Pressemeldung

Einsatz von künstlicher Intelligenz in der Nutzfahrzeugproduktion

Unter Führung des Lehrstuhls für Fertigungstechnik und Betriebsorganisation (FBK), den Prof. Dr.-Ing. Jan Aurich leitet, sollen die Potenziale des Maschinellen Lernens für die Nutzfahrzeugproduktion gehoben werden. (Foto: TUK)

Das Projekt wird vom Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) gefördert.

 

Die Produktion von Nutzfahrzeugen ist komplex: Die Fahrzeuge werden stark an die Nutzer angepasst. Das führt zu einer hohen Variantenvielfalt bei kleiner Stückzahl.  Die Nutzung künstlicher Intelligenz verspricht eine größere Effizienz und Genauigkeit in der Nutzfahrzeugproduktion. Zu diesem Zweck fördert Wirtschaftsminister Dr. Volker Wissing zusammen mit dem Commercial Vehicle Cluster (CVC) Südwest das Forschungsprojekt „Nutzung künstlicher Intelligenz in der Nutzfahrzeugproduktion“ mit Forschern der TU Kaiserslautern und Unternehmen.

 

„Wissenschaft und Wirtschaft arbeiten hier Hand in Hand. Die Universität Kaiserslautern wird weitere Kompetenz im wichtigen Bereich der Künstlichen Intelligenz aufbauen und die Unternehmen können von den Projektergebnissen direkt profitieren. Die Zusammenarbeit von Unternehmen und Universitäten bringt den Wirtschafts- und den Wissenschaftsstandort Rheinland-Pfalz voran, besonders unsere mittelständischen Unternehmen profitieren von den Forschungsergebnissen und den hohen Transferleistungen, die das CVC erbringt. Die Zusammenarbeit von CVC und der TU Kaiserslautern ist ein großes Plus für Rheinland-Pfalz“, sagte Wirtschaftsminister Dr. Volker Wissing.

Das Forschungsprojekt „Nutzung künstlicher Intelligenz in der Nutzfahrzeugproduktion“ wird vom Commercial Vehicle Cluster (CVC) und aus EFRE-Mitteln des Wirtschaftsministeriums mit jeweils rund 125.000 Euro unterstützt. Unter Führung des Lehrstuhls für Fertigungstechnik und Betriebsorganisation (FBK) der TU Kaiserslautern sollen die Potenziale des Maschinellen Lernens für die Nutzfahrzeugproduktion gehoben werden. In enger Zusammenarbeit mit Unternehmen werden beispielhafte Anwendungsfälle erforscht und implementiert. Auf dieser Basis wird anschließend ein Vorgehensmodell entwickelt, das die Übertragung der erzielten Erkenntnisse auf andere Anwendungsfälle ermöglicht.

„Mit dem Projekt gehen wir auf die Bedarfe der Nutzfahrzeugindustrie ein und adressieren gleichzeitig die wissenschaftlich wichtige Fragestellung nach dem Umgang mit kleinen, heterogenen Datensätzen in der Produktion“, hob Prof. Dr.-Ing. Jan Aurich vom FBK die Relevanz des Projekts hervor.

Über die vorgesehenen Transferveranstaltungen werden neben den Mitgliedern des CVC auch interessierten Drittunternehmen die Möglichkeit geboten, an den Ergebnissen des Projektes zu partizipieren.

Die Nutzfahrzeugproduktion ist charakterisiert durch eine hohe Variantenvielfalt, womit eine kleine Stückzahl der einzelnen Varianten einhergeht. Durch Methoden des Maschinellen Lernens können in den komplexen Produktionsprozessen Fehler vermieden und die Kosten gesenkt werden. Aus Daten, die etwa von Sensoren stammen, werden Schlüsse und Prognosen für zukünftige Prozesse abgeleitet. Ein stetig besser werdender Zugang zu Rechenleistung und benutzerfreundlicher Software eröffnen neue und breitere Anwendungsfelder für die Technologie des Maschinellen Lernens.

 

Quelle: Pressemitteilung des rheinland-pfälzischen Ministeriums für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau vom 28. Juli 2020

Die TU Kaiserslautern

Die TU Kaiserslautern (TUK) ist eine ingenieur- und naturwissenschaftlich ausgerichtete Forschungsuniversität mit internationaler Sichtbarkeit. Ihren Studierenden bietet sie zukunftsorientierte Studiengänge sowie eine wissenschaftliche Ausbildung mit moderner Infrastruktur und gutem Praxisbezug. An der TUK gibt es neben exzellenter Einzelforschung eine Vielzahl koordinierter Forschungsverbünde. In der Grundlagenforschung sind dies mehrere von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderte Sonderforschungsbereiche und Transregios. Die Themenbereiche der anwendungsorientierten Forschung werden meist in enger Kooperation mit den zehn Forschungsinstituten am Standort bearbeitet. Indem die TUK Forschungsstärke mit Wissens- und Technologietransfer verbindet, schlägt sie nicht zuletzt die Brücke zwischen Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft. Als Campus-Universität am Rande des Pfälzerwaldes zeichnet sie sich durch kurze Wege, ein partnerschaftliches Miteinander und naturnahe Lebens- und Arbeitsqualität aus.

Pressekontakt

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