Region und Stadt

6. Forschungskolloquium

Das sechste Forschungskolloquium des Research Center Region und Stadt fand am Mittwoch, den 20.01.2021, zum Leitthema: Covid-19 Effekte in der Planung und Forschung, statt.

Durch die Covid-19 bedingten Einschränkungen, in Bezug auf Präsenzveranstaltungen, fand das Forschungskolloquium wiederholt in einem digitalen Rahmen statt.

Ute Neumann und Lutz Eichholz (Stadtsoziologie) präsentierten die Kurzstudie des Fachgebietes „digitalesarbeiten_anderswohnen/ Home-Office und Co-Working Spaces im Wohnumfeld nach der Corona-Krise“. Der Fokus des Vortrages lag auf der ersten Sichtung und Erhebung von Daten und Ergebnissen. Hierbei soll nachvollzogen werden, wie sich die Auswirkungen von Covid-19 auf die Anforderungen von Wohnungen und der Wohnstandortwahl darstellen.

Der zweite Vortrag wurde von Prof. Berchtold mit Andreas Beulich (dvmP) sowie dem Kooperationslehrstuhl Stadtplanung mit Lutz Eichholz und Marie-Katrin Turgetto gehalten. Präsentiert wurde das noch junge Projekt „Offene Öffentliche Räume OÖR / Open Public Spaces“ indem es um die (starken) Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die (neuen) Gestaltregeln für die resiliente und gesundheitsgerechte Stadt ging.   

In der anschließenden angeregten Diskussion thematisierten und reflektierten die teilnehmenden WissenschaftlerInnen die aktuellen Rahmenbedingungen der Forschung in Zeiten von Corona mit geschlossenen Bibliotheken, der Möglichkeit von digitalen Befragungen und Interviews, sowie der Homeofficesituation mit ihren Vor- und Nachteilen. Inhaltlich wurden u.a. folgende Themenkomplexe diskutiert. Mit Bezug zu der Frage welche Rolle den Städten zuteil kommt und welche planerischen Möglichkeiten es gibt mit diesen Umzugehen.

  •  Bleiben die räumlichen Veränderungen temporär auf die Pandemie eigestellt oder verfestigen sie sich (baulich) je länger die Krise andauert? Wie können öffentliche Räume gestaltet werden ohne dauerhafte räumliche Abtrennungen?
  • Der Öffentliche Raum bietet Potentiale – nicht nur während der Pandemie, sondern auch in „normalen“ Zeiten. Gibt es einen neuen Fokus auf das Themengebiet?
  • Wie verändert die Pandemie die Anforderungen an den Wohnungsmarkt, auch in Bezug auf die sozialen Milieus. Sind Tendenzen in Richtung Suburbanisierung und Stadtflucht ablesbar?
  • Wie ist mit der momentan sehr dynamischen und sich schnell verändernden Situation empirisch umzugehen? Kann Wissenschaft hier schnell die Veränderungen abdecken?

 

Leitthema: „Covid-19 Effekte in der Planung und Forschung“ 

 

Vortrag: Ute Neumann und Lutz Eichholz, Stadtsoziologie

Projekt: digitalesarbeiten_anderswohnen / Home-Office und Co-Working Spaces im Wohnumfeld nach der Corona-Krise

Im Rahmen einer Kurzstudie untersucht das Fachgebiet Stadtsoziologie den Wandel von Wohnen und Arbeiten in der Corona Pandemie. Veränderungen können nicht nur Anforderungen an Wohnungsgrößen, -ausstattungen und -zuschnitte, sondern auch die Wohnstandortwahl betreffen. In dieser Studie steht das Homeoffice im Mittelpunkt. Die Ansiedlung von Arbeitsplätzen, räumliche Polarisierungstendenzen der vorangegangenen Jahre und auch die ungleichen Leistungen des Internets bilden den Hintergrund für diese Studie.  Auch neue Formen der Arbeitsorganisation in so genannte Co-Working-Spaces werden hinsichtlich ihrer Nutzung und Akzeptanz betrachtet. Die Studie wird gefördert durch die Stiftung Bauen und Wohnen der LBS und das Bauforum Rheinland-Pfalz. Laufzeit: 08/2020-06/2021

Weiterführende Links:

Projektseite:  https://www.spellerberg-stadtsoziologie.de/index.php/de/2014-05-15-09-20-08/221-2020-2021-digitalesarbeiten_anderswohnen.html 
Fachgebiet Stadtsoziologie: 
https://www.spellerberg-stadtsoziologie.de/index.php/de/

 

Vortrag: Prof. Martin Berchtold mit Andreas Beulich, dvmP (Fachgebiet Digitalisierung, Visualisierung und Monitoring in der Raumplanung), sowie Lutz Eichholz und Marie-Katrin Turgetto, Stadtplanung

Projekt: Offene Öffentliche Räume OÖR / Open Public Spaces (Gestaltregeln für die resiliente und gesundheitsgerechte Stadt)          

Das Forschungsprojekt der Offenen Öffentlichen Räume OÖR / Open Public Spaces (Gestaltregeln für die resiliente und gesundheitsgerechte Stadt) hat zum Ziel sich mit den Auswirkungen der Covid-19 Pandemie auf den öffentlichen Raum auseinanderzusetzen. Diese Untersuchungen finden mithilfe digitaler Analysewerkzeuge, mit dem Ziel gemeinsame Leitlinien für pandemieresistente, öffentliche Räume zu entwickeln, statt.  Dies geschieht in Kooperation mit dem Lehrstuhl Stadtplanung.

Weiterführende Links:
Fachgebiet Digitalisierung, Visualisierung und Monitoring in der Raumplanung: 
https://www.ru.uni-kl.de/dvmp/

Lehrstuhl Stadtplanung: https://www.ru.uni-kl.de/stadtplanung/startseite/

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