Symbol für E-Learning Symbol für die Diemersteiner Selbstlerntage  SELF!


Mit dem SLZ-Teilprojekt SELF! (Selbstlernen im Fachbereichskontext) wird angestrebt, die Studierenden bei der Entwicklung ihrer überfachlichen Kompetenzen durch integrative (in fachwissenschaftliche Module integrierte) Maßnahmen zu unterstützen.

Zielgruppe

Präsenzstudierende der TU Kaiserslautern ausgewählter Fachbereiche

Ziel

Mit Bezug zum jeweiligen Studienfach werden Maßnahmen der direkten und indirekten Förderung überfachlicher Kompetenzen (bzw. Kombinationen davon) in Kooperation mit Projektpartnern aus den Fachbereichen konzipiert, umgesetzt und erprobt.

Eine direkte Förderung überfachlicher Kompetenzen liegt im Rahmen von Trainingsmaßnahmen vor, bei denen beispielsweise Strategien zum wissenschaftlichen Arbeiten, Zeitmanagement oder Präsentationstechniken den Lerninhalt darstellen und gezielt eingeübt werden. Bei indirekten Fördermaßnahmen liegt der Fokus hingegen auf der didaktischen Gestaltung der Lernumgebung, die den Einsatz bestimmter überfachlicher Kompetenzen erfordert.

Die didaktische Umsetzung der SELF!-Angebote erfolgt stets in einer methodisch sinnvollen Verzahnung von Präsenzveranstaltungen und Online-Aktivitäten.

Kooperationspartner

Die Veranstaltungskonzepte im Rahmen der SELF!-Projekte werden in interdisziplinärer Zusammenarbeit zwischen den kooperierenden Projektpartnern aus den Fachbereichen bzw. Fachgebieten und dem Selbstlernzentrum konzipiert, umgesetzt und evaluiert.

Folgende SELF!-Kooperationen bestehen derzeit:

SELF!EIT

Mit dem Fachbereich Elektrotechnik und Informationstechnik (EIT) besteht seit Januar 2017 eine SELF!-Kooperation, in der zwei Veranstaltungen konzipiert bzw. didaktisch umgestaltet wurden:

Für die Veranstaltung „Grundlagen der Elektrotechnik II“ wurde ein neues didaktisches Konzept entwickelt, das den Studierenden im Rahmen der regulären Lehrveranstaltung – insbesondere in Übung und Tutorium – die Entwicklung überfachlicher Kompetenzen ermöglichen soll. Zum Einsatz kam die Methode „aktives Plenum“ und ein begleitender Online-Kurs, der kollaboratives Lernen in Kleingruppen unterstützt. Die Veranstaltung wurde im neuen Format erstmals im Sommersemester 2017 angeboten.

Neu entwickelt wurde im Rahmen der SELF!-Kooperation die Veranstaltung „Einführung in das ingenieurwissenschaftliche Arbeiten“ (EIWA). Seit der ersten Durchführung 2017/2018 wird die Veranstaltung im Wintersemester regelmäßig angeboten und wurde im Februar 2019 bereits zum zweiten Mal in Folge von der Fachschaft Elektrotechnik und Informationstechnik mit dem Preis für die beste Vorlesung prämiert. Die Lernziele der Veranstaltung liegen in der Aneignung von Projekt- und Selbstmanagementstrategien, der Entwicklung von Kommunikations- und Präsentationskompetenzen und von Fähigkeiten zur Erstellung von Haus- und Abschlussarbeiten – jeweils vor einem ingenieurwissenschaftlichen Hintergrund. Die Besonderheiten der Veranstaltung sind die relativ kleine Gruppengröße von maximal 20 Teilnehmenden, das am Inverted-Classroom-Modell orientierte didaktische Konzept mit Vor- und Nachbereitungsaufgaben zu den Sitzungen im begleitenden Online-Kurs sowie die interaktive Gestaltung der Präsenztermine. Ein wesentliches Element der Veranstaltung ist der Besuch eines speziell auf die Bedürfnisse der EIT-Studierenden zugeschnittenen DSL-Workshops in der Villa Denis in Diemerstein zum Thema „Projekt- und teamorientiertes wissenschaftliches Arbeiten und zielgruppenorientierte Präsentation“, der von Mitarbeitenden des Selbstlernzentrums durchgeführt wird (siehe dazu „DSL im Kontext“).

Das Referat Qualität in Studium und Lehre übernahm 2017 die begleitende Evaluation der beschriebenen Maßnahmen.

SELF!RU

Seit Februar 2018 besteht eine SELF!-Kooperation mit dem Fachbereich Raum- und Umweltplanung, in der für die Veranstaltung „Planen in Entwicklungsländern (PLAN-E)“ ein neues didaktisches Konzept entwickelt wurde.

In der ursprünglichen Lehrveranstaltung wurden die inhaltlichen Grundlagen in Form von Vorlesungen und studentischen Referaten vermittelt. Im neuen Format werden im Rahmen der regulären, fachbezogenen Lehrveranstaltung verstärkt auch Selbstlern-, Diskussions-, Team- und Moderationskompetenzen gefördert. Dazu wurde die Veranstaltung im Rahmen des SELF!-Projektes im Sinne eines Inverted-Classroom-Konzepts umgestaltet.

Im neuen Format der PLAN-E-Veranstaltung erschließen sich die Teilnehmenden die inhaltlichen Grundlagen über interaktive Lernvideos, während die Präsenztermine dazu genutzt werden, mithilfe aktivierender Methoden (z. B. World-Cafés) über die Inhalte in Diskussion zu treten. Im Wintersemester 2018/19 wurde die Veranstaltung erstmals im neuen Format angeboten und von den Studierenden sehr positiv evaluiert.

SELF!SPOWI

Die SELF!-Kooperation mit Sozialwissenschaft, Fachgebiet Sportwissenschaft besteht seit 2018 und hat die Entwicklung eines Erweiterungsmoduls zu den Diemersteiner Selbstlerntagen zum Gegenstand. Studierende des Fachgebiets sollen mit dem Erweiterungsmodul die Möglichkeit erhalten, die Inhalte von Seminar II und III im Kontext ihres Studienfachs zu vertiefen.

SELF!IDEE

Seit Anfang 2019 besteht eine SELF!-Kooperation mit dem Fachbereich Maschinenbau und Verfahrenstechnik (Lehrstühle VPE, iMAD, MEGT und Fachdidaktik Biologie), in der das didaktische Konzept der Lehrveranstaltung „Integrated Design Engineering Education II“ (IDEE) weiterentwickelt wurde.

Im IDEE-Projekt durchlaufen die Studierenden selbstständig in Projektgruppen einen Konstruktionsprozess anhand eines konkreten Beispiels: 2019 konstruieren sie ein Liegefahrrad mit Gyroantrieb. Die Rollen im Team vergeben die Studierenden dabei selbstständig und legen zum Beispiel fest, wer die Teamleitung übernimmt, wer sich mit der Entwicklung des Antriebs und des Fahrwerks beschäftigt oder wer am Ende das Produkt vor einer Jury präsentiert.

Im Rahmen der SELF!-Zusammenarbeit erhalten die Studierenden dabei speziell auf die Bedürfnisse der jeweiligen Gruppe zugeschnittene Trainings. Die Teamleiterinnen und Teamleiter erhalten ein Teambuilding-Training, in dem sie auf ihre Rolle vorbereitet werden und lernen wie man Gruppensitzungen moderiert oder mit Konfliktsituationen umgehen kann. Für die Präsentierenden wird ein spezielles Präsentationstraining angeboten, das die Studierenden auf die Abschlusspräsentation vorbereitet. Darüber hinaus erhalten alle Präsentierenden ein individuelles Feedback zu ihrem Probevortrag von Mitarbeitenden des Selbstlernzentrums. Ein vom SLZ betreuter begleitender Online-Kurs gibt die Struktur der Veranstaltung vor und beinhaltet unter anderem Vor- und Nachbereitungsaufgaben zu den einzelnen Präsenzterminen, deren Ergebnisse die Gruppen online einreichen.

Zuständige im Selbstlernzentrum
Lisa-Marie Schohl, M.A.