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TU Kaiserslautern stellt neue Lerntechniken in Schule vor

Foto: Yukio Tee/RTI

Überall ist die Rede von der Digitalisierung der Bildung, und von Chancen, Risiken, Bedürfnissen. Aber wie sieht digitale Bildung ganz konkret aus? Wie kann sie heute und morgen an einer Schule sinnvoll zum Einsatz kommen? Wie können Schüler mit sogenannten Mixed Reality-Brillen lernen, bei der reale und virtuelle Welten verschmelzen? Was halten Eltern von digitalen Arbeitsblättern? Können Lehrer sich den Einsatz von Smartphones und Tablets im Unterricht vorstellen? Mit ihren Ideen und Techniken gehen Fachdidaktiker und Bildungsforscher der TU Kaiserslautern (TUK) vor Ort, um den direkten Austausch mit ihrer Zielgruppe, Pfälzer Schülern, Lehrern, Eltern und Schulen zu suchen: Am Freitag, den 16. November, sind sie zum Beispiel beim Tag der Digitalisierung an der Integrierten Gesamtschule (IGS) Contwig dabei.

Der Einsatz für die digitale Bildung hat Forschern der TU Kaiserslautern in den letzten Monaten viel Anerkennung eingebracht. Das Lehrerbildungsprogramm „U.EDU“ (Unified Education: Medienbildung entlang der Lehrerbildungskette) und ein Forschungsprojekt zur Nutzung digitaler Medien im Schulunterricht (Projekt der Universität des Saarlandes im Verbund mit der TUK und dem DFKI) werden mit Millionenbeträgen gefördert. Auf Fachtagungen und im Austausch mit den Studienseminaren wird ein intensiver Dialog mit Fachkollegen, Lehrern und staatlichen Institutionen gepflegt.

Zusätzlich stehen die Fachdidaktiker und Bildungsforscher der TU Kaiserslautern mit ihren Ideen und ihrer Hardware im Rahmen der Offenen Digitalisierungsallianz Pfalz im Austausch mit Schulen, Schülern, Eltern und Lehrern der Region. Zum Tag der Digitalisierung an der IGS Contwig am Freitag, 16. November, werden die Wissenschaftler ihre Forschungsergebnisse und ihre innovativen Methoden direkt am Ort des Bildungsgeschehens, in einer Schule, präsentieren.

Mit dabei ist Jochen Kuhn, Professor für die Didaktik der Physik und Sprecher des Bildungsbereichs des Projekts „Offene Digitalisierungsallianz Pfalz“ an der TUK. Im Gepäck haben seine Mitarbeiter und er intelligente Datenbrillen, die Versuchs-Daten direkt in das Blickfeld von Schülern projizieren und dadurch bei der Auswertung von Experimenten ganz neue Einblicke ermöglichen. Kuhns Mitarbeiter bringen auch Videoanalyse-Werkzeuge auf Tablet-Computern mit nach Contwig und ermöglichen Schülern, damit beispielsweise, die Fallbewegung eines Backförmchens zu analysieren. Gabriele Hornung, Professorin für die Didaktik der Chemie, und Carola Nieß stellen digitale Arbeitsblätter auf Tablet-Computern vor. „Digitale Medien unterstützen uns dabei, abstrakte Inhalte oder auch dynamische Prozesse besser zu veranschaulichen, und das „Unsichtbare“ sichtbar zu machen“, so Carola Nieß. Matthias Rohs, Juniorprofessor für Erwachsenenbildung, Monika Haberer und Claudia Schumacher vom Distance and Independent Studies Center der TUK (DISC) schließlich präsentieren das IQLab, ein digitales Lernlabor, in dem digitale Bildung umfassend erprobt werden kann.

„Eines unserer Ziele im Rahmen der Offenen Digitalisierungsallianz Pfalz ist die Entwicklung innovativer Lehr-Lernformate mit Medien und Technologien von heute und morgen. Diese und der Einsatz moderner Methoden und technischer Medien auch im Rahmen eines „Klassenraums der Zukunft“ stellen wir gerne am Tag der Digitalisierung an der IGS Contwig vor, die eine wichtige Partnerschule im Rahmen dieses Projekts ist“, so Kuhn.

Kontakt: Chantal Momber, Transfer- und Kommunikationsmanagerin, Referat Technologie und Innovation an der Technischen Universität Kaiserslautern, Tel.: 0631/205-5341, E-Mail: momber(at)rti.uni-kl.de

Die Offene Digitalisierungsallianz Pfalz ist ein Verbundvorhaben der Hochschule Kaiserslautern (HS KL), der Technischen Universität Kaiserslautern (TUK) sowie des direkten Partners Fraunhofer-Institut für Techno- und Wirtschaftsmathematik (ITWM). Das Projekt fördert den Austausch von Ideen, Wissen und Technologie mit Gesellschaft und Wirtschaft und basiert auf einer gemeinsamen Kooperationsstrategie der beiden Hochschulen. Das Vorhaben wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung im Rahmen der Bund-Länder-Initiative „Innovative Hochschule“ mit insgesamt knapp 15 Millionen Euro mit einer Laufzeit von fünf Jahren gefördert. Für mehr Informationen siehe: https://www.innovative-hochschule.de/

 

Die TU Kaiserslautern

Die TU Kaiserslautern (TUK) ist eine ingenieur- und naturwissenschaftlich ausgerichtete Forschungsuniversität mit internationaler Sichtbarkeit. Ihren Studierenden bietet sie zukunftsorientierte Studiengänge sowie eine wissenschaftliche Ausbildung mit moderner Infrastruktur und gutem Praxisbezug. An der TUK gibt es neben exzellenter Einzelforschung eine Vielzahl koordinierter Forschungsverbünde. In der Grundlagenforschung sind dies mehrere von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderte Sonderforschungsbereiche und Transregios. Die Themenbereiche der anwendungsorientierten Forschung werden meist in enger Kooperation mit den zehn Forschungsinstituten am Standort bearbeitet. Indem die TUK Forschungsstärke mit Wissens- und Technologietransfer verbindet, schlägt sie nicht zuletzt die Brücke zwischen Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft. Als Campus-Universität am Rande des Pfälzerwaldes zeichnet sie sich durch kurze Wege, ein partnerschaftliches Miteinander und naturnahe Lebens- und Arbeitsqualität aus.

Pressekontakt

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