Nachhaltigkeit an der TUK

Betrieb - Operations

 

 

GRI 200 Economic

GRI 204 (G4-EC9) Procurement Practices


Das Studierendenwerk kümmert sich um die Rahmengestaltung des Studiums als Dienstleistungsunternehmen, welches sich durch Eigeneinnahmen, Sozialbeiträge und Zuschüssen des Landes finanziert. Hierzu gehört unter anderem die Hochschulgastronomie mit Mensa und Cafeterien, die sich um die Verpflegung der Studierenden kümmern. Alle Speisen werden aus hochwertigen und, soweit möglich, regionalen Zutaten zubereitet. Seit 2013 wird ausschließlich fair gehandelter Kaffee aus ökologischem Anbau angeboten. Bei der Auswahl der Lebensmittel spielen Herkunft, Trans­portwege sowie Erzeugungs-und Produktionsmethoden eine wichtige Rolle. Sie verzichten auf kennzeichnungspflichtige gentechnisch veränderte Produkte und es kommen insbesondere Produkte mit Siegeln (Fairtrade- oder MSC-Siegel) zum Einsatz. In der hauseigenen Bäckerei stellen sie Bio-Backwaren her. Dafür sind sie von der ABCERT AG nach der EG-Öko-Verordnung zertifiziert. Im Jahr 2016 wurden 250.000 Bio-Brötchen für Mensen und Cafeterien in Kaiserslautern produziert. Durch die Zusammenarbeit mit dem Garten der Universität kann mittlerweile ein Großteil der in Mensa und Cafeteria verwendeten Kräuter direkt aus dem Fachbereichsgarten bezogen werden. Auch beim Fleisch wird auf regionalen Bezug geachtet, hier greift das Studierendenwerk auf die umliegenden Bundesländer zu, da ein reiner Bezug aus der Pfalz massentechnisch noch nicht möglich ist. Auf kennzeichnungspflichtige gentechnisch veränderte Produkte wird gänzlich verzichtet. Desweitern beteiligt sich das Studierendenwerk an der Initiative „Käfigfreie Mensa“ was bedeutet, dass weder Schalenei noch Flüssigei aus Käfighaltung verwendet wird, hiervon ausgenommen sind jedoch noch Fertigprodukte aufgrund mangelnder Kontrollmöglichkeit. Jedes Jahr fallen 50 Tonnen an Essensresten an, was bedeutet, dass pro ausgegebener Portion durchschnittlich 50 g übrigbleiben, hierzu zählen aber auch Abfälle wie Knochen, die nicht genießbar sind. Diese werden getrennt gesammelt und der Biogasproduktion zugeführt.

GRI 300 Environmental

GRI 302 (G4-EN3 - G4-EN7) Energy


Aktuell bezieht die TUK ihren Strom von den Stadtwerken Kaiserslautern (SWK). Der Energieträgermix der SWK verzeichnet einen Rückgang der Kernenergie, des Erdgases und der Kohle sowie sonstigen fossilen Energieträgern. Der Anteil der erneuerbaren Energien hat zwischen 2012 und 2016 um 16 % zugenommen, was u. a. auf die Förderung durch das Erneuerbaren Energien Gesetz (EEG) zurückgeführt werden kann.


Die Nutzung elektrischer Energie der TUK beträgt durchschnittlich 28.712.500 kWh, d. h. 2.385 kWh pro Kopf. Die Anzahl der Mitglieder an der TUK (ohne Fernstudierende) hat von 2009 bis 2016 um 19 % zugenommen, die gesamte Nutzung elektrischer Energie nur um 2 %. Die relative Nutzung, d.h. pro Kopf hat somit über die Jahre um 14 % abgenommen. Die Energienutzung entfällt auf eine Grundstücksfläche von 36 ha mit 56 Gebäuden und einer Gesamtnutzungsfläche von 190.000 m² im Jahr 2009 bzw. 196.000 m² ab dem Jahr 2015. Durch die Arbeit in Lehr- und Forschungswerkstätten, einer Vielzahl von Versuchen die gleichzeitig durchgeführt werden, aber auch durch den teilweisen Betrieb am Wochenende hat die TUK eine relativ hohe energetische Grundlast, welche aber auch durch das Nutzerverhalten beeinflusst wird. So kann die Umrüstung auf Bewegungsmelder sowie eine Sensibilisierung der Nutzer den Energieverbrauch senken.


Die Nutzung elektrischer Energie für die Kälteerzeugung an der TUK verzeichnet im Jahr 2015 einen Anstieg von 14 % im Vergleich zum vorherigen Jahr 2014. Am 15.01.2015 wurde eine neue zentrale Kälteanlage in Betrieb genommen. Die Kälteerzeuger wurden erneuert sowie die komplette Kälteverteilung und die zentrale Leittechnik für die Steuerung der Kälteanlagen. Durch ein Verbot des Kältemittels in den bisherigen Turbokältemaschinen, Bedarfssteigerung und aus Effizienzgründen erfolgte der Bau der Anlage ab Mitte Mai 2013. Der Anstieg elektrischer Energie resultiert folglich aus dem erforderlichen zusätzlichen Kältebedarf im Regionalen Hochschulrechenzentrum (RHRK) sowie für die Umstellung dezentraler Klima-Splitgeräte auf die effizientere zentrale Kälteversorgung und Reserve für künftige Kälteverbraucher. Die Leistung der Anlage erhöht sich von ca. 3,6 MW auf 5,2 MW. Durch die Erneuerung und Optimierung der Kälteversorgung ergeben sich viele Vorteile: Verbesserung der wirtschaftlichen Betriebsführung, Austausch veralteter Technologien, Behebung von Problemen im hydraulischen Netz und Beseitigung von Netzengpässen. In der Energiezentrale wird Wasser auf eine Temperatur von 6 °C heruntergekühlt. Dieses dient dann zur Kühlung von Geräten, um eine Überhitzung zu vermeiden und zur Klimatisierung von Räumen.


Der Gasverbrauch an der TUK ist von 2014 bis 2015 um 6 % gesunken, jedoch von 2015 bis 2016 wieder um 6 % gestiegen und beträgt über den betrachteten Zeitraum im Durchschnitt ca. 3.781.000 Normkubikmeter. Ein Normkubikmeter gibt das Gasvolumen bei bestimmten Bedingungen (1,01325 bar und 273,15 K) an. Die zentrale Versorgung mit Wärme läuft über ein Erdgas betriebenes Heizwerk mit 32.000 kW. Für 2017 ist die Anschaffung von zwei kleinen Mittellastkesseln und die Sanierung des Kesselhauses mit Regelungstechnik, Sicherungseinrichtungen und Pumpenanlagen angestrebt. Ebenfalls sollen zwei Blockheizkraftwerke mit einer Leistung von jeweils 1,0 MW zur zentralen Versorgung mit elektrischer und thermischer Energie eingesetzt werden, so kann ein Wirkungsgrad von 80-90 % erreicht werden.


Insgesamt beträgt die korrelierte Wärmenutzung (Heizenergie und Warmwasser) jährlich durchschnittlich 45,1 Mio. kWh an der TUK. Dieser Wert wurde von Schwankungen bedingt durch die Witterung etc. bereinigt. Dies erfolgte mit Hilfe des Klimafaktors für Energieverbrauchskennwerte nach der Energie Einsparverordnung (EnEV). 2009 bis 2016 beträgt die Wärmenutzung durchschnittlich 3.746 kWh pro Kopf. Die Wärmenutzung pro Kopf hat kontinuierlich von 2009 bis 2015 abgenommen und dann von 2015 bis 2016 um 2 % zugenommen. 


Die korrelierte Wärmenutzung pro Fläche liegt an der TUK bei einem durchschnittlichen Wert von 233,6 kWh pro m². Die Raumfläche hat an der TUK von 19.000 m² im Jahr 2009 auf 192.000 m² im Jahr 2010, 193.000 m² im Jahr 2013, 194.000 m² im Jahr 2014 und 196.000 m² im Jahr 2015 zugenommen.


Die TUK, gegründet am 13. Juli 1970, umfasst 56 Gebäude die in direkter Nachbarschaft liegen und ist somit eine Campusuniversität. Die Mensa und die Wohnheime sind im Eigentum des Studierendenwerks, was ein öffentliches Unternehmen ist. Die Verwaltungsgebäude wurden in Public-Private-Partnership Projekten (PPP) errichtet. Der Eigentümer der Liegenschaft ist der Landesbetrieb Liegenschafts- und Baubetreuung (LBB). Als öffentlich-rechtliche Institution orientiert diese sich bei Baumaßnahmen an der TUK im Allgemeinen an den Regeln für wirtschaftliches Bauen, die in §7 der Landeshaushaltsordnung geregelt sind sowie an den Richtlinien für die Durchführung von Bauaufgaben des Landes. Wesentliche Kriterien der Nachhaltigkeit wie Wirtschaftlichkeit, Lebenszyklusbetrachtungen und Wettbewerb sind dadurch abgedeckt. Darüber hinaus orientiert sich der LBB am Leitfaden für nachhaltiges Bauen des Bundes und strebt generell eine Zertifizierung nach dem „Bewertungssystem Nachhaltiges Bauen“ (BNB) an. Die LBB-eigene Richtlinie "Energieeffizientes Bauen und Sanieren", die Teil der LBB-Energieeinsparstrategie ist, ist außerdem handlungsleitend. Die Richtlinie wird mit der Weiterentwicklung der Energieeinsparverordnung (EnEV) jeweils fortgeschrieben und ist in ihrer vorliegenden Fassung an die seit dem 01.01.2016 geltenden erhöhten Anforderungen an Neubauten der EnEV vom 18.11.2013 angepasst. Grundsätzlich lassen sich die Baumaßnahmen an der TUK in Neubauten, Instandhaltung und Berufungsumbauten gliedern. Im Jahr 2016 wurde der Bau des Forschungszentrums LASE (Laboratory for Advanced Spin Engineering) gestartet. Saniert gemäß heutigen energetischen Anforderungen wurde im Jahr 2016 Gebäude 23. Die Sanierung betraf vor allem Brandschutzvorrichtungen und Fassaden (Fenster, Dächer, Wände). Für Gebäude 11 bis 14, 21, 22 und 24 ist eine ebensolche Sanierung geplant und wird in den nächsten Jahren baulich umgesetzt. Der jährliche Heizwärmebedarf der Universität ist einerseits von witterungsbedingten Gegebenheiten wie dem jährlichen Temperaturverlauf abhängig, andererseits von der energetischen Situation der Gebäudehüllen. Diese wurde vor einigen Jahren im Auftrag des LBB ermittelt und zeigt in graphischer Form erst die Einteilung in Cluster und darauf aufbauend ein Ranking des spezifischen Verbrauchs. Für Neubauten gibt es mittlerweile sehr hohe Anforderungen um den Energieverbrauch möglichst gering zu halten, da die bauliche Entwicklung der Universität bis 1997 jedoch größtenteils abgeschlossen war liegt der spezifische Heizwärmebedarf der Gebäude auf dem Campus weit oberhalb der aktuellen Standards, es besteht also Bedarf nach Sanierung um den jährlichen Heizwärmebedarf dauerhaft senken zu können. Im Zeitraum 2015/16 finden Bauarbeiten an Gebäude 23 zur grundsätzlichen Erneuerung und Verbesserung statt. Seit 2010 gibt es eine Energiecontrolling Software, die die Versorgungssituation der einzelnen Gebäude darstellt und überwacht, hierdurch können Vorschläge zur Optimierung und zur Energieeinsparung gemacht werden. Ebenfalls können Probleme schneller erkannt und behoben werden. Nach gesetzlicher Vorlage fand ebenfalls die energetische Inspektion der Klima- und Lüftungsanlagen in den Gebäuden der TUK statt, hierdurch werden weitere Potenziale zur Umrüstung mit dem Zweck der energetischen Verbesserung aufgezeigt.

GRI 303 (G4-EN8 - G4-EN10) Water


Die durchschnittliche Trinkwassernutzung liegt in Deutschland bei 43 m3 pro Kopf und Jahr. An der TUK beträgt die Trinkwassernutzung durchschnittlich 8 m³ pro Kopf. Insgesamt unterliegt die Trinkwassernutzung jährlichen Schwankungen. Von 2015 bis 2016 hat die Trinkwassernutzung um 10 % abgenommen.

GRI 304 (G4-EN11 - G4-EN14) Biodiversity


Der Fachbereichsgarten der TUK dient nicht ausschließlich der Forschung und Lehre, sondern nimmt auch zahlreiche andere Aufgaben wahr. Er beherbergt 3.000 Pflanzen aus verschiedenen einheimischen und tropischen Ökosystemen. Aktuell werden hier neun Auszubildende beschäftigt, die sich mit der gärtnerischen Gestaltung des Campus befassen und jährlich 30.000 – 40.000 Pflanzen für unterschiedliche Zwecke züchten. 

GRI 305 (G4-EN15 - G4-EN21) Emissions


Die TUK verursacht direkte Emissionen (Scope 1) durch die Nutzung der Heizzentrale. Insgesamt betrachtet haben die CO2-Emissionen von 2009 bis 2016 um 2 % zugenommen. Von 2014 bis 2015 stiegen sie um 8 % und 2015 bis 2016 um 6 % an. Durchschnittlich emittiert die TUK von 2009 bis 2016 ca. 0,61 t CO2-Emissionen pro Kopf.


An der TUK fallen indirekte CO2-Emissionen (Scope 2) durch die Nutzung elektrischer Energie an. Von 2012 bis 2016 haben diese insgesamt um 31 % abgenommen. Ein Anstieg ist im Jahr 2014 bis 2015 von 4 % zu verzeichnen und ein Absinken von 2015 bis 2016 um 25 %. Im Durchschnitt liegen die CO2-Emissionen durch die Nutzung elektrischer Energie von 2012 bis 2016 bei 1,03 t pro Kopf.  


Indirekte CO2-Emissionen (Scope 3) verursacht die TUK unter anderem durch Siedlungsabfälle. Die dadurch anfallenden CO2-Emissionen haben von 2012 bis 2013 um 20 % abgenommen. Ab 2013 bis 2016 ist ein stetiger Anstieg von insgesamt 17 % festzustellen und insgesamt verzeichnet die TUK von 2012 bis 2016 durchschnittlich ca. 11 kg CO2-Emissionen pro Kopf.


Die Studierenden der TUK emittieren durch ihren Mobilitätssplit insgesamt ca. 3.123 t CO2-Emissionen (Scope 3) innerhalb eines Jahres (hier Werte für 2015/16). Diese Summe der CO2-Emissionen setzt sich zusammen aus 2.316 t durch PKWs, 13 t durch Motorräder und 794 t durch Bus und Bahn. Der CO2-Fußabdruck eines Studierenden in Abhängigkeit des Entfernungsmedians beträgt null, wenn er sich zu Fuß oder mit dem Fahrrad (klassisches Fahrrad ohne elektrischen Antrieb) fortbewegt. Danach folgt der Bus und die Bahn mit einem CO2-Fußabdruck von 0,17 t CO2 pro Studierenden, dann das Motorrad mit 0,24 t CO2 pro Studierenden und am höchsten ist der Wert beim PKW mit 0,86 t CO2 pro Studierenden.


Die Mitarbeitenden der TUK emittieren durch ihren Mobilitätssplit insgesamt ca. 1.450 t CO2-Emissionen (Scope 3) in einem Jahr (hier Werte für 2015/16). Diese Summe der CO2-Emissionen setzt sich zusammen aus 1.283 t durch PKWs, 1 t durch Motorräder sowie 166 t durch Bus und Bahn. Der CO2-Fußabdruck eines Mitarbeitenden in Abhängigkeit des Entfernungsmedians beträgt null, wenn er sich zu Fuß oder mit dem Fahrrad (klassisches Fahrrad ohne elektrischen Antrieb) fortbewegt. Danach folgt Motorrad mit 0,10 t CO2 pro Mitarbeitenden, dann der Bus und die Bahn mit einem CO2-Fußabdruck von 0,26 t CO2 pro Mitarbeitenden und am höchsten ist der Wert beim PKW mit 1,10 t CO2 pro Mitarbeitenden. Die Werte des CO2-Fußabdrucks eines Mitarbeitenden und Studierenden unterscheiden sich, da Mitarbeitende in der Regel einen weiteren Weg zur TUK haben als Studierende. 

 

 

 

 

Weitere indirekte CO2-Emissionen (Scope 3) fallen durch die Mobilität an. Durch die Nutzung der Stadtmobil Autos emittiert die TUK im Jahr 2015 ca. 9 t CO2-Emissionen und im Jahr 2016 ca. 13 t. 

(G4-EN30) Mobilität


Der mit 69 % größte Anteil der Studierenden der TUK wohnt in der Stadt, 28 % in der Umgebung von Kaiserslautern und 3 % in einem Ortsbezirk Kaiserslauterns. Mitarbeitenden der TUK kommen zu 47 % aus der Umgebung, 46 % aus der Stadt und 7 % aus Ortsbezirken.


An einem gewöhnlichen Wochentag liegen die Stoßzeiten der An- bzw. Abreise von Studierenden und Mitarbeitenden an die TUK, zwischen 8 Uhr und 10 Uhr sowie gegen 17 Uhr und später. 


Für die Nachhaltigkeit der TUK ist nicht nur der Betrieb auf dem Campus ausschlaggebend, sondern auch welches Verkehrsmittel Studierende und Mitarbeitende wählen, um zur TUK zu gelangen. Die Ergebnisse liefert die durchgeführte Befragung am Lehrstuhl für Mobilität (imove). Insgesamt nahmen 1.203 Personen teil, davon 690 Studierende (4,9%) und 481 Mitarbeiter_Innen (21,8 %), 24 trafen keine Angaben. Die Studierenden der TUK nutzen mit 45 % am häufigsten den öffentlichen Personenverkehr (ÖPV) und Mitarbeitende hingegen mit 50 % den motorisierten Individualverkehr (MIV). Der MIV liegt insgesamt in Kaiserslautern 11 % über dem deutschlandweiten Durchschnitt und das Fahrrad 11 % darunter.


Studierende, die in der Stadt wohnen, präferieren mit 40 % den Bus als Fortbewegungsmittel danach folgt mit 27 % die Wahl zu Fuß zu kommen und mit 15 % die Entscheidung für das Auto. Studierende aus Ortsbezirken Kaiserslauterns wählen mit 42 % bevorzugt das Auto und 36 % entscheiden sich für die Anreise mit dem Bus. 32 % der Studierenden aus der Umgebung wählen das Auto, 28 % den Bus und 24 % die Bahn. Insgesamt betrachtet wählen am meisten Studierende (37 %) den Bus, um an die TUK zu gelangen und 21 % kommen zu Fuß sowie per Auto.


Mitarbeitende, die in der Stadt Kaiserslautern wohnen, entscheiden sich um an die TUK zu gelangen zu 35 % für das Auto, zu 22 % für zu Fuß und zu 20 % für den Bus. 74 % der Mitarbeitenden aus Ortsbezirken wählen das Auto. Mitarbeitende aus der Umgebung wählen mit 51 % das Auto, 18 % die Bahn und 17 % den Bus. Insgesamt wird mit 45 % das Auto als Fortbewegungsmittel bevorzugt, danach folgt mit 18 % die Wahl für den Bus und 11 % wählen das Fahrrad. 


Die Anfahrt an die TUK kann mit dem Linienbus erfolgen. Im Jahr 2015 weist die Buskapazität für die Zeiten 8 Uhr, 10 Uhr und ab 17 Uhr Mängel auf. Die gesamte Personenanzahl, die zu diesen Zeiten mit dem Bus zur TUK oder von der TUK fahren möchte ist höher als das Angebot der Busse. 


Für Beschäftigte der TUK besteht die Möglichkeit ein Jobticket für öffentliche Verkehrsmittel zu erwerben. Hiermit können alle Busse und Bahnen im VRN-Gebiet sowie teilweise Bereiche anderer Verkehrsverbünde angefahren werden. Die Kosten beziehen sich monatlich auf 40,50 €. Von 2009 bis 2017 ist ein kontinuierlicher Anstieg der Jobticketzahl zu verzeichnen. Die Zahl der tatsächlichen Nutzer im Jahr 2017 zeigt eine Differenz von 734 Personen, die das Jobticket trotz Anmeldung nicht nutzen.


An der TUK gibt es zwei Elektrofahrzeuge, die Bediensteten der TUK für Dienstfahrten zur Verfügung gestellt werden. Die Elektrodienstfahrzeuge (Renault Kangoo und Nissan) wurden im Rahmen eines Forschungsprojektes Ende 2011 angeschafft. Insgesamt können folgende Angaben zu der Leistung der Autos gemacht werden: Seit Ende 2011 bis Ende 2016, also im Zeitraum von rund 5 Jahren wurde mit dem Nissan in 555 Fahrten 26.513 km zurückgelegt und mit dem Renault in 660 Fahrten 17.090 km Strecke zurückgelegt. Das neue Buchungsportal ist seit Februar in Betrieb (http://lrscarbooking.eit.uni-kl.de/mrbs/day.php?year=2017&month=06&day=16&area=1&room=1) Seit der Inbetriebnahme des Portals und der geschaffenen Zugänglichkeit für die Öffentlichkeit nehmen die Fahrten auch wieder zu. Mittlerweile sind es 81 registrierte Nutzer im System (Stand: April 2017). Weitere Informationen finden sie unter: www.bauing.uni-kl.de/imove/e-cars/


Die Anreise mit dem Auto zur TUK: Studierende, die zur TUK mit dem Auto anreisen, kommen ca. 50 % aus der Stadt, ca. 44 % aus der Umgebung und ca. 6 % aus einem Ortsbezirk. Mitarbeitende kommen hingegen ca. 53 % aus der Umgebung, ca. 35 % aus der Stadt und12 % aus einem Ortsbezirk.


Im Jahr 2016 wurde am Institut für Mobilität und Verkehr (imove) eine intensive Befragung zum Mobilitätsverhalten der Studierenden und Mitarbeitenden durchgeführt. Aus dieser Umfrage resultieren folgende Ergebnisse:


Auf dem Campusgelände der TUK gibt es 629 Stellplätze für Fahrräder, davon sind 258 überdacht und sicher. Die Zahl der Radfahrenden zeigt jedoch ein Fehlen von Fahrradstellplätzen, denn auf einen Rad-Stellplatz entfallen vier Fahrräder. Bei einem durchschnittlichen Parkverhalten der Autos stehen 2.683 Kfzs auf einem gekennzeichneten Stellplatz und 576 parken falsch. Auf dem Campusgelände gibt es 1.931 Stellplätze und somit entfallen auf einen Kfz-Stellplatz 1,7 Autos. 

 

 

 

Auf dem Campusgelände der TUK benötigen ca. 51 % unter 5 Minuten für die Suche eines freien Kfz-Parkplatzes, ca. 30 % benötigen hierfür zwischen 5 und 10 Minuten und 19 % finden einen Platz nach über 10 min. Die Mitarbeitenden, die größtenteils früher an der TUK anfangen, finden somit schneller einen Parkplatz und Studierende suchen in der Regel zwischen 5 und 10 Minuten.  

 

 

Auf dem Campusgelände der TUK parken durchschnittlich 80 % der autofahrenden Studierenden richtig und 20 % falsch. Die Mitarbeitenden, die 33 % der gesamten Autofahrenden ausmachen, parken im Durchschnitt 88 % richtig und 12 % falsch. 

GRI 306 (G4-EN22 - G4-EN26) Effluents and Waste


Die in allen Gebäuden vorhandenen Abfallbehälter an der TUK werden nach Bedarf von Mitarbeitenden der Reinigungsfirma geleert. Dieser Müll wird in Abfallsäcken bis zur Abholung vor dem Gebäude gelagert. Täglich fahren Mitarbeitende der Reinigungsfirma mit einem Lieferwagen über den Campus und sammeln die Abfallsäcke ein. Der Restmüll wird der Restmüllpresse hinter der Mensa/Gebäude 30 zugeführt. Diese Presse mit Baujahr 1992/1993 zählt zum Eigentum der Universität. Gesammeltes Papier, Pappe und Kartonnagen (PPK) wird der Papierpresse zugeführt, die sich ebenfalls hinter Gebäude 30 befindet und der Firma Becker gehört. Der DSD-Abfall (Duales System Deutschland) wird in einem Container mit 36 m³ hinter Gebäude 42 gelagert. Des Weiteren stehen für Biomüll 3 Container mit einem Volumen von 240 l zur Verfügung. Die Entsorgung weiterer Abfallsorten sind dem Plan zu entnehmen. Der PPK-Container wird nach Bedarf durch die Firma Becker geleert. Die Abholung der übrigen Abfallsorten erfolgt durch die Städtische Abfallentsorgung ASK. In Zuge dessen wird die Restmüllpresse je nach Bedarf geleert, hingegen richtet sich die Leerung von Biomüll und DSD-Abfall nach dem Abfallkalender der ASK.


An der TUK fallen in den Jahren 2012 bis 2016 durchschnittlich 35 t Holzabfälle, 99 t Bauschutt, 26 t Sperrmüll, 26 t Stahlbeton, 22 t E-Schrott und 408 t Bauschutt (ohne den Ausreißer im Jahr 2015) an. Das hohe Aufkommen des Stahlbetons im Jahr 2015 ist auf Baumaßnahmen zurückzuführen. Die Holzabfälle haben kontinuierlich abgenommen alle andere Abfallarten unterliegen jährlichen Schwankungen.

 

 

 

Die Abfallmenge an der TUK der vier Fraktionen: Restmüll, Papier Pappe und Kartonage (PPK), Gelber Sack (Duales System Deutschland sprich DSD) und Biomüll schwankt über die Jahre 2012 bis 2016. So nimmt die Menge von 2012 bis 2013 sowie im folgenden Jahr ab, steigt aber wieder von 2014 bis 2015 an. Über den betrachteten Zeitraum fallen durchschnittlich 209 t Restmüll an, 165 t PPK, 26 t DSD und 5 t Biomüll. Die Daten des Biomülls und des DSD resultieren aus Berechnungen basierend auf der Größe der Tonne bzw. des Containers, da die Mengen nicht einzeln erfasst werden. Pro Jahr fallen an der TUK durchschnittlich 32 kg Abfall pro Kopf an. Sowohl aus ökologischer als auch ökonomischer Sicht ergibt sich die Notwendigkeit ein effizientes Abfallkonzept zu entwickeln und einzuführen. Beim derzeitigen Konzept an der TUK erfolgt nur eine eingeschränkte Abfalltrennung, was zu erhöhten Entsorgungskosten sowie einer geringen Verwertung der Wertstoffe führt.


Das Abfallaufkommen der vier Fraktionen Restmüll, Biomüll, Gelber Sack, Papier, Pappe und Kartonage (PPK) an der TUK im Vergleich zu Deutschland, zeigt ein höheres Aufkommen von Restmüll sowie von PPK an der TUK und eine geringere Menge von Biomüll und Gelber Sack. Das hohe Papieraufkommen an der TUK begründet sich durch die tägliche Arbeit innerhalb der wissenschaftlichen Einrichtung. Der Restmüll kann hingegen durch das Anbieten von Trennmöglichkeiten reduziert werden, wie ein Studienprojekt (2016) aufgezeigt hat. Die bewusste und korrekte Trennung der verschiedenen kommunalen Abfallfraktionen ist für das stoffliche Recycling von Rohstoffen unerlässlich. Für das Leitbild der nachhaltigen Entwicklung sind die Vermeidung, die Vorbereitung zur Wiederverwendung, das Recycling, die Verwertung und die Beseitigung des Abfalls von hoher Relevanz. Mit einer besseren Abfalltrennung, Abfallreduktion sowie des Recyclings kann die TUK einen Beitrag zu SDG 12 insbesondere 12.5 leisten.


Seit 1992 gibt es auf dem Campus der TUK eine Sonderabfallsammelstelle in Gebäude 59. Der Sonderabfall wird je nach Aggregatzustand und den Eigenschaften getrennt gelagert. Die Öffnungszeiten des Sondermülllagers sind montags von 10:30 – 11:30 Uhr und donnerstags von 14:00 – 15:00 Uhr. Hierzu zählt der Sonderabfall, der in größeren Mengen in Kanistern und Fässern gelagert und nach Bedarf abgeholt wird. In den Mengenangaben des Sondermülls sind neben der Entsorgung der Kanister und Fässer aus dem Sonderabfalllager auch sonstige Abfälle, die vor Ort aus den Fachbereichen entsorgt werden mit eingerechnet. Darunter fallen unter anderem: Getriebeöl, Klebstoffabfälle, leere Verpackungen, Leuchtstoffröhren, belastetes Altholz, Frostschutzmittel, Bleibatterien, Kläranlagenschlamm aus der Abwasserbehandlung, infektiöse Abfälle. Weiterhin zählen die Laborchemikalien (Ausnahme 20), die aus dem Chemikalienlager/schränke entsorgt werden mit rein.

Die Gefährlichen Abfälle an der TUK haben 2012 bis 2013 um 7 % zugenommen, 2014 bis 2015 um 19 % und 2015 bis 2016 um 1%. Von 2013 bis 2014 ist eine Abnahme von 3 % zu verzeichnen. Pro Kopf betrachtet haben die Gefährlichen Abfälle entsprechend zu- bzw. abgenommen und betragen im Durchschnitt von 2012 bis 2016 ca. 2 kg pro Kopf.


Der radioaktive Abfall beträgt in Deutschland 450 t pro Jahr. Die TUK verursacht radioaktiven Abfall durch die Nutzung elektrischer Energie. Der prozentuale Anteil im Strommix des Energieträgers Kernenergie sowie die genutzte Energiemenge an der TUK führen zu 8,55 kg radioaktiven Abfall im Jahr 2016.

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