Kinder-Uni-Lexikon

Assistenten/innen helfen den Professoren bei der Erfüllung ihrer Aufgaben. Sie haben bereits studiert und arbeiten nun an der Universität.

AStA bedeutet: Allgemeiner StudierendenAusschussSie kümmern sich um allgemeine Angelegenheiten, um das Leben für die Studierenden am Campus leichter zu machen. Sie organisieren Feste und setzen sich für die Studierenden ein, falls sie Probleme haben. Ausserdem helfen Sie eine Wohnung oder auch einen Job zu finden.

Die Technische Universität Kaiserslautern ist eine Campus-Universität. Das bedeutet, dass fast alle Gebäude der Universität sich sehr nahe beieinander befinden, so dass die Professoren und Mitarbeiter der verschiedenen Fächer und Fachbereiche auch gemeinsam forschen und lehren können und die Studenten, selbst wenn sie mehrere Fächer studieren, es nicht weit haben zu ihren Veranstaltungen.An anderen Universitäten kann es sein, dass die einzelnen Fachbereiche oder Büros sich in Gebäuden in verschiedenen Stadtteilen befinden, und die Studenten dann immer von einem Stadtteil zum anderen fahren oder laufen müssen, wenn sie zu ihren Veranstaltungen wollen. Solche Universitäten sind keine Campus-Universitäten. Einen Lageplan zur Orientierung und wo eure Kinder-Uni stattfindet, gibt es hier.

Ein Dekan oder eine Dekanin ist der/die Leiter/in des Fachbereichs. Sein/Ihr Stellvertreter/in ist der Prodekan oder die Prodekanin. Beide passen darauf auf, dass alle organisiert arbeiten und setzen Neuerungen durch.

Doktoren sind Ärzte, oder? Nein, nicht immer. Es gibt auch Doktoren in Fächern wie Philosophie, Mathematik, Ingenieurwissenschaften oder Französisch. Aber auch in jedem anderen Fach kann man nach Abschluss seines grundständigen Studiums noch "seinen Doktor" machen. Man muss dafür forschen und weiter lernen, eine Doktorarbeit schreiben und Prüfungen ablegen. Wenn ein Doktor fleißig weiter forscht, kann er später auch Professor werden.

Exkursion kommt aus dem lateinischen und bedeutet "Ausflug".

Bei einer Exkursion unternehmen Studenten einen Ausflug, um ihr gelerntes Wissen mit praktischen Beispielen zu ergänzen.

An unserer Universität kann mann aus rund 90 verschiedenen Fächern wählen. Die Fächer sind ähnlich wie eure Fächer an der Schule, nur, dass man sein ganzes Studium damit verbringt. Unterschiedlich zu den euch bekannten Fächern sind allerdings die Themen. Die verschiedenen Fächer sind hier an der TU Kaiserslautern in 12 Fachbereichen zusammengefasst.

Gastprofessoren/innen sind nur zu Besuch und extra von ihrer eigenen Universität angereist, um eine besondere Veranstaltung anzubieten. Auch hier bei der Kinderuni gibt es Gastprofessoren!

Wer an der Universität als erwachsener Student studieren möchte, muss sich bewerben. Das heißt, er oder sie füllt Formulare aus, muss angeben, welche Abiturnoten er/sie hat und welches Fach/welche Fächer er/sie an der Universität studieren möchte.

Ob man einen Studienplatz dann auch bekommt, hängt häufig von der Abiturdurchschnittsnote, dem so genannten Numerus Clausus (NC), ab. Wer besonders gute Noten hat, hat die größten Chancen sein Wunschfach studieren zu dürfen und dafür einen Studienplatz zu erhalten. Es gibt aber auch Fächer, für die kein NC festgelegt ist.

Wenn die Universität dem zukünftigen Studierenden schreibt, dass er oder sie seinen/ihren Studienplatz antreten kann, müssen weitere Formulare ausgefüllt und bestimmte Papiere eingereicht werden. Diesen Vorgang nennt man Immatrikulation oder Einschreibung.

So wie ihr Klassenarbeiten in der Schule schreibt, schreiben die Studierenden auch schriftliche Prüfungen, die sich Klausuren nennen. Die Klausuren sind oft sehr lang und können einen ganzen Vormittag dauern. Meist werden Klausuren am Ende eines Semesters geschrieben, also im Februar oder im Juli. Anders als in der Schule, kann man an der Universität wählen, wann man welche Klausur schreiben möchte. Das heißt, in welchem Semester.

Am Schluss eines Theaterstücks klatschen die Leute, wenn es ihnen gefallen hat. An der Universität wird nicht geklatscht, es wird geklopft, nämlich mit den Knöcheln auf den Tisch. Die Studentinnen und Studenten drücken so ihren Dank und ihre Anerkennung gegenüber dem Dozenten / der Dozentin aus.

Was in der Schule die Klassenkameraden sind, sind an der Hochschule die Kommilitonen. Das heißt sie sind ebenfalls Studenten an der Universität.

Manche Fächer sind so beliebt, dass zu viele sie studieren möchten. Um Überfüllung zu vermeiden, wird dann der Numerus clausus angewendet, d. h. eine zahlenmäßig beschränkte Zulassung durch Notendurchschnitte von z. B. den letzten Zeugnissen.

"Mensa" bedeutet auf "Tisch" und ist lateinisch. Die Mensa kocht für alle Studierenden, Mitarbeiter, Professoren und Gäste der Universität. Alle essen gemeinsam in einem Saal.

Hier an unserer TU Kaiserslautern ist die Mensa das Gebäude 30. Am Mittag gibt es dort verschiedene Gerichte und ein Buffet, an dem sich jeder nehmen kann, was er möchte. Für Studenten ist das Essen billiger, denn in der Regel haben diese ja noch nicht so viel Geld wie die anderen Gäste.

Neben der Mensa gibt es im gleichen Gebäude auch noch eine Cafeteria, das Atrium. Hier kann man zur Vorlesungszeit von morgens bis abends Kleinigkeiten, wie Brötchen, Süßigkeiten oder Getränke kaufen. Außerdem gibt es mittags und abends, ähnlich wie in der Mensa, auch warmes Essen.

Der Präsident oder die Präsidentin einer Universität ist wie die Direktorin oder der Direktor an eurer Schule. Er/sie leitet die Universität, vertritt sie in der Öffentlichkeit und plant zusammen mit den Vizepräsidenten, dem Kanzler und den Professoren die Zukunft der Universität.

Vorlesungen werden meistens von Professoren oder Professorinnen gehalten. Sie sind wie die Lehrer/innen an eurer Schule. Aber die sogenannte Lehre ist nicht die einzige Aufgabe von ihnen! Zusammen mit ihren Assistenten und sogar teilweise Studenten forschen sie zu verschiedenen Themen, passend zu ihren Fächern. Manchmal werden sie dafür sogar von Firmen beauftragt. Ihre Ergebnisse müssen sie dann regelmäßig in wissenschaftlichen Zeitschriften oder Büchern veröffentlichen. Da sie sich in ihren Fachgebieten so gut auskennen, werden sie auch oft von Politikern um Rat gefragt, wenn es um schwierige Themen geht.

An einer Universität wird nicht, wie bei euch an der Schule, in Halbjahren gerechnet, sondern in Semestern. Es gibt ein Sommer- und ein Wintersemester. Das Sommersemester beginnt an den meisten Universitäten am 1. April und das Wintersemester am 1. Oktober. Jedes Semester dauert sechs Monate. Am Ende eines jeden Semesters gibt es die so genannte vorlesungsfreie Zeit. Sie dauert ca. 2 Monate. Das ist für manche Studenten wie eure Sommerferien. Andere müssen während dieser Prüfungen oder Hausarbeiten schreiben, Praktika absolvieren oder sogar beides.

Am Ende der Schule gibt es den Hauptschulabschluss (an der Hauptschule), die Mittlere Reife (an der Realschule) und das Abitur (am Gymnasium). An einer Universität bekommt man nach einem erfolgreichem Studium einen Studienabschluss. Es gibt verschiedene Abschlüsse, für die man unterschiedlich lange studieren muss. Welchen Abschluss man am Ende des Studiums erhält, hängt vom gewählten Fach ab. Der heute am häufigsten angestrebte Abschluss ist der "Bachelor". Mit einem Bachelor-Abschluss kann man anschließend noch einen "Master" machen. Seltener gibt es heute noch das "Diplom". Außerdem gibt es noch ein "Staatsexamen", welches z.B. eure Lehrer haben.

Jeder Student bekommt einen Studentenausweis. Dieser ist vergleichbar mit eurem Schülerausweis. Auch mit einem Studentenausweis hat man Vorteile. In manchen Geschäften, im Kino oder zum Beispiel im Schwimmbad bekommt man Rabatt und mit dem Studentenausweis von Kaiserslautern darf man sogar in einem großen Gebiet in und um Kaiserslautern  herum kostenlos mit Bus und Bahn fahren.

Mit dem Studentenausweis der TU Kaiserslautern kann man außerdem vergünstigt in der Mensa essen und muss nicht so viel bezahlen wie Mitarbeiter oder Gäste. Außerdem kann man mit ihm auch Bücher ausleihen.

Mit eurem Kinder-Uni-Ausweis könnt ihr leider nicht kostenlos Bus und Bahn fahren, Rabatte bekommen oder günstig in der Mensa essen. Aber jedes Semester könnt ihr in eurem Kinder-Uni-Ausweis durch unsere Stempel nachweisen, welche Veranstaltungen der Kinder-Uni ihr besucht habt. Der Kinder-Uni-Ausweis wird euch in eurer ersten Veranstaltung im Semester ausgehändigt.

In Vorlesungen halten die Professoren und Professorinnen einen Vortrag über ein bestimmtes Thema. Anders zur Schule haben die Studenten meistens nicht die Aufgabe mitzuarbeiten, sondern sollen nur zuhören und sich gegebenenfalls Notizen machen. Eine Vorlesung dauert meistens 90 Minuten.

Auch in der Kinder-Uni gibt es Vorlesungen oder Vorträge. Aber anders als in einer Vorlesung für Erwachsene sind das keine Veranstaltungen, in denen ihr nur still zuhören sollt. Die Kinder-Uni-Dozenten freuen sich, wenn ihr Fragen stellt oder mit ihnen diskutiert, ob das, was sie euch vortragen, auch wirklich so richtig sein kann.

Auch in der Universität gibt es ein Zeugnis. Allerdings nicht, wie bei euch nach jedem Schuljahr, sondern am Ende des Studiums, also zum Beispiel nach Abschluss des Bachelors. In diesem Zeugnis werden alle Noten zu Veranstaltungen, die man während seines Studiums besucht hat, aufgelistet. Auch freiwillige Leistungen können vermerkt werden. Freiwillig ist zum Beispiel wenn man einen Sprachkurs belegt, den man nicht für das Erreichen seinen Studienabschlusses benötigt.

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