Pressemeldung

TU Kaiserslautern trauert um Markus Gerhards

Professor Markus Gerhards

Professor Markus Gerhards. (Foto: TUK/Koziel)

Chemieprofessor Markus Gerhards ist am 28. Dezember 2020 völlig unerwartet verstorben. Die Universitätsleitung der TU Kaiserslautern und Vertreter*innen des Fachbereichs Chemie sind sehr bestürzt über den plötzlichen Verlust des geschätzten Kollegen. 

 

 „Die Nachricht hat uns sehr getroffen. Wir verlieren mit Herrn Gerhards nicht nur einen angesehenen Wissenschaftler und Lehrenden, sondern auch einen wichtigen, engagierten Kollegen und guten Freund. Unsere Gedanken sind bei seiner Familie und seinen Mitarbeiter*innen. Die TUK wird ihn sehr vermissen“, erklärt Präsident Prof. Dr. Arnd Poetzsch-Heffter im Namen des Präsidiums. 

 

Prof. Dr. Markus Gerhards hielt eine Professur in Physikalischer Chemie an der TUK inne und befasste sich in seiner Forschung mit der Struktur, Dynamik und Funktionalität von Molekülen wie kleinen Peptid(aggregaten), photophysikalisch/chemisch relevanten Substanzgruppen sowie (z.B. katalytisch) relevanten Metallkomplexen. Er wandte hierzu verschiedenste statische und zeitaufgelöste (laser)spektroskopische Methoden im Molekularstrahl und der kondensierten Phase an, deren Ergebnisse im Vergleich zu quantenchemischen Rechnungen interpretiert wurden.

 

„Wir sind fassungslos und sehr traurig“, sagt Prof. Dr. Elke Richling, Dekanin des Fachbereichs Chemie. „Markus Gerhards war ein beliebter Kollege, der in den vergangenen Jahren mit seiner Forschung national und international sichtbar war und auch hochkarätige Konferenzen und Veranstaltungen nach Kaiserslautern holte. Er hinterlässt in unserem Kollegium, aber auch in seiner Arbeitsgruppe eine große Lücke.“ 

 

„Markus Gerhards hat Forschung im Bereich der Infrarot- und UV/Vis-Spektroskopie auf sehr hohem Niveau betrieben und mit seinen vielfältigen nationalen und internationalen Kooperationen die TU Kaiserslautern und den Fachbereich Chemie hervorragend vertreten. Ich erinnere an die Tagung der Deutschen Bunsen-Gesellschaft mit über 600 Teilnehmenden, die er 2017 an der TU Kaiserslautern organisiert hatte. Dass wir ihn jetzt nicht mehr unter uns haben, ist furchtbar traurig“, ergänzt Professor Werner Thiel, Vizepräsident für Forschung und Technologie, der selbst Chemiker ist.

 

Professor Gerhards kam 2006 an die TU Kaiserslautern und wirkte dort unter anderem als langjähriger Studiendekan. Er hat aktiv als Mitglied des Landesforschungszentrums OPTIMAS gearbeitet und war an der Konzipierung des Forschungsneubaus LASE (Laboratory for Advanced Spin Engineering) beteiligt. Zuvor war er als Hochschuldozent an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf tätig gewesen, wo er auch sein Studium der Chemie absolviert sowie promoviert und sich zuletzt 2001 für das Fach Physikalische Chemie habilitiert hatte. Forschungsaufenthalte führten ihn an die Christian-Albrechts-Universität zu Kiel, nach Schweden und an die Johns-Hopkins-Universität in Baltimore (USA).

 

Ursprünglich stammte Markus Gerhards aus Meerbusch in Nordrhein-Westfalen, wo er auch seine letzte Ruhestätte findet. Er wurde 57 Jahre alt.

 

 

Fragen beantwortet:

Katrin Müller

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Tel.: 0631 205-4367
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Die TU Kaiserslautern (TUK) ist eine ingenieur- und naturwissenschaftlich ausgerichtete Forschungsuniversität mit internationaler Sichtbarkeit. Ihren Studierenden bietet sie zukunftsorientierte Studiengänge sowie eine wissenschaftliche Ausbildung mit moderner Infrastruktur und gutem Praxisbezug. An der TUK gibt es neben exzellenter Einzelforschung eine Vielzahl koordinierter Forschungsverbünde. In der Grundlagenforschung sind dies mehrere von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderte Sonderforschungsbereiche und Transregios. Die Themenbereiche der anwendungsorientierten Forschung werden meist in enger Kooperation mit den zehn Forschungsinstituten am Standort bearbeitet. Indem die TUK Forschungsstärke mit Wissens- und Technologietransfer verbindet, schlägt sie nicht zuletzt die Brücke zwischen Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft. Als Campus-Universität am Rande des Pfälzerwaldes zeichnet sie sich durch kurze Wege, ein partnerschaftliches Miteinander und naturnahe Lebens- und Arbeitsqualität aus.

Pressekontakt

Julia Reichelt
Stabsstelle Universitätskommunikation

Tel.: +49(0)631/205-5784
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