Pressemeldung

Prof. Rombach erhält hohe internationale Auszeichnung für sein Lebenswerk

Prof. Dr. Dr. h.c. Dieter Rombach. Foto: Fraunhofer IESE

In diesem Jahr vergibt die Computer Society der internationalen Ingenieur-Vereinigung IEEE (Institute for Electrical and Electronics Engineers) eine der höchsten Auszeichnungen für berufliche Lebensleistung – den Harlan D. Mills Award 2021 – an Prof. Dr. Dr. h.c. Dieter Rombach. Sie würdigt damit seine langjährigen, nachhaltigen und wirkungsvollen Beiträge sowie Führung in der Forschung, der Lehre und des Technologietransfers im Bereich der empirischen Softwareentwicklung. Prof. Rombach ist bereits seit 2003 Fellow der IEEE Computer Society. Der Award wird seit 1999 vergeben und gehört zu einer der renommiertesten Auszeichnungen auf dem Gebiet der Informatik und Informationstechnik.

 

Prof. Dr. Dr. h. c. Dieter Rombach war selbst fast zehn Jahre als Professor für Computer Science im Fachbereich Informatik der University of Maryland in den USA tätig und hat während dieser Zeit mit Dr. Harlan Mills, einem der Pioniere der ingenieurmäßigen Softwareentwicklung, persönlich zusammengearbeitet. Prof. Rombach fühlt sich deshalb besonders geehrt und erinnert sich gerne an seine produktive Kooperation mit Dr. Harlan Mills: „Er war einer meiner wichtigsten Mentoren während meiner Zeit an der University of Maryland. Mit ihm zusammen habe ich an den Grundlagen ingenieurmäßiger Softwareentwicklung gearbeitet, die später zur Basis meiner Arbeiten an der TU Kaiserslautern sowie am Fraunhofer IESE geworden sind.“

 

Prof. Dr. Arnd Poetzsch-Heffter, Präsident der TU Kaiserslautern, gratuliert Prof. Rombach mit folgenden Worten: „Der Harlan D. Mills Award ist eine beeindruckende Anerkennung der großen Leistungen, die Professor Rombach im Bereich des Software-Engineering erbracht hat. Die Auszeichnung würdigt sowohl die Qualität seiner wissenschaftlichen Ergebnisse als auch seine kräftigen Impulse zur Anwendung von Prinzipien des Software-Engineering in der Praxis und verdeutlicht die weitreichende internationale Sichtbarkeit dieser Arbeiten. Ich freue mich mit Herrn Rombach, den ich seit vielen Jahren als hoch engagierten Kollegen erleben darf. Ebenso freue ich mich für unseren Standort, der von diesem Renommee natürlich profitiert.“

 

Prof. Rombach war von 1992 bis 2018 Inhaber des Lehrstuhls für Software Engineering im Fachbereich Informatik an der Technischen Universität Kaiserslautern. Seit 2018 ist Senior Research Professor am Fachbereich Informatik der Technischen Universität Kaiserslautern. Seine Forschungsschwerpunkte liegen im Bereich „Software Engineering“ – vor allem ingenieurmäßige Softwareentwicklungs-Prozesse auf der Basis solider Theorie sowie empirische Verfahren zur Planung und Qualitätssicherung. Sein Studium absolvierte er in Mathematik und Informatik an der Universität Karlsruhe und danach promovierte er in Informatik an der Universität Kaiserslautern (1984). Weiterhin ist Prof. Rombach Gründungs-Direktor des Fraunhofer-Instituts für Experimentelles Software Engineering IESE in Kaiserslautern, Vorstandsvorsitzender der Science & Innovation Alliance Kaiserslautern (SIAK) sowie Chief Digital Officer (CDO) der Stadt Kaiserslautern. Mit dem Fraunhofer IESE, dessen Institutsleiter er von 1996-2014 war, hat er 1996 das erste Fraunhofer-Institut in Rheinland-Pfalz gegründet. Der Anspruch war – und ist bis heute – Software, die immer wichtigere und kritischere Funktionen in unserer Gesellschaft übernimmt, nach ingenieurmäßigen Prinzipien verlässlich zu entwickeln. Die formalen Grundlagen hat er parallel im Fachbereich Informatik der TU Kaiserslautern weiterentwickelt und in der Lehre vielen nachfolgenden Generationen (mehr als 500 Masterarbeiten, knapp 100 Dissertationen) vermittelt. Heute begleiten viele seiner Schüler*innen hochrangige Positionen in Wissenschaft und Praxis.

 

Diese IEEE-Auszeichnung für sein Lebenswerk ergänzt und krönt die beeindruckende Liste von bisherigen Auszeichnungen – „NSF Presidential Investigator Award“ der USA (1990), den Verdienstorden des Landes Rheinland-Pfalz (2000), den „Distinguished Postdoctoral Award“ der University of Maryland (2003), das Bundesverdienstkreuz am Bande der Bundesrepublik Deutschland (2009), den Ehrendoktor-Titel der Universität Oulu, Finnland (2009) sowie die Fraunhofer-Medaille der Fraunhofer-Gesellschaft (2013).

 

Die Auszeichnung wird im Rahmen der Internationalen Konferenz für Software Engineering 2021 verliehen – zusammen mit einem Preisgeld und der Einladung zu einem Vortrag auf der Konferenz. Die Veranstaltung ist die weltweit wichtigste auf dem Gebiet der Softwareentwicklung. Sie findet vom 25.-28.05.2021 virtuell in Madrid, Spanien, statt.

 

 

Weiterführende Informationen zum Harlan D. Mills Award:

https://www.computer.org/volunteering/awards/mills

 

 

Fragen beantwortet:
Laura Schwehm, M.A.

PR / Marketing & Branding

Science and Innovation Alliance Kaiserslautern e.V.

 

Tel.: 0631 205-4472

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Web: www.science-alliance.de

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Die TU Kaiserslautern (TUK) ist eine ingenieur- und naturwissenschaftlich ausgerichtete Forschungsuniversität mit internationaler Sichtbarkeit. Ihren Studierenden bietet sie zukunftsorientierte Studiengänge sowie eine wissenschaftliche Ausbildung mit moderner Infrastruktur und gutem Praxisbezug. An der TUK gibt es neben exzellenter Einzelforschung eine Vielzahl koordinierter Forschungsverbünde. In der Grundlagenforschung sind dies mehrere von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderte Sonderforschungsbereiche und Transregios. Die Themenbereiche der anwendungsorientierten Forschung werden meist in enger Kooperation mit den zehn Forschungsinstituten am Standort bearbeitet. Indem die TUK Forschungsstärke mit Wissens- und Technologietransfer verbindet, schlägt sie nicht zuletzt die Brücke zwischen Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft. Als Campus-Universität am Rande des Pfälzerwaldes zeichnet sie sich durch kurze Wege, ein partnerschaftliches Miteinander und naturnahe Lebens- und Arbeitsqualität aus.

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