Bienen AG

Die Bienen AG - Aktuelles

Warum kristallisiert Honig?

Jeder Honig, der naturbelassen ist, kristallisiert irgendwann – je nach Sorte schneller oder langsamer. Den größten Einfluss auf die Kristallisationsgeschwindigkeit hat, neben der Lagerungstemperatur, das Verhältnis von Glucose (Traubenzucker) zu Fructose (Fruchtzucker).


Glucose und Fructose

Glucose und Fructose sind Zuckermonomere, die durch die enzymatische Spaltung von Saccharose (Haushaltszucker) entstehen. Das Verhältnis von Glucose zu Fructose resultiert aus dem jeweiligen Nektar, den die Bienen aus den verschiedenen Blüten sammeln. Ist das Verhältnis von Fructose zu Glucose größer 1,33, dann kristallisiert der Honig langsam. Rapshonig gehört beispielsweise zu den Sorten, die schnell kristallisieren. Waldhonige enthalten hingegen einen großen Anteil an Fructose, sodass Waldhonige Honige in der Regel länger flüssig bleiben. 

 

Cremige Honige

Da jeder Honig irgendwann kristallisiert, wählt der Imker für leicht kristallisierende Honige oft die „cremige“ Variante. Das bedeutet, dass er durch die Wahl einer geeigneten Lagertemperatur oder durch Zugabe von Kristallisationskeimen, die Kristallisation unter kontrollierten Bedingungen durchführt. Durch regelmäßiges Rühren werden große Kristalle zerkleinert und es entsteht ein geschmeidiger Honig, der aufgrund seiner etwas helleren Farbe und streichfähigen Konsistenz als cremig bezeichnet wird.

 

Lagerung

Bei einer Lagerung über 25 °C kann der Kristallisationsprozess hinausgezögert werden und unter 15 °C beschleunigt werden. Daher bleibt Honig selten über den Winter hinaus flüssig.

 

Honiganalyse TUK

Wir haben die Zuckermonomere Glucose, Fructose und den Zweifachzucker Maltose in unseren Honigen untersucht. Hier seht ihr unsere Ergebnisse

Unser Honig aus dem Jahr 2017 hat ein Verhältnis von Fructose zu Glucose von 1,45. Der Honig 2018 (1. Ernte) hat ein Verhältnis von 1,48 und der Honig 2018 (2. Ernte) von 1,52. Während 2018 der Gehalt an Fructose und Glucose zusammen 65 bzw. 67 %-wt betrug, war dieser 2017 nur bei rund 55 %-wt. Der geringe Gesamtgehalt an Fructose und Glucose, sowie die Farbe und der Geschmack unseres Honigs im Jahr 2017 lassen vermuten, dass die Bienen 2017 viel im Wald unterwegs waren. 

 

Was tun, wenn der Honig ungewollt kristallisiert?

Honig kann ganz einfach in einem 40 °C warmen Wasserbad schonen verflüssigt werden, ohne dass wertvolle Inhaltsstoffe zerstört werden.

Die Bienen-AG der TU in der Kinderuni

Während den Herbstferien bietet die TU Kaiserslautern jedes Jahr Projekte für Kinder ihrer Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen an, die sogenannte Kinderuni. In diesem Jahr war auch die Bienen-AG der TU Kaiserslautern wieder mit dabei.

Von 9 bis 13 Uhr konnten die Kinder Imkerkleidung anprobieren und die Werkzeuge des Imkers (z. B. Stockmeißel, Smoker, Entdeckelungsgabeln) an Waben im Ausstellungsbienenstock ausprobieren. Die Kinder lernten, dass 50.000 weibliche Arbeiterbienen in einem Bienenstock mit einer einzigen Königin und ein paar hundert männlichen Drohnen zusammen leben. Beeindruckend für die Kinder war, dass so ein Bienenstock weit mehr als einen Liter Honig produziert (ihr Schätzwert), nämlich bis zu 50 kg. Der Höhepunkt des Tages war das Kerzengießen: Aus Wachs-Pellets konnten Wachstiere wie Hund, Katze, Ente, Vogel, Osterhase u. a. gegossen werden und die Figuren am Ende des Tages mit nach Hause genommen werden.

Nach so viel harter Arbeit durfte natürlich auch Honig probiert werden. Beeindruckend für die Mitglieder der Bienen-AG war, wie schnell 29 Kinder ein großes 500 g Glas Honig leeren können.

 

 

Honigernte 2018

Die Bienen-AG der TU Kaiserslautern hat auch in diesem Jahr wieder erfolgreich Honig ernten können. An zwei Schleudertagen (10.06.2018 und 16.07.2018) haben die fleißigen Helfer insgesamt knapp 85 kg geerntet.


Am 17.09.2018 konnten angehörige der TU Kaiserslautern in den Genuss des "TU-Honigs" kommen und ein Glas für den Eigenbedarf oder zum Verschenken mit nach Hause nehmen. Neu waren selbstgemachte Kerzen aus dem Wachs der TU-Bienen. Der Andrang war groß und der beschauliche Vorrat nach 20 Minuten aufgebraucht.

Wir bedanken uns für das große Interesse!

 

 

 

Die Nacht, die Wissen schafft (13.04.2018)

Zum dritten Mal in Folge war die Bienen-AG der TU Kaiserslautern auf der „Nacht, die Wissen schafft“ (2018) vertreten. Jung und Alt konnten sich über die Honigbiene und das Imkerjahr informieren und Honig probieren. Die Kinder konnten ein Puzzle zur Entwicklung der Biene machen, ein Quiz über Zahlen rund um die Biene lösen und Wachskerzen aus Mittelwänden drehen, was sich zum absoluten „Renner“ entpuppte.

Der Honig, der von den universitätseigenen Bienen in den Bienenstöcken des Fachbereichsgartens der TU ("Botanischer Garten") hergestellt wird, wurde zahlreich für seinen Geschmack und seine Qualität gelobt und die Fragen rund um den Honig, die Bienenhaltung und die Honigproduktion ebbten nicht ab.

Besonders gefreut haben sich die AG-Mitglieder über das Interesse von Prof. Dr. Helmut J. Schmidt, Präsident der TU, der sich am Stand über die neuen "digitalen" Bienenstöcke informiert hat. Die Bienenstöcke wurden während der vergangenen Winterpause mit digitalen Sensoren ausgestattet, um die Bienenaktivität und -gesundheit zu überwachen und zu verbessern. Zur Überwachung des Brutverhaltens wurden Temperatur- und Feuchtigkeitssensoren der Fa. Esera in Betrieb genommen. Außerdem wurde eine Stockwaage (Fa. Broodminder) installiert, die den Honigeintrag dokumentiert und im Winter die Futterstände überwacht. Eine Kamera und eine Bienenzähleinheit am Flugloch sind ebenfalls nahezu einsatzbereit. In kürze werden die Daten online auf der AG-Homepage verfügbar sein.

Ein besonderer Dank geht an Jesse und Robin, fleißige „Mitbienen“ der AG, die zum Gelingen des Abends beigetragen haben, indem sie allen Interessierten geduldig Rede und Antwort gestanden haben und den Kindern beim Drehen der Wachskerzen behilflich waren.

 

 

 

 

 

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