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Technischer Baukasten soll 5G-Campusnetze für Industrie flexibel nutzbar machen

Die Technische Universität Kaiserslautern (TUK) ist am Projekt CampusOS beteiligt, das vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) in den nächsten drei Jahren mit 18,1 Mio. Euro gefördert wird. Dabei geht es um ein modulares Ökosystem, bei dem verschiedene Technologien für offene 5G-Campusnetze in einem Baukasten zur Verfügung gestellt werden. Ziel ist es, dass diese Netze in der Industrie in verschiedenen Bereichen zum Einsatz kommen. Koordiniert wird das Vorhaben vom Fraunhofer Heinrich-Hertz-Institut HHI und dem Fraunhofer-Institut für Offene Kommunikationssysteme FOKUS in Berlin. Insgesamt arbeiten 22 Partner aus Industrie und Forschung hierbei zusammen.

Deutschland ist weltweit Pionier beim Betreiben von 5G-Campusnetzen, also lokaler und kundenspezifisch angepasster 5G-Mobilfunknetze. Dieser Vorsprung wurde unter anderem durch eigene Campusnetz-Frequenzen der Bundesnetzagentur erreicht. Im Projekt soll dieser Vorsprung nun ausgebaut werden. „Wir möchten ein digitales Ökosystem schaffen, das offene Funktechnologien und interoperable Netzkomponenten gewährleistet“, sagt Professor Dr. Hans Schotten, der mit seinem Team am Lehrstuhl für Funkkommunikation und Navigation an der TU Kaiserslautern an dem Projekt beteiligt ist. Das Ökosystem soll in Form eines Technologie-Baukastens realisiert werden, der um einen Komponenten-Katalog und Vorschläge für unterschiedliche Betreibermodelle erweitert wird.

Zum Einsatz kommen hier auch Verfahren der Künstlichen Intelligenz und des Maschinellen Lernens, die es ermöglichen, die verwendeten Technologien und Endgeräte besser zu kombinieren.  In verschiedenen Testbereichen wird die Technologie der Ökosysteme überprüft: zum einen bei den beteiligten Fraunhofer-Instituten, aber auch bei Industriepartnern.

Die offenen Schnittstellen der Campus-Netze sind Voraussetzung dafür, technische Komponenten für verschiedene Anwendungsbereiche zu entwickeln. Beispielsweise geht es um die Überwachung von Baustellen in Echtzeit sowie die Vernetzung aller auf Baustellen im Einsatz befindlicher Sensoren und Baumaschinen oder um die Übertragung von Videos mit sehr hohen Datenraten.

Die Verbundpartner sind atesio GmbH, brown-iposs GmbH, BISDN GmbH, Robert Bosch GmbH, Deutsche Telekom AG, EANTC AG, Fraunhofer-Institute FOKUS und HHI (Projektkoordinatoren), GPS Gesellschaft für Produktionssysteme GmbH, highstreet technologies GmbH, Kubermatic GmbH, MUGLER SE, Node-H GmbH, Rohde & Schwarz GmbH, rt-solutions.de GmbH, Siemens AG, Smart Mobile Labs AG, STILL GmbH, SysEleven GmbH, Topcon Deutschland Positioning GmbH, Technische Universität Berlin und Technische Universität Kaiserslautern.

Weitere Informationen unter newsletter.fraunhofer.de/-viewonline2/17386/651/7/14SHcBTt/ziOtdbpeWj/1

Fragen beantwortet:
Prof. Dr.-Ing. Hans D. Schotten
Lehrstuhl für Funkkommunikation und Navigation
TU Kaiserslautern
Tel.: 0631 205 3595
E-Mail: schotten-office@eit.uni-kl.de

 

Die TU Kaiserslautern

Die TU Kaiserslautern (TUK) ist eine ingenieur- und naturwissenschaftlich ausgerichtete Forschungsuniversität mit internationaler Sichtbarkeit. Ihren Studierenden bietet sie zukunftsorientierte Studiengänge sowie eine wissenschaftliche Ausbildung mit moderner Infrastruktur und gutem Praxisbezug. An der TUK gibt es neben exzellenter Einzelforschung eine Vielzahl koordinierter Forschungsverbünde. In der Grundlagenforschung sind dies mehrere von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderte Sonderforschungsbereiche und Transregios. Die Themenbereiche der anwendungsorientierten Forschung werden meist in enger Kooperation mit den zehn Forschungsinstituten am Standort bearbeitet. Indem die TUK Forschungsstärke mit Wissens- und Technologietransfer verbindet, schlägt sie nicht zuletzt die Brücke zwischen Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft. Als Campus-Universität am Rande des Pfälzerwaldes zeichnet sie sich durch kurze Wege, ein partnerschaftliches Miteinander und naturnahe Lebens- und Arbeitsqualität aus.

Pressekontakt

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