Projekt: Konzepte – Stadtumbau : Städtische Wohnhöfe

Planerische Strategien zur Entwicklung von innerstädtischen Wohnhöfen der Bau AG Kaiserslautern

Bachelor Raumplanung 4. Semester

Hintergrund & Einordnung

Die planerische Auseinandersetzung mit dem vorhandenen Wohnungsbaubestand ist eine der zentralen Herausforderungen des Stadtumbaus und der Stadterneuerung in den künftigen Jahren. Dabei geht es nicht nur um die kontinuierliche Weiterentwicklung bestehender baulich- räumlicher, sondern auch soziokultureller wie auch ökologischer Lebensbedingungen in der gebauten Stadt. Vor diesem Hintergrund sieht sich auch die Bau AG als größter Vermieter in der Stadt Kaiserslautern verpflichtet, bezahlbaren Wohnraum in guter Lage mit einer zeitgemäßen Ausstattung anzubieten. Dazu ist es notwendig die bestehenden Wohnstandorte genauer zu untersuchen.

Gegenstand des Projektes

Die beiden innerstädtischen Wohnstandorte Kottenschanze und Balbierstraße wurden im Zuge des Wiederaufbaus in den 1950er Jahren errichtet. Obwohl es dort über die Jahre im-mer wieder verschiedenste Modernisierungsmaßnahmen (z.B. Fenster, Heizung) gegeben hat, stellt sich dennoch die Frage, wie zukunftsfähig die Mehrfamilienhäuser in Hinblick auf die sich ändernde Rahmenbedingungen sind. Gesucht werden sowohl mittelfristige Entwicklungsoptionen als auch konkrete Handlungsvorschläge. Auslöser dieser Suche sind u.a.

  • Modifizierte Anforderungen an das Wohnen und das Wohnumfeld, die sich durch den demografischen Wandel ergeben,
  • Veränderte Wohnbedürfnisse der unterschiedlichen Nachfragergruppen, die sich aus der Pluralisierung der Lebensstile ergeben und
  • die Notwendigkeit, den Wohnungsbestand energetisch zu sanieren, den CO²-Ausstoß zu reduzieren und die Folgen des Klimawandels zu beherrschen.

Zunächst wird sich das Projekt mit der Einordnung der Wohnstandorte in das städtebauliche Umfeld (Quartier) im Maßstab 1:5.000 befassen. Darauf aufbauend sollen die Wohnhöfe dann im Maßstab 1:500 bzw. 1:200 genauer betrachtet werden um daraus Vorschläge für denkbare Anpassungen z.B. der Wohnzuschnitte, Freiraumzonierung oder zur Wohnumfeldgestaltung abzuleiten.

Im Ergebnis des Studienprojektes erhofft sich die Bau AG viele interessante Anregungen in Form von Planungs- und Umsetzungsvorschlägen, die im Dialog mit den Bewohnern in den kommenden Jahren umgesetzt werden könnten.

Bausteine des Studienprojektes

Innerhalb des Projektes werden Elemente aus der Stadtanalyse, dem Stadtentwurf, der Freiraumplanung aber auch der architektonischen Grundlagen aufgegriffen und in der konkreten Anwendung trainiert und inhaltlich vertieft.

  • Durchführen von eigenen Erhebungen und Analysen (baulich-räumliche/ soziokulturelle Erfassung)
  • Akteursbeteiligung und Bewohnerbefragung
  • eigenständiges Herleiten von Planungszielen und Vergabe eines Projekttitels
  • Erarbeiten und Begründen eines Planungsvorschlages
  • Vertiefen ausgewählter Details und Schwerpunkte
  • Erstellen von Ausstellungspostern
  • Mehrere Zwischenkonsultationen in Kleingruppen
  • Präsentationen an Hand von Skizzen und Plänen
  • Durchführen von Zwischen- und Abschlussverteidigung

Kooperationspartner ist die Bau AG Kaiserslautern.

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