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Studiengangübersicht

Sozioinformatik (Bachelor of Science)

Infos zum Inhalt

Informationssysteme vernetzten Menschen: Die Sozioinformatik adressiert die Wechselwirkungen von Gesellschaft und Informatik.

In den letzten Jahren hat sich immer mehr gezeigt, dass Softwaresysteme das Potenzial für tiefgreifende gesellschaftliche Veränderungen haben. Das Wissenschaftsgebiet, das sich mit den Herausforderungen und Problemen dieser Veränderungen beschäftigt, nennt sich Sozioinformatik. Informationssysteme durchdringen unser tägliches Leben bereits so stark, dass zunehmendauch Informatikerinnen und Informatikern ein hohes Maß an gesellschaftlicher Verantwortung abverlangt.

Die Sozioinformatik beschäftigt sich deshalb vorrangig mit den Wechselwirkungen zwischen Gesellschaft und Informatik. Die Sozioinformatik hat eine gänzlich andere Ausrichtung als die klassischen Informatikstudiengänge. Sie lässt die formalen Grundsatzfragen der Informatik außer Acht, womit auch die umfassende Mathematikausbildung der Informatik entfällt. Anstelle der Informatiktheorie treten Lehrveranstaltungen eines sozial- und wirtschaftswissenschaftlichen Studiums.

Hierfür vermittelt das Studium:

  • die notwendigen Grundlagen der Informatik
  • Methoden aus der empirischen Sozialforschung und der Psychologie
  • mikroökonomische und spieltheoretische Modelle der Wirtschaftswissenschaften
  • einen profunden ethischen Standpunkt im Dialog mit der Philosophie
  • und nicht zuletzt ein gutes Verständnis der Rechtslage

Dabei geht es in der Informatik vor allem auch um neuartige Modelle, die dabei helfen sollen, den spezifischen Herausforderungen von sozial eingebetteter Software zu begegnen. Dementsprechend enthält der Informatik-Teil des Studiums insbesondere Methoden des Software-Engineerings, Vorlesungen zu Informations- und Kommunikationssystemen, zu Projektmanagement und zu webbasierten Softwaresystemen.

Eckdaten zum Verlauf

Der Bachelorstudiengang Sozioinformatik unterteilt sich in die vier Blöcke Informatik, Wirtschaft und Recht, Gesellschaft sowie Sozioinformatik. Sie umfassen grundlegende Lehrveranstaltungen der drei beteiligten Fachbereiche Informatik, Wirtschaftswissenschaften und Sozialwissenschaften und damit eine Auswahl aus deren zentralen Lehrangeboten.

Informatik

Im Block Informatik, der die Grundlagen des technischen Rahmens realisiert, beschäftigen sich die Lehrveranstaltungen mit der Softwareentwicklung und den technischen Gegebenheiten. Sie geben auch einen kleinen Einblick in die theoretischen Grundlagen der Informatik, soweit sie für diesen Bereich nötig sind.

Wirtschaft und Recht

Neue Softwaresysteme unterliegen wie alle anderen Produkte geltendem deutschem und internationalem Recht. So sind unter anderem Gewährleistung, geistiges Eigentum oder Datenschutz auf rechtlicher Ebene geregelt. Viele Computersysteme werfen aber auch völlig neue Probleme auf, die bisher rechtlich unklar sind. Bei der Erstellung der Softwaresysteme spielen außerdem ökonomische Aspekte eine große Rolle.

Gesellschaft

Die Gesellschaft muss immer wieder zwischen dem Recht des Einzelnen und dem Nutzen für die Gesellschaft abwägen. Durch neue, computerbasierte Arten der Kommunikation und Vernetzung, aber auch durch Vereinfachung von Produktionswegen werden neue gesellschaftliche Fragen aufgeworfen. Diesen Aspekten widmen wir uns unter soziologischen und psychologischen Perspektiven.

Sozioinformatik

Der Block Sozioinformatik bildet die Klammer der drei o. g. Bereiche. Er enthält für den Studiengang Sozioinformatik spezifische Vorlesungen, Hausarbeiten und Projekte sowie einen Wahlpflichtteil mit einer eingeschränkten individuellen Wahl von Modulen.

Studienberatung

Dr. Ing. habil. Bernd Schürmann, Tel.: 0049 (0)631 205 2507, E-Mail: schuerma@informatik.uni-kl.de, Geb. 48 Raum 373, Sprechzeiten nach Vereinbarung

Berufsbezogene Praktika

Zwei Projekte, die an der TU absolviert werden.

Auslandsstudium

empfohlen, aber nicht verpflichtend