. 1.516) der Autos stammt aus der weiteren Umgebung. Die Entfernung liegt im Mittel bei 30 km pro Wegstrecke. Zwei von drei dieser Fahrzeuge gehören Studierenden, jedes dritte gehört Mitarbeitenden. Die Fahrzeuge aus den Ortsbezirken stellen den geringen Restanteil (8 %).

 

Die Nutzungshäufigkeit des Umweltverbundes der Verkehrsmittel (Fuß, Fahrrad, Öffentlicher Verkehr) hängt zu großen Teilen an rationalen und ökonomischen Gründen. Eine angemessene Reisezeit von Tür zu Tür (Zeitersparnis, Parkplatzsuche) und geringe Kosten (finanzielle Gründe, keine Auto) sind maßgeblich. Bei jedem fünften Mitarbeitenden spielt der gesundheitliche und ökologische Anspruch eine wichtige Rolle, im Vergleich zu Studierenden ist das ist doppelt so häufig der Fall.

Aus ähnlichen Erwägungen würden derzeitige Autofahrende in den Umweltverbund wechseln. Eine Attraktivitätssteigerung durch bessere Verbindungen im Öffentlichen Verkehr als auch eine Verbesserung der Fahrradinfrastruktur haben ein hohes Wirkungspotential.

 

Auf dem Campusgelände der TUK gibt es 629 Stellplätze für Fahrräder, davon sind 258 überdacht und sicher. Die aktuelle Zahl der Radfahrenden zeigt jedoch ein Fehlen von Fahrradstellplätzen auf, denn auf einen Rad-Stellplatz entfallen aktuell vier Fahrräder. In der Folge fehlender sicherer Stellplätze nehmen vor allem Mitarbeitende ihre Fahrräder mit in Gänge, Flure und sogar Büros. Es entstehen Beschädigungen am Gebäude und Flucht- und Rettungswegen werden verstellt.

 

 

 

 

 

Auf dem Campusgelände der TUK benötigen ca. 51 % der Autofahrenden unter 5 Minuten für die Suche eines freien Kfz-Parkplatzes, ca. 30 % benötigen hierfür zwischen 5 und 10 Minuten und 19 % finden einen Platz nach über 10 min. Die Mitarbeitenden, die größtenteils früher an der TUK anfangen, finden in der Regel schneller einen Parkplatz und Studierende suchen in der Regel zwischen 5 und 10 Minuten.  

 

 

 

 

Auf dem Campusgelände der TUK parken durchschnittlich 80 % der autofahrenden Studierenden richtig und 20 % falsch. Die Mitarbeitenden, die 33 % der gesamten Autofahrenden ausmachen, parken im Durchschnitt 88 % richtig und 12 % falsch. Insgesamt stehen damit nach Selbsteinschätzung 2.683 Kfzs auf einem gekennzeichneten Stellplatz und 576 parken falsch. Diese Fahrzeuge werden in aller Regel ordnungswidrig in Feuerwehrzufahrten auf Rettungswegen, Behindertenparkplätzen und auf dem Fahrweg von Fahrrädern und Bussen abgestellt. Falschparkende belasten damit erheblich die Allgemeinheit. Auf dem Campusgelände gibt es 1.931 Stellplätze und somit entfallen auf einen Kfz-Stellplatz derzeit 1,7 Autos. Berücksichtigt werden müssen jedoch auch die zahlreichen Parkplätze in den umliegenden Wohngebieten Uni-Wohnstadt und Lämmchesberg. Die hohe Anzahl an Fahrzeugen und Falschparkenden auf und um den Campus der TUK ist häufig Gegenstand politischer Diskussionen in der Stadt.

Angesichts der

  • sehr hohen Anzahl an Fahrzeugen aus der Innenstadt von Kaiserslautern
  • langen Dauer der Parkplatzsuche
  • Gefährdung und Behinderung der Allgemeinheit durch Falschparkende
  • hohen Treibhausgas-Emissionen von Pendelnden mit dem Auto
  • geringen Aufenthaltsqualität auf dem Campus

ist ein integriertes, nachhaltiges Mobilitätskonzept zu empfehlen.

 

In der Innenstadt von Kaiserslautern wohnen fast alle Studierenden und Mitarbeitenden auf einer Achse von Südwest nach Nordost ausgehend von

  • Uni-Wohnstadt
  • Trippstadter-Straße/Lämmchesberg
  • Innenstadt Südwest/Hauptbahnhof
  • Innenstadt Ost

Außer den Randbezirken dieser Achse Bännjerück, Kotten und Altstadt sind die weiteren Stadtteile nahezu unbedeutend bei der Wohnortwahl. Im Vergleich zu 2012 hat sich die Konzentration der Studierenden auf diese Achse weiter erhöht. Diese Wohngebiete zählen inzwischen zu den begehrtesten und teuersten der Stadt. Der hohe Anteil an akademischen Bewohnenden und deren in der Regel hohen Einkommen kann zu einer ungünstigen sozialen Entmischung der Stadtteile führen. Andernorts steigt so das Risiko für soziale Brennpunkte.

Die inzwischen gute verkehrliche Anbindung des Hauptbahnhofs und der Stadtmitte mit dem Campus der TUK durch Öffentliche Verkehrsmittel führt zu einer herausgehobenen Attraktivität der Achse im Vergleich zu anderen Stadtteilen. Die Mitarbeitenden der Institute entlang der Wissenschaftsmeile (Trippstadter-Straße) verstärken diesen Prozess zusätzlich. 

Die angrenzenden Ortsbezirke Dansenberg, Hohenecken, Mölschbach sowie die entlang der Lauter Erzhütten, Morlautern und die "Bach"-Orte Siegelbach, Erfenbach und Erlenbach sind in Kaiserslautern beliebt. Im Umkreis sind die Landkreise Kaiserslautern, Donnersberg, Bad Dürkheim, Südwestpfalz und Kusel als Wohnort beliebt.

 

Auf der Karte des Öffentlichen Personenverkehrs sind Eisenbahnlinien und deren Haltestellen in orange gekennzeichnet, Buslinien und deren Haltestellen in rot. Fast zwei von drei autofahrenden Pendelnden, die auf den Umweltverbund wechseln möchten wünschen sich bessere Verbindungen des Öffentlichen Personenverkehrs. Die generischen Problemstellen im Verkehrsnetz von Bus und Bahn bei der Anreise an die TUK sind mit grauen Elementen markiert. Kreuze stehen für fehlende (intermodale) Verknüpfungspunkte und Pfeile für fehlende Verbindungen.

  • Im Stadtgebiet fehlen insbesondere die direkten Tangentialverbindungen auf den Betzenberg, den Bännjerück, nach Dansenberg und nach Hohenecken. Obwohl dort teilweise Buslinien verkehren, fehlt es zusätzlich an schnellen und zuverlässigen Umsteigepunkten.
  • Bei der Verbindung der Stadt mit ihrer Umgebung fallen die fehlenden Verbindungen entlang der "Bach"-Orte (Stichwort Bachbahn/Citybahn), in den Donnersbergkreis (Richtung Alzey, Mainz) und den Kreis Bad Dürkheim (Richtung Worms und Grünstadt) auf. In allen drei Fällen gibt es ehemalige Bahnstrecken. Dort wo Eisenbahnverbindungen bestehen fehlen weiterhin angemessene Verknüpfungen mit den Buslinien der Stadt. Besonders bezeichnend ist ein fehlender Verknüpfungspunkt der Bahnstrecke von Pirmasens über Hohenecken am Rauschenweg z. B. zur Linie 114. Zwar fährt auch diese Buslinie den Campus nicht direkt an, würde jedoch die Reisezeit zur Mensa der TUK beispielsweise um etwa 40 Minuten pro Strecke verringern.

Beim Wegenetz der Fahrradwege zum Campus ist ähnliches zu beobachten. Geeignete Strecken vom nahen Dansenberg oder aus Hohenecken bestehen nicht. Die Attraktivität auf einer vielbefahrenen Bundes- bzw. Landstraße am Randstreifen zu fahren ist nicht gegeben.

GRI 306 (G4-EN22 - G4-EN26) Effluents and Waste

 

In allen Gebäuden der TUK sind Abfallbehälter für die Sammlung der vier Haushaltsfraktionen aufgestellt. Sie werden nach Bedarf von Mitarbeitenden der beauftragten Reinigungsfirmen geleert und anschließend in Abfallsäcken bis zur Abholung vor dem Gebäude gelagert. Von dort werden sie täglich mit einem Lieferwagen über den Campus zur jeweiligen zentralen Sammelstelle gefahren.

  • Papier, Pappe und Kartonagen (PPK)
    • Gesammeltes Papier, Pappe und Kartonnagen (PPK) wird der Papierpresse zugeführt, die sich ebenfalls hinter Gebäude 30 befindet und der Firma Becker gehört. Der PPK-Container wird nach Bedarf durch die Firma Becker geleert.
  • Kunststoffe und Verpackungen (Gelber Sack, Duales System Deutschland, DSD)
    • Der DSD-Abfall (Duales System Deutschland) wird in einem Container mit 36 m³ hinter Gebäude 42 gelagert. Die Abholung erfolgt nach dem Abfallkalender der Stadt durch das regional beauftragte Unternehmen.
  • Bio-Abfall
    • Für Biomüll stehen drei Tonnen mit einem Volumen von 240 l zur Verfügung. Die Abholung erfolgt nach dem Abfallkalender der Stadt durch die Stadtbildpflege Kaiserslautern. Der Biomüll wird dann der ZAK Kaiserslautern zur Weiterverarbeitung übergeben.
  • Restmüll 
    • Der Restmüll wird der Restmüllpresse hinter der Mensa/Gebäude 30 zugeführt. Diese Presse mit Baujahr 1992/1993 zählt zum Eigentum der Universität. Die Abholung erfolgt nach Bedarf durch die Stadtbildpflege Kaiserslautern. Anschließend wird der Restmüll über den Gemeinschaftsverbund zwischen der ZAK Kaiserslautern und der GML Ludwigshafen zur Müllverbrennung nach Ludwigshafen transportiert.

Die Entsorgung weiterer Abfallsorten sind dem Lageplan der Sammelstellen zu entnehmen.  

 

__________

Datengrundlagen

Recyclingpapier vermeidet bei der Herstellung nicht nur erhebliche Treibhausgasemissionen und Eingriffe in Wälder sondern spart auch Trinkwasser und Energie. Zusätzlich ist erstmalig an der TUK ein rechnerischer Kreislauf für einen Rohstoff eingeführt worden. Für den Rohstoff Papier reicht rund die Hälfte der jährlich an der TUK anfallenden Abfallmenge an Papier, Pappe und Karton (PPK) um den Jahresbedarf der TUK an Standardpapieren und Hygienepapieren aus 100% Recyclingmaterial zu decken.

Vollständige Deckung des Papierbedarfs aus Recycling

Aus rund 160 t Abfall an PPK werden mit weniger als der Hälfte (63,7 t in 2018) neue Standardpapiere hergestellt. Durch die Begrenzung auf ISO 80 Weiße ist auch eine vollumfängliche Verwendung aller Papierqualitätsfraktionen sichergestellt. Auch das an der TUK eingesetzte Hygienepapier (6,9 t Toilettenpapier und 1,7 t Zick-Zack Papierhandtücher) ist zu 100 % recycelt und mit dem Blauen Engel zertifiziert. Es erfüllt damit die strengsten Anforderungen von Qualität, Nachhaltigkeit und Umweltschutz.

Die übrige Menge des PPK Abfalls kann durch dritte Verbrauchende genutzt werden und erübrigt somit den Einsatz neuer Rohstoffe. Die planetaren Ressourcen werden geschont, weniger boreale Urwälder wie der Regenwald werden illegal abgeholzt und der Klimaschutz dauerhaft gefördert. Dieser neu geschaffene Kreislauf ist für das Leitbild einer nachhaltigen Entwicklung unabdingbar. In Bezug auf die Sustainable Development Goals (SDGs), wird mit Vermeidung und Wiederverwendung ein wertvoller Beitrag zu SDG 12 geleistet.

Blöcke durch Upcycling

Auf direktem Weg werden an der TUK auch einige Kilogramm jährlich beim Blockbinden upgecycelt. In diesem Projekt wird einseitig bedrucktes Papier wieder zu Blöcken gebunden.

Downcycling von Toilettenpapier liefert Energie

Die Reinigungsprozesse der Stadtentwässerung Kaiserslautern  schützen nicht nur die nachfolgenden Gewässer mit einer Abbauleistung von bist zu 99%. Unter anderem durch effiziente Rechen, Zentrifugen und die Klärgasverstromung wird die Zentrale Kläranlage Kaiserslautern seit 2016 energieneutral betrieben. Die im Schlamm bzw. Rechengut verbleibenden Reste des Toilettenpapiers kommen nach der Faulung als Düngemittel in der Landwirtschaft oder als Zusatzbrennstoff in Kraftwerken zum Einsatz.

__________

Datengrundlagen

 

Die Abfallmenge an der TUK der vier Haushalts-Fraktionen Restmüll, Papier, Pappe und Kartonage (PPK), Kunststoffe und Verpackungen (Gelber Sack des Duales Systems Deutschland, DSD) und Biomüll schwankt über die Jahre 2012 bis 2016. So nimmt die Menge von 2012 bis 2013 sowie im folgenden Jahr ab, steigt aber wieder von 2014 bis 2015 an. Über den betrachteten Zeitraum fallen durchschnittlich 209 t Restmüll an, 165 t PPK, 26 t DSD und 5 t Biomüll. Die Mengendes Biomülls und des DSD resultieren aus Abschätzungen basierend auf der Größe der Tonne bzw. des Sammelcontainers, da diese Mengen nicht einzeln erfasst werden. Hierfür wurde angenommen, dass die jeweiligen Behälter zum Zeitpunkt der regelmäßigen Leerung maximal befüllt sind. In der Realität ist dies jedoch fast nie der Fall wodurch diese beiden Mengen eine Obergrenze darstellen.

Abfallaufkommen der Siedlungsabfälle an der TUK im Vergleich zu Deutschland

Das Abfallaufkommen der vier Fraktionen Restmüll, Biomüll, Gelber Sack, Papier, Pappe und Kartonage (PPK) an der TUK im Vergleich zu Deutschland, zeigt einen höheren Anteil an Restmüll sowie von PPK an der TUK und einen geringeren Anteil an Biomüll und Gelbem Sack. Das hohe Papieraufkommen an der TUK begründet sich durch die tägliche Arbeit innerhalb der wissenschaftlichen Einrichtung.

Pro Jahr fallen an der TUK durchschnittlich 32 kg Abfall pro Kopf an

Der Restmüll kann hingegen durch das Anbieten von Trennmöglichkeiten reduziert werden, wie ein Studienprojekt (2016) aufgezeigt hat. Die bewusste und korrekte Trennung der verschiedenen kommunalen Abfallfraktionen ist für das stoffliche Recycling von Rohstoffen unerlässlich. Für das Leitbild der nachhaltigen Entwicklung sind die Vermeidung, die Vorbereitung zur Wiederverwendung, das Recycling, die Verwertung und die Beseitigung des Abfalls von hoher Relevanz. Mit einer besseren Abfalltrennung, Abfallreduktion sowie des Recyclings kann die TUK einen Beitrag zu SDG 12 insbesondere 12.5 leisten. Sowohl aus ökologischer als auch ökonomischer Sicht ergibt sich die Notwendigkeit ein effizientes Abfallkonzept zu entwickeln und einzuführen. Beim derzeitigen Konzept der HAZ.2 an der TUK erfolgt nur eine eingeschränkte Abfalltrennung, was zu erhöhten Entsorgungskosten sowie einer geringen Verwertung der Wertstoffe führt.

Maßnahmenprojekt: abfallweN.de - Nachhaltig ausgerichtetes Abfallmanagement an der TUK

 

 

 

An der TUK fielen in den Jahren 2012 bis 2016 durchschnittlich 35 t Holzabfälle, 99 t Bauschutt, 26 t Sperrmüll, 26 t Stahlbeton, 22 t E-Schrott und 408 t Bauschutt an. Das einmalig hohe Aufkommen des Stahlbetons im Jahr 2015 ist auf Baumaßnahmen zurückzuführen. Die Holzabfälle haben kontinuierlich abgenommen alle andere Abfallarten unterliegen geringen jährlichen Schwankungen.

 

Seit 1992 gibt es auf dem Campus der TUK die Sonderabfallsammelstelle (SASS) in Gebäude 59. Der Sonderabfall wird je nach Aggregatzustand und den Eigenschaften getrennt gelagert. Hierzu zählt der Sonderabfall, der in größeren Mengen in Kanistern und Fässern gelagert und nach Bedarf abgeholt wird. In den Mengenangaben des Sondermülls sind neben der Entsorgung der Kanister und Fässer aus dem Sonderabfalllager auch sonstige Abfälle, die vor Ort aus den Fachbereichen entsorgt werden mit eingerechnet. Darunter fallen unter anderem: Getriebeöl, Klebstoffabfälle, leere Verpackungen, Leuchtstoffröhren, belastetes Altholz, Frostschutzmittel, Bleibatterien, Kläranlagenschlamm aus der Abwasserbehandlung, infektiöse Abfälle. Weiterhin zählen die Laborchemikalien (Ausnahme 20), die aus dem Chemikalienlager oder aus Altlasten entsorgt werden.

Die Gefährlichen Abfälle an der TUK haben 2012 bis 2013 um 7 % zugenommen, 2014 bis 2015 um 19 % und 2015 bis 2016 um 1%. Von 2013 bis 2014 ist eine Abnahme von 3 % zu verzeichnen. Pro Kopf betrachtet haben die Gefährlichen Abfälle entsprechend zu- bzw. abgenommen und betragen im Durchschnitt von 2012 bis 2016 ca. 2 kg pro Kopf.

 

Der gesamte radioaktive Abfall [Wikipedia] beträgt in Deutschland rund 450 t pro Jahr. Der Umgang mit den Gefahren und die dauerhafte sichere Lagerung bleibt eine ungelöste, gesamtgesellschaftliche Herausforderung. Die Europäische Union beschließt mit der Richtlinie 2011/70/EURATOM eine verantwortungsvolle und sichere Entsorgung radioaktiver Abfälle. Mit dem Gesetz zur Neuordnung der Verantwortung in der kerntechnischen Entsorgung (VkENOG) wurde dies 2017 ins nationale Recht umgesetzt. Die Sicherheitsanforderungen erfordern sicherzustellen, dass über eine Million Jahre keine nennenswerten Schadstoffe in die Umwelt gelangen können.

Die TUK verursacht indirekt radioaktiven Abfall durch die Nutzung elektrischer Energie. Der prozentuale Anteil im Strommix des Energieträgers Kernenergie sowie die daraus genutzte Energiemenge an der TUK führen beispielsweise zu 8,55 kg radioaktiven Abfall im Jahr 2016.

Zur Reduktion dieses Abfalls kann die TUK bei der Beschaffung von elektrischer Energie entsprechende Energieträger ausschließen. Die Nutzung elektrischer Energie nur aus nachgewiesen erneuerbaren Energieträgern ist zu empfehlen.

Zum Seitenanfang