Region und Stadt

Forschungsinitiative II (2014-2016) und Forschungsinitiative III (2017-2018)

"Raumbezogene Zukunftsforschung"

Die den Fachbereichen Raum- und Umweltplanung, Bauingenieurwesen und Wirtschafts- und Sozialwissenschaften angehörenden Mitglieder des Universitären Potentialbereichs „Research Center Region und Stadt“ beschäftigten sich, aufbauend auf den in der Forschungsinitiative I 2008-2013 geleisteten Vorarbeiten im Forschungsfeld der Wandel- und Transformationsforschung, im Zeitraum 2014-16 sowie 2017-2018 mit der Thematik der raumbezogenen Zukunftsforschung. 

Im Rahmen der Diskussion über die Zukunftsfähigkeit der Städte und Regionen Deutschlands kommt der raumbezogenen Zukunftsforschung, vor dem Hintergrund grundlegend veränderter Rahmenbedingungen (demographischer Wandel, gesellschaftliche Individualisierung und soziale Disparitäten, wirtschaftlicher Strukturwandel, Klimawandel, Energiewende, öffentliche Finanzkrise), hohe Bedeutung zu. Die Mitglieder der Forschungsgruppe beschäftigen sich mit der Entwicklung von Regionen und Kommunen unter den Einflüssen besagter Wandelprozesse, welche teilräumliche Entwicklungsrisiken sowie die Gefahr krisenhafter Entwicklungen nach sich ziehen. Ein frühzeitiges Erkennen derartiger Entwicklungen kann Handlungsspielräume der Betroffenen verbreitern und durch Vorsorgestrategien zur Erhaltung von Steuerungsfähigkeit beitragen.

Das inhaltliche Dachthema der Initiative, raumbezogene Zukunftsforschung, bedeutet eine grundsätzliche Weiterentwicklung der inhaltlichen Klammer der Wandel- und Transformationsforschung bzgl. der Entwicklung von Städten und Regionen unter den Einflüssen der aufgeführten, übergreifenden Entwicklungstrends. Die inhaltliche Fokussierung liegt hierbei auf dem Bereich raumbezogener Risikoforschung. Diese Themen bilden den Rahmen für bi- und trilaterale Verbundanträge, Einzelanträge, Vorträge, Publikationen und Tagungen der Teilnehmer. Die Realisierung eines DFG-Graduiertenkollegs im Themenschwerpunkt „Raumbezogene Risikoforschung“ als koordinierte, strukturbildende Maßnahme stellt einen Meilenstein von zentraler Bedeutung dar. Die Entwicklung methodischer Ansätze zur frühzeitigen Erkennung raumbezogener Risiken sowie strategischer Ansätze zu deren Bewältigung stehen dabei im Vordergrund. 

Langfristiges Ziel der Strukturbildung ist die Fortentwicklung des Universitären Potentialbereichs „Research Center Region und Stadt“ zu einem Kompetenzzentrum für Stadt- und Regionalentwicklung, welches als Plattform der konzeptionell-raumwissenschaftlichen Diskussion, wie auch der Praxis- und Politikberatung in aktuellen Themenfeldern der Regional- und Kommunalentwicklung dienen und damit zum Profilbildungsprozess und zur Sichtbarkeit der TU Kaiserslautern im nationalen und internationalen Rahmen beitragen soll. 

Forschungsinitiative I (2008-2013)

Gestaltung des Wandels in Stadt und Region - Herausforderungen einer zukunftsgerichteten Raumentwicklung

Die zukünftige Entwicklung von Regionen und Kommunen wird von einer Vielfalt raumrelevanter Wandelprozesse gesellschaftlicher, wirtschaftlicher und ökologischer wie auch politischer Art beeinflusst. Als tiefgreifende und heterogene Veränderungsprozesse stellen sie Regionen und Kommunen vor neue Aufgaben:

Die Bewältigung dieser Aufgaben erfordert es einerseits, Wandel als Fortschritt zu begreifen und die darin enthaltenen Potentiale zu nutzen, andererseits aber auch, den damit verbundenen Entwicklungsrisiken und Herausforderungen zu begegnen. Auf kommunaler und regionaler Ebene müssen sich betroffene Akteure aus Politik und Verwaltung wie auch aus Wirtschaft und Gesellschaft mit Überlegungen befassen, auf welche Weise sozio-ökonomische Entwicklungen sowohl mit umsetzungsorientierten, kurzfristiger angelegten Handlungskonzepten, als auch mit konzeptionellen Überlegungen langfristiger, strategischer Natur gestaltet werden können.

Gestaltung des Wandels in Stadt und Region - Herausforderungen einer zukunftsgerichteten Raumentwicklung

Die zukünftige Entwicklung von Regionen und Kommunen wird von einer Vielfalt raumrelevanter Wandelprozesse gesellschaftlicher, wirtschaftlicher und ökologischer wie auch politischer Art beeinflusst. Als tiefgreifende und heterogene Veränderungsprozesse stellen sie Regionen und Kommunen vor neue Aufgaben:

Bei der Entwicklung diesbezüglicher Strategien ist die raumwissenschaftliche Forschung von erheblicher Bedeutung. Regional- und Stadtentwicklung sowie Regional- und Strukturpolitik können durch ihre Innovationen und Impulse wichtige fachliche Beiträge leisten und Handlungsansätze einbringen, mit denen die strukturelle, wirtschaftliche, soziale und ökologische Entwicklung eines Landes, einer Region, einer Stadt oder eines Dorfes unter den Rahmenbedingungen der beschriebenen Wandelprozesse geprägt werden kann. Aufgrund der im Landesschwerpunkt “Region und Stadt” vereinigten Kompetenzen leistet dieser fachliche Beiträge zu diesen Fragestellungen. Schwerpunkte der Arbeit sind dabei folgende:

  • Diskussion und Analyse raumstruktureller Entwicklungen und Trends,
  • Diskussion und Entwicklung neuer konzeptioneller Ansätze der Raumentwicklung und ihre Relevanz für die regionale und kommunale Ebene,
  • Diskussion und Entwicklung von Handlungsansätzen zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit von Regionen und Kommunen,
  • Diskussion der Umsetzung von Handlungsansätzen in Gestalt von Verwaltungs-, Wirtschafts- und Politikberatung und
  • Aufbau und Etablierung eines „Monitoring Labors Raumplanung“.

Der Landesschwerpunkt „Region und Stadt“ zielt durch seine Aktivitäten darauf ab, die Forschungsarbeiten und -initiativen seiner Mitglieder zu vernetzen und dadurch eine interdisziplinäre Plattform zur wissenschaftlichen Diskussion konzeptioneller Forschungsansätze zu schaffen.

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