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"Werte müssen gelebt werden"

Julia Klöckner predigt bei Universitätsgottesdienst der Evangelischen Studierendengemeinde

Julia Klöckner

War es das Bedürfnis nach dem ersten Universitätsgottesdienst der Evangelischen Studierendengemeinde (ESG) oder die Ankündigung, dass Julia Klöckner, die CDU-Landes- und Fraktionsvorsitzende, zum Thema „Die Zeiten ändern sich. Werte bleiben“ predigen wird? Sicherlich hat beides dazu beigetragen, dass die Plätze in der protestantischen Friedenskirche im Unigebiet am Sonntag nicht ausreichten und Stuhlreihen angebaut werden mussten.Dass Christsein und Politik zueinander passen, sehe man an Julia Klöckner, sagte Studierendenpfarrer Eckart Stief vom ESG-Zentrum Kaiserslautern. Als kritische Katholikin sei die studierte Politikwissenschaftlerin und Theologin ein Beispiel für gelebte Ökumene. Wie ihre Vorgänger Heiner Geißler, Bernhard Vogel und Kurt Beck als Prediger in den Universitätsgottesdiensten sei sie eine Persönlichkeit, die etwas zu sagen habe. Stief: „Die Kirche sucht den Dialog und öffnet die Tür zur Gesellschaft, weil sie Teil der Gesellschaft ist und mitgestalten will.“Julia Klöckner, Mitglied im Zentralkomitee der deutschen Katholiken, betrachtete es als eine Ehre, im Universitätsgottesdienst von TU und Fachhochschule predigen zu dürfen. Impulse und Gedanken wolle sie mitgeben. Heute würden Frauen Bundeskanzler, Farbige US-Präsident und über Schnüre von Telefonen müsse man nicht mehr stolpern, beschrieb sie den Wandel der Zeiten.

Zeiten müssten sich ändern, weil die Welt sich drehe. Gleichzeitig müsse es etwas Bleibendes geben, was über Generationen hinweg Bestand habe. Auch wenn es manchmal schwer falle, Werte zu teilen, hätten Werte kein Verfalldatum, wandte sich Klöckner geben Beliebigkeit und Opportunismus. Werte wie Freiheit, Solidarität und Nächstenliebe seien Grundlagen und Ziele menschlichen Handelns.

Wichtig sei, dass Christen sich in den Alltag einmischten und Verantwortung übernehmen. Auch Politik komme nicht ohne Wertvorstellungen aus, plädierte sie am Beispiel embryonaler Stammzellen und Gentechnik für eine Orientierung an der christlichen Ethik. Aber es reiche nicht, Werte im Gesetz zu verankern. „Werte müssen gelebt werden.“

Wie Musik sich im Gottesdienst ändern und dennoch ansprechend und erfrischend sein kann, zeigte das Akustikduo „MoonSun“ mit Thomas Kolbin (Gitarre) und Susanne Scherer (Gesang) mit Popsongs.

Joachim Schwitalla (in: DIE RHEINPFALZ, Pfälzische Volkszeitung, Nr.255, 04. November 2013)