Pressemeldung

Qualitätsoffensive Lehrerbildung

Im Rahmen der zweiten Förderphase des Bundesprogramms „Qualitätsoffensive Lehrerbildung“ ist die TU Kaiserslautern (TUK) mit „Unified Education: Medienbildung entlang der Lehrerbildungskette“, kurz „U.EDU“, Anfang Juli 2019 mit zwölf weiteren Projekten erfolgreich gestartet.

Am 26.11.2019 fand hierzu die Auftaktveranstaltung an der TUK statt. Bei diesem besonderen Anlass gab es informative Vorträge aus Forschung und Praxis sowie eine Poster-Session mit Demonstratoren, um über die einzelnen Forschungsvorhaben näher zu informieren.

Für die zwölf Projekte im Bereich „Unterrichtskonzepte“, universitäre „Ausbildungskonzepte“ sowie „Fort- und Weiterbildungskonzepte“ für Lehrkräfte stehen der TUK 2,9 Millionen Euro bis Ende 2023 zur Verfügung. Inklusive der ersten Förderphase und der im nächsten Jahr beginnenden dritten Förderung, die sich insbesondere an die berufsbildenden Fächer wendet, werden für das Projekt U.EDU ca. 7 Millionen Euro für die Lehrkräftebildung eingesetzt.

Die Maßnahmen decken alle Phasen der Lehrkräftebildung ab und stehen für eine vertikale Vernetzung der Lehrkräftebildung. „Insbesondere auch mit der Vernetzung in die zweite Ausbildungsphase hinein wird eine Grundlage für die digitale Bildung gelegt. Das Projekt U.EDU wird Lehrkräfte, Schule und Unterricht nachhaltig bereichern“, so der Leiter des Landesprüfungsamts im Bildungsministerium, Dr. Markus Maier in seinem Grußwort.

Daneben spielt in den Projekten die interdisziplinäre Kooperation zwischen Fachwissenschaften, Fachdidaktiken und Bildungswissenschaften eine zentrale Rolle (horizontale Vernetzung), die durch eine Theorie-Praxis-Verknüpfung mit Lehrkräften flankiert werden. Die TUK schließt mit U.EDU an das am Standort verankerte Thema Digitalisierung an und ermöglicht auch für die Lehramtsstudiengänge die individualisierte Förderung einer zunehmend heterogenen Studierendenschaft sowie ein zeitlich und örtlich unabhängiges Lernen und Lehren. Damit sieht die TUK in der Digitalisierung nicht nur eine Möglichkeit, den Herausforderungen der Digitalisierung in der Lehre und somit auch in der Lehramtsausbildung nachzukommen, sondern auch ein profilbildendes Element für die Universität.

In seinem Eröffnungsvortrag ging Prof. Dr. Dr. h.c. Rolf Arnold dabei besonders auf die Herausforderungen bei der Lehrkräfteprofessionalisierung ein, welche Technik und Haltungsbildung in Einklang bringen muss. „Wir müssen das technisch Mögliche in Zusammenhang mit dem menschlich Möglichen und Notwendigen rücken“, so Arnold. „Dafür müssen wir bei den Lehramtsstudierenden eine entsprechende Haltung herausbilden, damit diese von der Zukunft her führen können.“

Im Zentrum der Projekte stehen einerseits die Entwicklung und Erprobung von Lehr-Lernkonzepten für die Lehramtsstudiengänge zum Lehren und Lernen mit mobilen, digitalen Technologien, andererseits Konzepte für einzelne Unterrichts- und Lehreinheiten sowie neue Gesamtkonzepte für Seminare und die Entwicklung von Tools bzw. neuen Lehr-Lern- und Assessment-Methoden unter Verwendung mobiler, digitaler Medien. Die besonderen Herausforderungen liegen darin „Barrieren bezüglich neuer Medien abzubauen und Produkte passend für die Schule zu entwickeln“, stellte Prof. Dr.-Ing. Norbert Wehn in seinen Ausgangsworten dar.

Das Hohenstaufen-Gymnasium in Kaiserslautern berichtete als eine von insgesamt 16 Netzwerkschulen (TU-Net MINT) über gemeinsame Projekte mit der TUK. Die Lehrkräfte erzählten voller Begeisterung, dass die Schüler*innen bei Projekten zwischen Universität und Schule teilweisemehr lernen als im regulären Unterricht und stellten den gegenseitigen Gewinn für beide Seiten deutlich dar.

Koordiniert wird das Vorhaben im Zentrum für Lehrerbildung (ZfL) der TUK, in welches das Vorhaben strukturell eingebunden ist. Bereits 2016 wurde hierzu das „Zentrum für Lehren und Lernen mit digitalen Medien (DigitaLLZ)“ unter Leitung von Prof. Dr. Jochen Kuhn in das ZfL eingegliedert.

Homepage U.EDU

Fragen beantwortet:

Prof. Dr.-Ing. Norbert Wehn
Projektleiter U.EDU
E-Mail: wehn(at)eit.uni-kl.de
Tel. 0631-205-4436

Prof. Dr. Jochen Kuhn
Fachdidaktik Physik
Leiter des „Zentrum für Lehren und Lernen mit digitalen Medien“ der TU Kaiserslautern Wissenschaftlicher Leiter U.EDU
E-Mail: kuhn(at)physik.uni-kl.de
Tel.: 0631-205-2393

 

Hintergrund: „Qualitätsoffensive Lehrerbildung“ Ziel der Qualitätsoffensive Lehrerbildung ist die qualitative Weiterentwicklung der Lehrerbildung in Studium und Lehre durch die Unterstützung von innovativen Konzepten. Durch eine stärkere interdisziplinäre Ausrichtung sowie die Einbeziehung der Schulen soll das Studium praxisnäher werden. Auch den Herausforderungen der Heterogenität und Inklusion sowie Lehren und Lernen mit digitalen Medien trägt das Bund-Länder-Programm verstärkt Rechnung. Hierfür stellt der Bund für die Länder und Hochschulen bis zum Jahr 2023 bis zu 500 Millionen Euro bereit. Über die Auswahl der Projekte entschied ein Gremium aus Vertreterinnen und Vertreter der Wissenschaft, der Schulpraxis, der Studierenden sowie des Bundes und der Länder.

Das Vorhaben "U.EDU: Unified Education - Medienbildung entlang der Lehrerbildungskette" wird im Rahmen der gemeinsamen "Qualitätsoffensive Lehrerbildung" von Bund und Ländern aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung gefördert.

Die TU Kaiserslautern

Die TU Kaiserslautern ist die einzige technisch-naturwissenschaftlich ausgerichtete Universität in Rheinland-Pfalz. Zukunftsorientierte Studiengänge, eine praxisnahe Ausbildung und eine moderne Infrastruktur sind die Rahmenbedingungen, die Studierende an der Campus-Universität vorfinden. Die TU Kaiserslautern wurde beim bundesweiten Wettbewerb "Exzellente Lehre" mit dem Exzellenz-Preis für Studium und Lehre ausgezeichnet. Damit stellt die TU den hohen Stellenwert ihrer Studienangebote unter Beweis. Darüber hinaus profitieren die Studierenden und Wissenschaftler von den zahlreichen international renommierten Forschungseinrichtungen, die im Bereich der angewandten Forschung eng mit der TU Kaiserslautern kooperieren.

 

 

Pressekontakt

Melanie Löw
Presse und Öffentlichkeitsarbeit

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Fax: +49(0)631/205-3658
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