21. WLP+ 01.02.2017 - Forschendes Lernen in der Praxis

„Es ist nicht genug zu wissen, man muss auch anwenden; es ist nicht genug zu wollen, man muss es auch tun“.

Wenn am Mittwochnachmittag im IBZ-Gebäude der Dekan des Fachbereichs Maschinenbau und Verfahrenstechnik der TU Kaiserslautern Prof. Dr. Jörg Seewig mit Überzeugung Johann Wolfgang von Goethe zitiert, dann findet mal wieder ein Workshop Lehre Plus statt. In dieser Veranstaltungsreihe diskutieren zwei Mal im Semester Lehrende der TU Kaiserslautern über aktuelle Themen und Konzepte in Studium und Lehre.

Dieses Mal gestalten Professor Seewig und sein Mitarbeiter Karatas (MV) sowie Professor Sadegh-Azar (BI) und seine Mitarbeiter den Workshop zum Thema „Forschendes Lernen in der Praxis“. Das Eingangszitat verdeutlicht ihre Motivation sich mit Konzepten des forschenden Lernens zu beschäftigen, um ihren Studierenden die praktische Anwendung des erworbenen Wissens zu ermöglichen. In industrienahen Projekten konstruieren die Studierenden dann z. B. mit Hilfe von Legosteinen kleine und größere Simulationsmodelle, um Regelungstechnik live zu erleben oder bestimmen mittels experimentellem dynamischem Labor via mobiler App die Schwingungen von Bauwerken.

Im Workshop Lehre Plus stellten die Ingenieure ihre Erfahrungen bei der Konzeption und Durchführung der Praxisprojekte in ihrer jeweiligen Lehre vor. Schnell zeigte sich, wie begeistert sie selbst vom forschenden Lernen sind. Das ist wohl auch die wesentliche Gelingensbedingung für diese Projekte, denn sie erfordern von den Beteiligten sehr viel Zeit und Arbeit. Für die Motivation und den Lerneffekt der Studierenden, investieren Seewig, Sadegh-Azar und Co diese zusätzliche Zeit aber gerne. Und die Studierenden danken es ihnen – nicht zuletzt in den intensiven praktischen Arbeiten in kleineren Gruppen. Ein wenig enttäuscht zeigten sich die Lehrenden jedoch darüber, dass in Veranstaltungen mit sehr großen Hörergruppen die Bereitschaft der Studierenden für eine aktive Beteiligung eher gering ausfällt.

Nachdem die 30 Teilnehmenden Legoautos, die dank Regelungstechnik aufeinander reagieren und Schwingungsmessungen der selbst gebauten Modelle und Rütteltische mit Hilfe einer eigenen App bestaunen konnten, hatten sie in der anschließenden Diskussion auch viele weitere Ideen, sowohl für die eigene Lehre als auch darüber hinaus. Vizepräsident Wehn versprach die Vorschläge zur Initiierung einer entsprechenden Studierendenkonferenz oder gar einem „Tag des forschenden Lernens“ in den nächsten Wochen und Monaten weiter gemeinsam mit dem Referat Qualität in Studium und Lehre zu verfolgen.

 

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