Pressemeldung

Vortrag auf dem Campus widmet sich der narrativen Heilpädagogik

„Geschichten mit Behinderung – Beispiele narrativer Heilpädagogik“ – darüber wird der Pädagoge Professor Johannes Gruntz-Stoll am Donnerstag, den 7. November, auf dem Campus der Technischen Universität Kaiserslautern (Geb. 57, Raum 215) sprechen. Er ist auf Einladung von Professorin Dr. Karen Joisten und ihrem Team vom Fachgebiet Philosophie auf dem Campus. Los geht es um 18.30 Uhr. Der Eintritt ist frei.

In seinem Vortrag wird Professor Gruntz-Scholl den Grenzbereich zwischen Literatur und Wissenschaft beleuchten, in den das Konzept einer narrativen Heilpädagogik angesiedelt ist: Während es in der Heil- und Sonderpädagogik um Praxis und Theorie von Bildung und Erziehung unter erschwerten Bedingungen geht, schildern literarische Texte Erfahrungen von Personen mit besonderen Bedürfnissen aufgrund von Krankheit, Unfall oder Behinderung.

Zudem wird er aufzeigen, dass das Zusammenleben von Betroffenen, Beteiligten und Außenstehenden durch seine Einmaligkeit charakterisiert ist und sich verallgemeinernden Aussagen entzieht, wie sie für wissenschaftliche Texte maßgebend sind. Literarische Texte schildern im Gegensatz dazu individuelle Erfahrungen von Personen und gewinnen dadurch ein höheres Maß an Authentizität: Geschichten mit Behinderung ermöglichen das Verstehen der vielfältigen Lebenssituationen von Menschen mit Behinderung. Beispiele und Überlegungen dazu vermittelt die einführende Erörterung narrativer Heilpädagogik.

Professor Gruntz-Stoll hat in Bern und Tübingen Pädagogik, Pädagogische Psychologie, Philosophie und Ethnologie studiert. 1986 promovierte er in Bern mit einer Studie über „Sozialisationsprozesse in Kindergruppen“. 2000 folgte die Habilitation in Innsbruck mit einer Arbeit über „Pädagogische Antinomien und Paradoxe Anthropologie“. Seit 1984 ist er in der Aus- und Weiterbildung von Lehrkräften tätig gewesen – zunächst als Seminarlehrer, seit 1987 als Praxisberater und Dozent für Sonderpädagogik in der Aus- und Weiterbildung und von 2002 bis 2008 Leiter des Instituts Spezielle Pädagogik und Psychologie der Pädagogischen Hochschule der Fachhochschule Nordwestschweiz. Seit seiner Emeritierung 2013 engagiert er sich sozial und setzt sich mit der georgischen Sprache und Kultur auseinander. Er war an Recherche- und Publikationsprojekten beteiligt sowie 2017 am der Gründung des Verlags „Das Archiv“.

Fragen beantwortet:
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