Pressemeldung

TU Kaiserslautern bietet mit Partneruniversitäten internationalen Exzellenzstudiengang zur Quantentechnologie an

Professor Dr. Artur Widera (re.) und sein Kollege Dr. Thomas Niederprüm forschen und lehren zur Quantenphysik. Foto: Koziel/TUK

Professor Dr. Artur Widera (re.) und sein Kollege Dr. Thomas Niederprüm forschen und lehren zur Quantenphysik. Foto: Koziel/TUK

Laser, Mikroprozessor oder Smartphone funktionieren dank Quantenmechanik. Viele Quantenphänomene hat die Forschung mittlerweile verstanden. Die Erkenntnisse werden weitere Techniken hervorbringen. Um sie zu entwickeln, braucht es Fachkräfte, die sich mit der Materie auskennen. Der Erasmus Mundus-Masterstudiengang „Quantum Technologies and Engineering“ wird diesem Bedarf gerecht. Mehr noch: Der Exzellenzstudiengang setzt auf eine internationale Ausbildung und Austausch. Er wird von der Europäischen Union für sechs Jahre mit mehr als fünf Millionen Euro gefördert. Die TU Kaiserslautern (TUK) bietet ihn mit Partneruniversitäten an. Koordiniert wird er an der Universität im französischen Dijon.

Die Quantentechnologien sind eine Zukunftstechnologie des 21. Jahrhunderts: Dabei ist Europa ein zentraler Akteur; sowohl in Forschung als auch in der Lehre. Der neue englischsprachige Masterstudiengang vermittelt wichtige Grundlagen zur Quantenwelt und den Umgang mit moderner Quantentechnik, aber auch interkulturelle Kompetenzen. Die TU Kaiserslautern bietet ihn gemeinsam mit ihren Partneruniversitäten in Aarhus, Moskau und Dijon an, von wo aus er koordiniert wird. Das Programm sieht vor, dass die Studierenden mindestens zwei der beteiligten Hochschulen besuchen. Darüber hinaus sollen enge Beziehungen zu Industriepartnern an den jeweiligen Standorten Brücken bauen, um die regionale Wirtschaft und die neu gewonnenen Talente zusammenzubringen. Starten soll der Studiengang voraussichtlich zum Wintersemester 2022/23.

„Der bewilligte Erasmus Mundus-Studiengang trägt der hohen Qualität und der großen Erfahrung in Forschung und Lehre im Bereich Quantenphysik Rechnung, die alle beteiligte Institutionen in den letzten zehn Jahren erworben haben“, erklärt Professor Dr. Artur Widera, der an der TUK den Studiengang mit konzipiert hat. „Die Fördersumme ist zum weitaus größten Teil für Stipendien gedacht, um die besten internationalen Studierenden für die Quantentechnologien zu gewinnen und auch zu uns nach Kaiserslautern zu bringen.“

„Ich gratuliere dem Fachbereich Physik zu diesem großartigen Erfolg. Dies ist ein weiterer Studiengang im Erasmus Mundus-Programm, an dem die TU Kaiserslautern beteiligt ist. Diese europäische Exzellenzausbildung ist ein wichtiger Baustein bei der Internationalisierung unserer Lehre“, betont Dr. Stefan Löhrke, Vizepräsident für Studium und Lehre an der TU Kaiserslautern.

Das Erasmus Mundus-Programm soll Studierenden das Leben und Studieren in anderen europäischen Städten ermöglichen und vereinfachen. Die Studiengänge zählen zu den Flaggschiffen der europäischen Ausbildung. Die Studieninteressierten kommen aus aller Welt. Auch im Fachbereich Elektrotechnik und Informationstechnik der TUK ist ein Erasmus Mundus-Studiengang angesiedelt: Der „European Master in Embedded Computing Systems“ (EMECS) widmet sich der Digitalisierung technischer Systeme. 2020 wurde er in der dritten Förderphase um fünf Jahre verlängert.

Fragen beantwortet:
Professor Dr. Artur Widera
Lehrgebiet Individual Quantum Systems
E-Mail: widera[at]physik.uni-kl.de
Tel.: 0631 205-4130

 

Die TU Kaiserslautern

Die TU Kaiserslautern (TUK) ist eine ingenieur- und naturwissenschaftlich ausgerichtete Forschungsuniversität mit internationaler Sichtbarkeit. Ihren Studierenden bietet sie zukunftsorientierte Studiengänge sowie eine wissenschaftliche Ausbildung mit moderner Infrastruktur und gutem Praxisbezug. An der TUK gibt es neben exzellenter Einzelforschung eine Vielzahl koordinierter Forschungsverbünde. In der Grundlagenforschung sind dies mehrere von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderte Sonderforschungsbereiche und Transregios. Die Themenbereiche der anwendungsorientierten Forschung werden meist in enger Kooperation mit den zehn Forschungsinstituten am Standort bearbeitet. Indem die TUK Forschungsstärke mit Wissens- und Technologietransfer verbindet, schlägt sie nicht zuletzt die Brücke zwischen Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft. Als Campus-Universität am Rande des Pfälzerwaldes zeichnet sie sich durch kurze Wege, ein partnerschaftliches Miteinander und naturnahe Lebens- und Arbeitsqualität aus.

Pressekontakt

Julia Reichelt
Stabsstelle Universitätskommunikation

Tel.: +49(0)631/205-5784
Fax: +49(0)631/205-3658
Mail: julia.reichelt(at)verw.uni-kl.de
Web: www.uni-kl.de/pr-marketing

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