Nachhaltigkeit an der TUK

BNE in der Hochschullehre

Zusammenstellung der Lehrveranstaltugen mit Nachhaltigkeitsbezug

Die TUK bietet für ihre Studierenden im Bereich der regulären Curriculae der Studiengänge Lehrveranstaltungen zu den drei Einzelbereichen der Nachhaltigkeit an. Zu den jeweiligen Schwerpunkten ökologische, soziokulturelle und ökonomische Nachhaltigkeit wurde durch das Nachhaltigkeitsbüro aus den Rückmeldungen der Hochschullehrenden die unten stehende Zusammenstellung erstellt. Es handelt sich hierbei in den meisten Fällen jedoch nicht um Veranstaltungen, die Nachhaltige Entwicklung im Sinne der BNE adressieren.

Das Nachhaltigkeitsbüro hat darauf weiterhin evaluiert, welche Lehrveranstaltungen der TUK Aspekte nachhaltiger Entwicklung bereits integriert haben. Dabei hat sich gezeigt, dass nur äußerst wenige Lehrveranstaltungen Konzepte nachhaltiger Entwicklung berücksichtigen. Auch wurde erkannt, dass die Beschäftigung mit ökologischen, soziokulturellen oder ökonomischen Inhalten oder Fragestellungen per se keinesfalls die notwendige individuelle Kompetenzentwicklung für nachhaltige Entwicklung sicherstellt. Dies zeigt auch die langjährige Forschung von Prof. Arnold zur Erwachsenenbildung. Die Veränderungskompetenz ist keine Folge der Wissens- und Kompetenzvermittlung, sondern der Reifung der individuellen Emotionsmuster.

 

 

Ökologische Nachhaltigkeit

  • Wasser : Vermeidung Gewässerbelastung, Wasseraufbereitung, Grundwasser, Abwasser
  • Energie: Erneuerbare Energien, effiziente Mobilität, Transportwege, Ökologische Prozessoptimierung Energienutzung
  • Emission : Emissionsvermeidung, Treibhausgasreduktion
  • Ressourcenmanagement : Ressourceneffizienz/-schonung, Ökologische Prozessoptimierung Materialnutzung, Müll-/Abfallströme (Abfallvermeidung/-politik)
  • Produktverantwortung : PLM (Product-Lifecycle-Management), Recycling, nachhaltiger Produktionsprozess
  • Biodiversität : Erhalt der genetischen Vielfalt

Soziokulturelle Nachhaltigkeit

  • Gleichbehandlung und Gleichberechtigung : Menschenrechte, kulturelle Vielfalt, Integration
  • Gesetzliche Perspektive : Compliance, Korruptionsbekämpfung
  • Unternehmensverantwortung (CSR, Wirtschaftsethik)
  • Arbeitsbedingungen : Arbeitssicherheit, Gesundheitsschutz

Ökonomische Nachhaltigkeit

  • Nachhaltige Wertschöpfung
  • Risikomanagement
  • Finanzielle Folgen Klimawandel/ nicht nachhaltiger Aktivismus

BNE Integration in reguläre Lehrveranstaltungen

Das Nachhaltigkeitsbüro  verfolgt den Ansatz einer möglichst weitreichenden und tiefgründigen Integration der Bildung für eine nachhaltige Entwicklung (BNE) in die regulären Curriculae und Lehrveranstaltungen. Nur wenn die Herausforderungen einer nachhaltigen Entwicklung selbstverständlicher Bestandteil der Bildung und Ausbildung werden kann eine dauerhafte und wirksame Gestaltungsfreiheit der zukünftigen Generationen erfolgen. 

Die Integration der BNE in die reguläre Lehre ermöglicht nicht nur aus Sicht des Nachhaltigkeitsbüros eine deutliche Qualitätssteigerung der Lehre durch die kritische und reflektierte Auseinandersetzung mit relevanten Zukunftsfragen der aktuellen Studierendengeneration. Die Wissens- und Kompetenzvermittlung im Hinblick auf diese Herausforderungen ist elementar. Eine klare innere und externe Positionierung der TUK in diesem Bereich würde das Selbstverständnis und das Profil eindeutig im Wettbewerb schärfen.

Bislang ist der Initiatorenkreis aus Nachhaltigkeitsbüro und Hochschullehrenden mit einem Finanzierungsantrag 2017 im Rahmen der Lehre+ Förderung der TUK  leider nicht erfolgreich gewesen. Eine Überarbeitung wird für eine der kommenden Ausschreibungsrunden angestrebt.

Das Konzept wurde in der vom BMBF geförderten Konzeptwerkstatt „BNE für alle für immer“ des netzwerk n in Berlin und beim Strategiewochenende des Nachhaltigkeitsbüros und der Freiwilligeninitiative FUTURE Nachhaltigkeit entwickelt.

Service Learning - Lernen durch ehrenamtliche Tätigkeit von Lehramtsstudierenden in Schulen (ELiS)

Das Projekt ELiS (Ehrenamtliche Tätigkeit von Lehramtsstudierenden in Schulen) wird vom Zentrum für Lehrerbildung (ZfL) der TUK angeboten. Im Projekt ELiS bieten Studierende ehrenamtlich Begleitmaßnahmen (Teamteaching, Assistenz im Deutschkurs, AG-Angebote) für Kinder und Jugendliche mit Migrationshintergrund an mehreren Schulen in Kaiserslautern an. Ziel von ELiS ist es, die Kinder und Jugendlichen zu unterstützen und Grundlagen für eine erfolgreiche Teilhabe an Schule und Unterricht zu schaffen. Durch die Mitarbeit bei ELiS können Lehramtsstudierende schon früh Erfahrungen für Ihren späteren Berufsalltag mit heterogenen Klassen sammeln. Dabei haben sie zudem die Möglichkeit, Ihre Eignung und Neigung für den Lehrerberuf zu überprüfen.

Dieses Projekt ist als Praxisphase nach dem Prinzip Service Learning - "Lernen durch Engagement" als fester Bestandteil in das Seminar Entwicklung interkultureller Kompetenz durch Ehrenamt im Lehramtsstudium (EiKEL) integriert.

KLOOC "Nachhaltige Entwicklung"

Das Thema „Nachhaltige Entwicklung“ wird an der TU Kaiserslautern in unterschiedlichen Fachdisziplinen erforscht, behandelt und vorangetrieben. Um dies erfahrbar und sichtbar zu machen, wird an der TUK jedes Semester ein für alle Interessierten offener Online-Kurs zum Thema Nachhaltigkeit angeboten.

Der KLOOC "Nachhaltige Entwicklung" wird vom Distance and Independent Studies Center (DISC) in Zusammenarbeit mit dem Lehrstuhl für Sustainability Management, dem Lehrstuhl für Wirtschaftspolitik und internationale Wirtschaftsbeziehungen und den am Kurs beteiligten Dozierenden umgesetzt.

Das Besondere an diesem KLOOC ist, dass für die erfolgreiche Teilnahme an diesem semesterweise angebotenen Online-Kurs zur Nachhaltigkeit erstmals in Deutschland echte ETCS Punkte für ausgewählte Studiengänge vergeben werden. Weiterführende Informationen zur Anerkennung, den Inhalten, zur Anmeldung und den Terminen gibt es auf der Webseite des KLOOC.

Service Learning - „Lernen durch Engagement“ im Master Wirtschaftswissenschaften

Service Learning wird ins Deutsche als „Lernen durch Engagement“ oder „durch Verantwortung lernen“ übersetzt. Neben Lernen und Engagement ist der dritte zentrale Bestandteil die systematische Reflexion, welche die theoretischen Inhalte des Learning mit der praktischen Erfahrung, dem Service, verknüpft. Die Beziehungen zwischen den verschiedenen Beteiligten lassen ein Dreiecksverhältnis entstehen, welches in der folgenden Abbildung dargestellt ist: Den Studierenden werden von universitärer Seite theoretische Kenntnisse vermittelt, mit denen sie in der Lage sein sollen, die bei den Community Partnern in der Praxis vorliegenden konkreten Problemstellungen zu bearbeiten. Dies erfolgt in enger Anbindung an das Curriculum und über eine gewisse Zeitdauer, beispielsweise der eines Semesters, hinweg. Als Community Partner kommen Nonprofit Organisationen und öffentliche Einrichtungen in Frage.

Im Master-Modul Sustainable Development and Management im Master-Studiengang Wirtschaftswissenschaften einer Vertiefung wird die Veranstaltung Service Learning - "Lernen durch Engagement" regelmäßig als Forschungsprojekt durch das Lehrgebiet Sustainability Management angeboten.  

 

Erfahrungen mit Service Learning an der Technischen Universität Kaiserslautern

Service Learning Projekt

„Service Learning im Nonprofit Management“

„Ehrenamtliche Tätigkeit von Lehramtsstudierenden in Schulen“ (ELiS)

„Forschungsorientiertes Service Learning im Lehramtsstudium“

Studentisches Bauprojekt „design build“

 

Prof. Dr. Katharina Spraul

Lehrstuhl für Betriebswirtschaftslehre, insb. Sustainability Management, Fachbereich Wirtschaftswissenschaften

Dr. Claudia Gomez-Tutor

Zentrum für Lehrerbildung

Dipl.-Päd. Antonia Bauschke

Zentrum für Lehrerbildung

Juniorprof. Dr. Mandy Schiefner-Rohs

Juniorprofessur für Pädagogik mit Schwerpunkt Schulentwicklung, Fachbereich Sozialwissenschaften

Prof. Dipl.-Ing. Stefan Krötsch

(ehemals) Fachgebiet „Tektonik im Holzbau“, Fachbereich Architektur

Prof. Dr.-Ing. Jürgen Graf, Fachgebiet Tragwerk und Material

Prof. Dipl.-Ing. Andreas Kretzer (ehemals) Fachgebiet „Digitale Werkzeuge“, Fachbereich Architektur

Erstmalig

Sommersemester 2014

Wintersemester 2015/16

Sommersemester 2013

Sommersemester 2016

Beteiligte (Lehrstühle, Praxispartner)

Lehrstuhl für Betriebswirtschaftslehre insb. Sustainability Management, Nonprofit-Organisationen der Region

Zentrum für Lehrerbildung (ZfL), Schulen in Kaiserslautern, teilweise Kooperation mit zwei universitären Seminaren des Fachs Bildungswissenschaften

AG Schulentwicklung des Fachgebiets Pädagogik, Schulen der Region

Fachgebiet Tektonik im Holzbau, Fachgebiet Tragwerk und Material, Fachgebiet Digitale Werkzeuge, Stadt Mannheim, Regierungspräsidium Karlsruhe (BEA Spinelli), Sponsoren, Freiwillige Helfer, Geflüchtete, lokale Baufirmen

Zustandekommen der Kooperation

Universitäre Kontakte, Netzwerke

Netzwerke in der Stadt Kaiserslautern

Kontakte und Netzwerke, Netzwerkschulen der TUK

Persönlicher Kontakt

Zielgruppe (Studiengänge)

Masterstudierende aus den Bereichen BWL, BWL mit technischer Qualifikation, Wirtschaftsingenieurwesen

Lehramtsstudierende

Bachelor- und Masterstudierende der Bildungswissenschaften

Studierenden des Diplomhauptstudiengangs, Masterstudierende Studiengang Architektur, ggf. Bauingenieurswesen

Ressourcen

(Zeit, Personal, Geld)

Teil des regulären Lehrangebots (Landesmittel)

Teil des regulären Lehrangebots (Landesmittel)

Teil des regulären Lehrangebots (Landesmittel)

Teil des regulären Lehrangebots (Landesmittel)

Förderung

Ideelle Förderung durch die Stadtsparkasse Kaiserslautern

Keine

Keine

ca. 205.000,- EUR Projektfinanzierung durch Land Baden-Württemberg, Stadt Mannheim, Sponsoren: Festool, Spax, Daimler und verschiedene andere

Verankerung im Studienverlaufsplan (Semester, Credit Points)

Master Forschungsprojekt (1.-3. Semester); 9 ECTS

Wahlpflichtveranstaltung Modul 3, Bildungswissenschaften Bachelor of Education, 3 ECTS

Teil des Forschendes Lernen in den Bildungswissenschaften in Seminaren, Modul Bildungswissenschaften Bachelor of Education, 2-3 ECTS

Entwurfsprojekt und Wahlpflichtfach im Diplomhauptstudium Architektur

Art der Reflexion

Individuelle Reflexionsessays zu Beginn des Semesters, Reflexionsbericht am Ende des Semesters, Reflexionssitzungen während des Semesters, Contemplative Photography

 

Beratungsgespräche des ZfL oder im Rahmen eines der zwei kooperierenden Seminare

Reflexionsberichte sowie Berichte an die Schulen

Reflektieren der Planung durch 1:1-Umsetzung des Entwurfs in Zusammenarbeit aller beteiligter Akteure

Gelingensfaktoren

aus Sicht der Verantwortlichen (Selbsteinschätzung)

 
  • Strukturiertes Prüfungsportfolio
  • Engagement der Praxispartner und Dozierenden
  • Reflexionssitzungen
  • Struktur des theoretischen Rahmens
  • Konkrete Konzepte zur Anwendung wie die nachhaltigen Entwicklungsziele
 
 
  • Konkretes Konzept
  • Einbindung in eine Lehrveranstaltung
  • Übernahme gesellschaftlicher Verantwortung
 
 
  • Praxiserfahrung der Studierenden
  • Rahmen der Veranstaltung
  • Unterstützung der Dozierenden
 
 
  • Wichtigkeit und gesellschaftliche Relevanz der Aufgabe
  • Hohes Engagement der Studierenden und Dozierenden
  • Unterstützung durch Praxispartner
  • Strukturierte Projektorganisation in Planung und Umsetzung
 

Wahrnehmung in der Öffentlichkeit (Auswahl)

Kruse 2018; Die Rheinpfalz 2018

Technische Universität Kaiserslautern 2016

Schiefner-Rohs 2017

Ecker 2018;Russ 2017; Deutscher Hochschulverband 2017; Záboji 2017; Löw 2016c; Löw 2016b

 

 

Kruse: https://www.rheinpfalz.de/lokal/kaiserslautern/artikel/unspektakulaerer-aufgalopp/ (Abfrage 30.11.2018)

Technische Universität Kaiserslautern: https://www.unispectrum.de/weiterbilden/lehramtsstudierende-engagieren-sich-ehrenamtlich-in-schulen (Abfrage 30.11.2018)

Schiefner-Rohs[FK1] : www.paedagogik.de/verzeichnisse/9783834017536in.pdf  (Abfrage 30.11.2018)

Ecker: https://dom-publishers.com/products/deutsches-architektur-jahrbuch-2018 (Abfrage 30.11.2018)

Russ: https://www.baumeister.de/ein-gemeinsames-haus/ (Abfrage 30.11.2018)

Deutscher Hochschulverband: https://www.hochschulverband.de/pressemitteilung.html?&no_cache=1&tx_ttnews%5Btt_news%5D=259&cHash=3fd10fd1c64b050a0399aa88f2238897#_ (Abfrage 30.11.2018)

Záboji, Niklas: blogs.faz.net/blogseminar/studenten-des-jahres-2017-engagement-mit-offenem-ausgang/

Löw, Melanie: www.unispectrum.de/studieren/gemeinschaftsgeb%C3%A4ude-f%C3%BCr-fl%C3%BCchtlingsunterkunft

Löw, Melanie: www.unispectrum.de/studieren/pavillon-fuer-fluechtlinge-in-mannheim-eroeffnet


Master-Fernstudiengang: Nachhaltige Entwicklungszusammenarbeit

Der Master-Fernstudiengang "Nachhaltige Entwicklungszusammenarbeit" des DISC qualifiziert die Teilnehmenden berufsbegleitend für Tätigkeiten in staatlichen und nichtstaatlichen Institutionen und Organisationen der Entwicklungszusammenarbeit. Darüber hinaus fördert er auch die Umsetzung von Nachhaltigkeitskonzepten in anderen Bereichen wie Unternehmen oder öffentlichen Einrichtungen.
Unter- und Fehlentwicklungen stellen nach wie vor die größten Probleme dar, vor denen die Weltgemeinschaft steht. Das Konzept der nachhaltigen Entwicklung hat sich mit der Agenda 21 der Vereinten Nationen für die Entwicklungszusammenarbeit als zentrales und handlungsleitendes Leitbild durchgesetzt.

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