Region und Stadt

2. Forschungskolloquium

Die zweite Forschungskolloquiums-Veranstaltung des Research Center Region und Stadt fand am Mittwoch, den 29.01.2020, zum Leitthema: Intelligente Ansätze für ländliche Räume, statt.

Lynn Schelisch und Ricarda Walter (Stadtsoziologie) präsentierten das Forschungsprojekt " Digitale Vernetzung in Wohn- und Versorgungsformen für ältere Menschen". Der Fokus lag hier auf der Fragestellung, inwiefern unterschiedliche digitale Lösungsansätze Betroffene und Pflegende im ländlichen Raum unterstützen können, und welche Erfahrungen mit diesen gemacht wurden.

Das zweite präsentierte Projekt "Projekt evelo2 zu Potenzialen der Pedelecnutzung im ländlichen Raum von RLP" wurde von Teresa Engel und Miriam Kuder (IMOVE) vorgestellt. Vor dem Hintergrund des Klimaschutzes, einer alternden ländlichen Bevölkerung und eines geringen ÖV-Angebots werden die Potenziale des Pedelecs als alternatives Verkehrsmittel untersucht. Besonders interessant ist hierbei die Klärung, unter welchen Rahmenbedingungen (Topographie, ÖV-Halte) die Förderung der Pedelecnutzung erfolgsversprechend sein kann.

In der anschließenden angeregten Diskussion thematisierten die WissenschaftlerInnen

Anknüpfungspunkte im interdisziplinären Kontext, sowie die Implikationen der Projekte speziell für die Gesellschaft in ländlichen Räumen.

 

Leitthema: Intelligente Ansätze für ländliche Räume

Vorträge:

Lynn Schelisch, Ricarda Walter (Stadtsoziologie): Digitale Vernetzung in Wohn- und Versorgungsformen für ältere Menschen

Vor dem Hintergrund der Frage, inwiefern Digitalisierung ambulante Pflegedienste, (pflegende) Angehörige, Ehrenamtliche/Nachbarn und auch Betroffene insbesondere in ländlichen Gebieten unterstützen kann, untersucht das Fachgebiet Stadtsoziologie im aktuellen Forschungsprojekt "Digitale Vernetzung in Wohn- und Versorgungsformen für ältere Menschen" unterschiedliche digitale Lösungsansätze und welche Erfahrungen mit diesen gemacht wurden.

Teresa Engel und Miriam Kuder (IMOVE): Projekt evelo2 zu Potenzialen der Pedelecnutzung im ländlichen Raum von RLP

Vor dem Hintergrund des Umwelt- und Klimaschutzes, der ausgedünnten Versorgungsangebote in ländlichen Räumen und der zunehmend älter werdenden Bevölkerung, stellen E-Bikes und Pedelecs eine neue Alternative und Ergänzung zum herkömmlichen Fahrrad und motorisierten Individualverkehr (MIV) dar, da häufig auch nur ein geringes ÖV-Angebot existiert. Das Pedelec eignet sich für verschiedene Nutzer- und Altersgruppen, so zum Beispiel für weniger sportlich aktive Personen als auch für rad-affine Gruppen bei längeren Distanzen oder topographisch bewegtem Gelände, da Anstiege mit einem geringeren Kraftaufwand bewältigt werden können. Im Zuge des Forschungsprojektes „e-Velo2 - Potenziale einer Pedelec-Nutzung zur Erreichbarkeit von SPNV-Halten und Daseinsgrundfunktionen im ländlichen Raum in Rheinland-Pfalz“ wird untersucht, unter welchen Rahmenbedingungen (z.B. Topographie, Lage und Ausstattung ÖV-Halte) die Förderung der Pedelec-Nutzung erfolgversprechend sein kann.

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