Von Kaiserslautern nach Manchester und Shanghai

Als Chemie-Absolvent in der Welt unterwegs

Wolfgang Lipps begann 1972 sein Studium an der TUK. Er war damals einer von insgesamt lediglich 20 Studierenden im Fach Chemie. Unterbrochen durch den Wehrdienst zählte er 1980 mit zu den Ersten, die an der TUK in Chemie promovierten.

Wolfgang Lipps entschied sich aufgrund der lokalen Nähe zu seinem Heimatort im Umkreis von Pirmasens für ein Studium an der TUK. Die kleine Gruppe an Studierenden und die Ausstattung der Labore gefielen ihm während seiner Studienzeit besonders gut – „alles Notwendige stand frei zur Verfügung, was auch ermöglichte, in relativ kurzer Zeit das Studium abzuschließen“, so Lipps. Er setzte sich seinerzeit für die Studierendenschaft ein, war Mitgründer der Fachschaft Chemie und Mitglied im Fachschaftsrat.

Nach dem Abschluss der Promotion war er noch einige Monate als Assistent bei seinem Doktorvater Prof. Dr. Kreiter tätig. Beruflich führte es ihn dann zunächst vier Jahre zu Hoechst, Werk Ruhrchemie. Hier arbeitete er in der petrochemischen Forschung und beschäftigte sich in verschiedenen Projekten mit Chemierohstoffen aus Kohle sowie Synthesegaschemie und Hydroformylierung. Daraufhin war er zehn Jahre lang Professor an der Fachhochschule in Isny im Allgäu.

Anschließend ging er nach München zur TÜV SÜD Management Service GmbH, wo er als leitender Auditor für Zertifizierungen von Qualitäts- und Umweltmanagementsystemen zuständig war. Seine Tätigkeit im Außendienst führte ihn nicht nur an die verschiedenen Standorte der betreuten Firmen in Deutschland, sondern auch beinahe um die halbe Welt. Neben Stationen in Großbritannien, Spanien und Ungarn war er auch in China, Singapur oder Indonesien. In den rund 20 Jahren als TÜV-Sachverständiger betreute er Kunden aus etwa 250 Unternehmen unterschiedlichster Branchen. Besonders schätzte er daran, überall auch etwas Neues über die jeweiligen Produktionsverfahren lernen zu können. Er erinnert sich außerdem noch heute an den guten Duft, der ihm bei der Zertifizierung eines Kosmetikunternehmens in Deutschland um die Nase wehte oder an den bisher besten Fisch, den er in Batam in Indonesien geschmeckt hatte. 

Für das Alumni-Treffen 2019 ist er aus dem Allgäu angereist. Es hat ihn gefreut, wieder zurück an die TUK zu kommen, denn das letzte Mal ist bereits einige Jahre her, als Lipps ein Jahr nach Bezug des damals neuen Chemiegebäudes vor Ort war. Mit der TUK verbindet er seine berufliche Karriere. Seine Universität ist für ihn eine Stätte der Bildung im pfälzischen Raum. „Sogar die Professoren konnten nach einiger Zeit pfälzisch reden“, schmunzelt der gebürtige Rheinland-Pfälzer.


2019

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