SFB/TRR 173 SPIN+X

Spin+X – Spin in its collective environment

The Transregional Collaborative Research Center 173 Spin+X investigates spin properties from various perspectives and by connecting several scientific disciplines. Its research encompasses the whole range of spin research spanning from microscopic properties, to emergent spin phenomena and to the coupling to the macroscopic world. This constitutes a new discipline that we refer to as Advanced Spin Engineering, which seeks to create new functionalities based on spin physics. Spin+X builds on an outstanding research infrastructure in physics and chemistry at TUK and JGU, as well as in engineering at TUK, which are at the forefront of spin-related science and technology.

News

American Physical Society elects Mainz-based physicist Mathias Kläui as APS Fellow

Festkörperphysiker wird für seine experimentellen Arbeiten auf dem Gebiet des Nanomagnetismus und der Spintronik ausgezeichnet

 
Der Festkörperphysiker Prof. Dr. Mathias Kläui ist zum Fellow der American Physical Society (APS) gewählt worden. Kläui erhält die Auszeichnung nach Mitteilung der APS für seine experimentellen Studien magnetischer Materialien, des Spintransports und der Dynamik und Manipulation von Spintexturen auf der Nanoebene. Kläui leitet an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU) eine Arbeitsgruppe, die sich mit der Zukunftstechnologie Spintronik befasst. Die Spintronik nutzt neben der elektrischen Ladung auch das magnetische Moment der Elektronen und gilt als vielversprechende Technologie, um Halbleiter in verschiedenen Anwendungen zu ersetzen, wenn diese Technologie an ihre Grenzen stößt.
 
Mathias Kläui hat Mathematik und Physik an der RWTH Aachen und der University of Cambridge, Großbritannien, studiert. In Cambridge hat Kläui später in Physik auch promoviert, bevor er als Postdoc am IBM-Forschungszentrum in Rüschlikon in der Schweiz tätig wurde. Nach Stationen an der Universität Konstanz und in der Schweiz wurde er im Jahr 2011 an die Johannes Gutenberg-Universität Mainz berufen. Hier war Kläui seit 2012 Direktor der Exzellenz-Graduiertenschule Materials Science in Mainz (MAINZ). Seit 2016 ist er Standortsprecher des Sonderforschungsbereichs TRR173 Spin+X und seit 2019 Sprecher des Profilbereichs TopDyn – Dynamics and Topology. 2014 wurde er Gründungsdirektor des Gutenberg Nachwuchskollegs (GNK), das sich der Förderung herausragender Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler widmet.
 

Forschungen im Bereich Nanomagnetismus ausgezeichnet

 
2011 erhielt Mathias Kläui den Nicholas Kurti-Preis, eine Auszeichnung für seine Forschung im Bereich Nanomagnetismus. 2014 wurde er für herausragende Beiträge zum Nanomagnetismus und der Spindynamik zum Fellow des Institute of Physics ernannt. Im Oktober 2019 verlieh ihm die IEEE Magnetics Society, der weltweit größte Fachverband für Magnetismus, die Auszeichnung als „Distinguished Lecturer 2020“.
 
Für seine Forschungsarbeiten erhielt der Physiker verschiedene Förderungen, insbesondere auch seitens der EU: 2009 und 2015 bewilligte der Europäische Forschungsrat Kläui einen ERC Starting Grant und einen Proof of Concept Grant für die Untersuchung von Spinströmen und die Entwicklung neuartiger Magnetsensoren – um damit eine Brücke zwischen Grundlagenforschung und kommerzieller Anwendung zu schlagen. Schließlich erhielt der Wissenschaftler im vergangenen Jahr gemeinsam mit seinen Kooperationspartnern am Forschungszentrum Jülich und der Radboud University im niederländischen Nimwegen einen der hoch begehrten ERC Synergy Grants. In diesem ERC-Projekt wollen die Partner noch weitgehend unbekannte nanoskalige magnetische Strukturen in drei Dimensionen aufspüren, die teilchenähnliche Eigenschaften besitzen und deren Existenz bislang nur in Grundzügen theoretisch vorhergesagt wurde.
 
Die American Physical Society mit über 55.000 Mitgliedern gehört mit der Deutschen Physikalischen Gesellschaft (DPG) zu den größten wissenschaftlichen Gesellschaften in der Physik. Sie wurde 1899 gegründet und hat die Aufgabe, das physikalische Wissen voranzutreiben und zu verbreiten. In den Status eines Fellows erhebt die Fachgesellschaft jedes Jahr höchstens ein halbes Prozent ihrer Mitglieder, also derzeit etwa 275 Personen. Die Wahl gilt als besondere Ehre, weil die Antragsprüfung komplett durch die jeweiligen Fachkollegen erfolgt. Ausgezeichnet werden Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die wesentliche Fortschritte in der Grundlagenforschung erzielt oder wichtige Beiträge zur wissenschaftlichen oder technologischen Anwendung geleistet haben.
 
 

Bildmaterial:

https://download.uni-mainz.de/presse/personal_08_klaeui.jpg
Prof. Dr. Mathias Kläui
Foto/©: Peter Pulkowski
 
 

Weiterführende Links:

https://www.klaeui-lab.physik.uni-mainz.de – Kläui-Lab am Institut für Physik
https://www.mainz.uni-mainz.de/ – Exzellenz-Graduiertenschule „Materials Science in Mainz" (MAINZ)
https://topdyn.uni-mainz.de/ – Profilbereich TopDyn
https://trr173.spin-engineering.de/ – Sonderforschungsbereich Spin+X
https://www.aps.org/ – American Physical Society
 
 

Kontakt:

Prof. Dr. Mathias Kläui
Physik der Kondensierten Materie
Institut für Physik
Johannes Gutenberg-Universität Mainz
55099 Mainz
Tel. +49 6131 39-23633
E-Mail: klaeui@uni-mainz.de
https://www.klaeui-lab.physik.uni-mainz.de/homepage-prof-dr-mathias-klaeui/
 
 

Lesen Sie mehr:

https://www.uni-mainz.de/presse/aktuell/9948_DEU_HTML.php – Pressemitteilung „ERC-Förderung für die Erforschung von dreidimensionalen magnetischen Nanostrukturen“ (11.10.2019)
https://www.uni-mainz.de/presse/64156.php – Pressemitteilung „Festkörperphysiker Mathias Kläui erhält ERC Proof of Concept Grant für Entwicklung neuartiger Magnetsensoren für Anwendungen mit Tausenden Umdrehungen“ (03.03.2015)
https://www.uni-mainz.de/presse/63389.php – Pressemitteilung „Mathias Kläui zum Fellow des Institute of Physics ernannt“ (04.12.2014)
https://www.uni-mainz.de/presse/59242.php – Pressemitteilung „Mainzer Stipendiaten geben ehrenamtlich Nachhilfe“ (27.01.2014)
https://www.uni-mainz.de/presse/46873.php – Pressemitteilung „Physiker der Johannes Gutenberg-Universität Mainz erhält Nicholas Kurti-Preis 2011“ (06.07.2011)

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