Region und Stadt

Der universitäre Potentialbereich Region und Stadt beschäftigt sich als Plattform der konzeptionellen wissenschaftlichen Diskussion und der Praxis- und Politikberatung auch mit aktuellen Themen wie der derzeitigen COVID-19-Pandemie. Pandemiebezogene Inhalte werden in diesem Zusammenhang in Form von Forschungsprojekten, Kurzstudien oder Fachbeiträgen vorgestellt und diskutiert.


06. Forschungskolloquium (20.01.2021)

Kurzstudie: digitalesarbeiten_anderswohnen/ Home-Office und Co-Working Spaces im Wohnumfeld nach der Corona-Krise

Im Rahmen einer Kurzstudie untersucht das Fachgebiet Stadtsoziologie den Wandel von Wohnen und Arbeiten in der Corona Pandemie. Veränderungen können nicht nur Anforderungen an Wohnungsgrößen, -ausstattungen und -zuschnitte, sondern auch die Wohnstandortwahl betreffen. In dieser Studie steht das Homeoffice im Mittelpunkt. Die Ansiedlung von Arbeitsplätzen, räumliche Polarisierungstendenzen der vorangegangenen Jahre und auch die ungleichen Leistungen des Internets bilden den Hintergrund für diese Studie. Auch neue Formen der Arbeitsorganisation in so genannten Co-Working-Spaces werden hinsichtlich ihrer Nutzung und Akzeptanz betrachtet.

 

Projektseite: digitalesarbeiten_anderswohnen

Förderung: Stiftung Bauen und Wohnen der LBS und Bauforum Rheinland-Pfalz

Laufzeit: August 2020 bis Juni 2021

Bearbeitung: Lutz Eichholz und Dr. Ute Neumann (Fachgebiet Stadtsoziologie)

 


 

 

Forschungsprojekt: Offene Öffentliche Räume OÖR/ Open Public Spaces

Gestaltregeln für die resiliente und gesundheitsgerechte Stadt:

Die Coronapandemie hat zu Abstandsregeln, Mengenbeschränkungen und Verhaltenscodes im öffentlichen Raum geführt. Viele Orte sind aber nicht dafür ausgelegt: Gehwege sind zu schmal, Warteflächen vor Geschäften zu knapp, zwischen den Parkplätzen ist kaum Platz für die Außengastronomie. Der öffentliche Raum ist plötzlich geprägt durch Grenzen, Absperrungen und Beklebungen, er wird zum Risikoraum erklärt.

Zugleich erlangte der öffentliche Raum während des Lockdowns für die Bewohner eine neue Wertschätzung, z.B. für die Bewegung, Spaziergänge oder Kinderspiel, insbesondere bei beengten Wohnverhältnissen. Er wurde vielfältiger genutzt, das Wohnumfeld wurde neu entdeckt, das Auto verlor seine Dominanz.

In Zusammenarbeit mit dem Fachgebiet Digitalisierung, Visualisierung und Monitoring in der Raumplanung (Leitung: Prof. Dr. Martin Berchtold), wird die zentrale Frage untersucht: Wie sich die Corona-bedingt veränderten Raumnutzungs- und Bewegungsmuster dafür nutzen lassen, öffentliche Räume noch mehr zu öffnen und so umzugestalten, dass frei zugängliche, intuitiv nutzbare, responsive und lebenswerte Stadträume entstehen.

Zentrales Ziel des Projektes: Gestaltregeln für die resiliente und gesundheitsgerechte Stadt zu entwickeln und diese experimentell und prototypisch als temporäre Interventionen in Reallaboren umzusetzen.

 

Projektseite: Offener Öffentlicher Raum/ Open Public Space

Auftraggeber: Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung (BBSR)

Laufzeit: November 2020 bis Juni 2022

Bearbeitung: Prof. Dr. Detlef Kurth, Lutz Eichholz und Marie-Katrin Turgetto (Lehrstuhl Stadtplanung)


07. Forschungskolloquium (05.05.2021)

Kommunen im Krisenmodus – Zwischen Liquiditätssicherung und Resilienzstärkung

Fragestellung:

Die Pandemie hat die Kommunen auf der Aufgaben-, der Ausgaben- und der Einnahmenseite getroffen. Was können wir aus der Krise lernen?

 

Lehrstuhlseite: Stadt-, Regional- und Umweltökonomie

Vortragender: Prof. Dr. Martin Junkernheinrich (Lehrstuhl Stadt-, Regional- und Umweltökonomie)

Veränderte Verhaltensweisen von Bevölkerungsgruppen aufgrund der Corona-Pandemie – Analyse der Raumrelevanz in den Bereichen Konsumverhalten, Mobilitätsverhalten, Reiseverhalten/ Tourismus

Ein Untersuchungsansatz zur Frage, welche raumwirksamen mittel- und langfristigen Verhaltensveränderungen sich durch die Corona-Pandemie in ausgewählten Regionstypen (Städtische vs. Ländliche Räume) feststellen lassen. Wirtschafts- und Infrastrukturen gerade in ländlichen Räumen können durch Verhaltensveränderungen in der Bevölkerung möglicherweise stärker gefährdet sein als in Metropolregionen und damit strukturelle Schwächen in Regionen durch eine Pandemie möglicherweise verstärken.

 

Lehrstuhlseite: Regionalentwicklung und Raumordnung

Vortragender: Dr. Sebastian Winter (Lehrstuhl Regionalentwicklung und Raumordnung)

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