Workshop " Studienabbruch, Schwund, Drop-out - verstehen, bewerten, begegnen"

09./10. November 2017

Begrüßung und Einführung in den Workshop

Dr. Stefan Löhrke, Vizepräsident für Studium und Lehre & Dr. Nadine Bondorf, Leiterin Referat Qualität in Studium und Lehre

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Ursachen des Studienabbruchs (Vortrag und Diskussion)

Richard König, Deutsches Zentrum für Hochschul- und Wissenschaftsforschung (DZHW), Leipzig

Die Entscheidung zum Studienabbruch ist das Ergebnis einer Reihe von vorgelagerten Erfahrungen und Entscheidungen. Ganz in diesem Verständnis hat das DZHW ein Modell des Studienabbruchs entwickelt, in dem das Phänomen als Prozess im Wechselverhältnis von individuellen Studienvoraussetzungen und institutionellen Bedingungen aufgefasst wird. Die aktuelle Untersuchung zum Studienabbruchgeschehen an deutschen Hochschulen folgt dieser theoretischen Vorstellung und es können die entscheidenden Abbruchmotive, sowie die individuellen und institutionellen Einflussgrößen identifiziert werden. Der einführende Vortrag für den Workshop wird das Studienabbruchmodell vorstellen und anhand ausgewählter Befunde den Prozess des Studienabbruchs nachzeichnen.

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Arbeitsgruppe 1: Studienabbruch definieren. Studienabbruch im Kontext der Hochschulsteuerung

Zielgruppe: Hochschulleitungen, Qualitätsmanagementleitungen, Fachbereichs-/Fakultätsleitung

Moderation: Dr. Thilo Offergeld, Universität des Saarlandes

Impulsbeitrag:

Differenzierter Blick auf Absolventenquoten.
Prof. Dr. René Matzdorf, Vizepräsident der Universität Kassel

Absolventenquoten werden zunehmend zum relevanten Parameter in der Leistungsbewertung von Hochschulen. Ein differenzierter Blick auf das faktische Studierverhalten (Monitoring) könnte valide Informationen über unter-schiedliche Wege durch das Studium und in Abbrüche liefern. Wie viele beginnen ernsthaft zu studieren? Wie viele scheitern an Prüfungen? Wie viele orientieren sich um, trotz erfolgreicher Prüfungen? Wo gibt es Hürden im Studium? Wo treten Verzögerungen auf? An welchen Stellen im Studium passieren die Abbrüche? Vermutlich kann nur ein Bruchteil der Studierenden durch studienorganisatorische Maßnahmen im Studiengang gehalten werden. Daher kann nur eine intelligente Steuerung auf der Basis von differenzierten Daten über Studienverläufe zu einer Effizienzsteigerung im Bildungssystem beitragen, ohne die Freiheit junger Menschen unangemessen einzuschränken. Auf der Basis differenzierter Daten könnten die Hochschulen die Fluktuation in ihren Studiengängen auch gegenüber der Politik besser rechtfertigen.

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Zusammenfassung der Arbeitsgruppen

Arbeitsgruppe 2: Studienabbruch erfassen/analysieren. Studienabbruch im Kontext des Qualitätsmanagements

Zielgruppe: Lehrende, Mitarbeitende des Qualitätsmanagements/Studienmanagements

Moderation: Dr. Miriam Garve, Leuphana Universität Lüneburg

Impulsbeiträge:

Studienabbruch und -verlauf im internen Akkreditierungsverfahren der Universität Potsdam.
Markus Pohlmann, Zentrum für Qualitätsentwicklung in Lehre und Studium (Bereich Hochschulstudien), Universität Potsdam

Das Impulsreferat stellt dar, inwiefern Studienabbruch und Studienverlauf bei der internen Akkreditierung von Studiengängen an der Universität Potsdam berücksichtigt werden. Hierzu wird insbesondere auf die Datenherkunft, -aufbereitung und das Analysevorgehen zur Erstellung der Qualitätsprofile eingegangen, die vom Bereich Hochschulstudien im Verlauf des Verfahrens erstellt werden.

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Studienabbruch erfassen und analysieren.
Britta Sattler, Stabsstelle Qualitätsmanagement des Rektorates der TU Ilmenau

Im Impulsreferat wird die Erfassung, Analyse und Nutzung von Informationen zum Studienabbruch an der TU Ilmenau dargestellt. Auch auf die Herausforderungen an die Abbruchanalyse und die bestehenden Grenzen wird eingegangen.

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Zusammenfassung der Arbeitsgruppen

Arbeitsgruppe 3: Studienabbruch vermeiden. Entwicklung von Maßnahmen

Zielgruppe: Mitarbeitende aus Beratung, Studierendenservice und Hochschuldidaktik, Lehrende und Studierende

Moderation: Frank Niedermeier, Universität Potsdam

Impulsbeiträge:

Praxisbeispiele BIsS und NAVI.
Philipp Schmidt, Referatsleiter Studierendenservice, Universität Siegen

Das Projekt „Brücken ins Studium“ (BisS) ist eine Maßnahme zur gezielten Studienorientierung und Studien-vorbereitung, die durch das Vorstudium einen späteren Studienabbruch vorbeugen bzw. vermeiden soll. Im Netzwerk „NAVI für Studienabbrecher“ zeigen wir Studienzweiflern Alternativen innerhalb und außerhalb der Universität auf und vermitteln ggf. in Ausbildungs- oder Arbeitsverhältnisse weiter.

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Bachelor Plus MINT. Daniel Bahr, Fachrichtung Physik, Universität des Saarlandes

Mit dem Bachelor Plus MINT Studiengang stellt die Universität des Saarlands einen neuen, vierjährigen Studiengang vor, der Studierenden die Möglichkeit bietet in einem Einführungsjahr zunächst alle MINT-Fächer kennenzulernen und sich erst anschließend für eines dieser Fächer zu entscheiden. Das Einführungsjahr nutzt gleichzeitig die zusätzliche Studienzeit, um Studierende intensiver auf die mathematischen Voraussetzungen eines MINT-Studiengangs vorzubereiten und mögliche Wissenslücken in diesem kritischen Bereich zu schließen.

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Zusammenfassung der Arbeitsgruppen

 

Plenumsdiskussion 

Impulsbeiträge:

Dr. Anke Rigbers, evalag & Thomas Reil, ehemals ACQUIN

Pauline Neuholz, Universität Potsdam & Saskia Möller, Leuphana Universität Lüneburg & Franziska Raudonat & Florian Schweizer, TU Kaiserslautern & Katharina Weigert, Universität des Saarlandes

 

Gesamtdokumentation

Impressionen

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